Ecke Weserstraße – A Berlin Hipster Soap

eckeweserstrasse

I’m a total TV show addict and one of my dreams has always been a drama show about life in Berlin. Not because  life here is particularily dramatic, quite the contrary, but in those 14 years that I’ve been living here, I have experienced and heard enough stories that could fill a couple of seasons.

With the new independently produced show Ecke Weserstraße my little dream might have potentially come true. Created and produced by Johannes Hertwig and  Hayung von Oepen the show tells the story of three young friends who live in the popular Reuterkiez and try to make it in Berlin. The trailer already has some lines that are pretty on point and painfully true: “Every victim here has their own blog and that’s why they everyone believes they can do it too.” Haha, are you talking about us? Well, I understand where this criticism comes from. But personally, as someone who has been blogging for 7 years and is part of an early generation of bloggers, I still congratulate everyone who starts something new, a fashion blog, a tumblr, your own little sock label. It doesn’t matter that there are already so many people out there already doing similar things. If you have the chance to try yourself out, do it and don’t let other people discourage you. I’m really curious what Ecke Weserstraße is going to express with this matter. More about it and all three episodes after the jump.

Episode 1:

“Sometimes I wonder why you are friends with exactly this guy.” So many times I have wondered the same. People, especially the young ones who come here from many different places, have such random friends based on the most shallow critiria. I think maybe the fact that they are all just coming and going anyway makes it not worth it to form personal deep bonds with people that go beyond the mindless party friend, casual fuck buddy and practical gym companion. I think after years and an endless string of people coming and going they will feel pretty alone in the big city.

“Over there, there’s two completely different worlds passing by each other. Those that live here, and those that want to live here.” I find that an interesting way of putting it. It’s true. Especially in the past 4 years Berlin has started to close a few doors that made it a little less accessible for permanent living here. Rents are not as low anymore, not so easy to find even the simplest of jobs, speaking German becoming more of a must when dealing with officials or business relations, communities being more sceptical to foreigners. There is a gap now between people that actually made it and live here and those who just arrive still trying to make it. Ultimately a lot of people who come here with great expectations of an easy going life will leave again disappointed and disillusioned. It’s not that easy in Berlin as one might expect, and I think this is exactly what Ecke Weserstraße is all about. There is some drama and seriousness after all between all the parties, confetti and flirting.

Episode 2:

NEW! Episode 3:

www.eckeweserstrasse.de

Frank by Frank
on June 12th, 2014
updated on July 26th, 2016
in TV
7 Comments »

7 Responses to “Ecke Weserstraße – A Berlin Hipster Soap”

  1. Hendrik Says:

    „Hey, sorry dass ich euch so unkreativ stör“

    Ja, passiert ist passiert und nu is zu spät.
    Ich jedenfalls liege krank im Bett & das habt ihr jetzt davon.

    Lieber Hayung von Oepen, lieber Johannes Hertwig,

    Ich stelle mir das so vor:
    Berlin ist für euch eine Wiese. Eine ganz bunte. Eine die nur ganz unregelmäßig mal hier und da gemäht wird. Eine mit ganz verwilderten Ecken, die dafür aber umso spannender sind. Eine auf der das Gras teilweise brusthoch wächst und man sich gerade zu verliert in ihrer so ganz eigenen Magie. Eine, auf der man einfach mal stundenlang in den Himmel starren kann, auf der man sympathische Merkwürdigkeiten wiederfindet, auf der man in warmen Sommernächten aber auch die fettesten Parties feiern kann.

    Und Euch stelle ich mir so vor:
    Ihr lauft auf dieser Wiese herum. In euren Händen zwei große Kescher mit dem ihr all die schillernden bunten Schmetterlinge und Käfer einfangt, die überall wild durcheinander farbenfroh herumfliegen. Aber die Schmetterlinge und Käfer sind in Wahrheit gar keine Insekten. Nee: Das sind nämlich nur visuelle Metaphern für eure Ideen und all den Input, den euch diese Stadt und dieser Bezirk und diese, ab jetzt nenne ich sie EURE Strasse, die nach diesem Fluss bei Bremen benannt ist, so bietet. Ich bin übrigens im Norden an diesem Fluss aufgewachsen, aber ich lass euch gern die Strasse, kein Problem: Denn ihr habt sie verdient, weil ihr wisst wie sie tickt. Weil ihr wisst, was sie und die jungen Leute die in ihr leben bewegt. Ihr seid nämlich tight dran an ihrem Puls. Und wenn die Sonne über dieser Strasse und dieser Stadt aufgeht, dann sitzt ihr wahrscheinlich selbst mit nem Wodka Mate auf dem Dach der Arkaden und lächelt euch gegenseitig an, weil ihr denkt: „Cool, dass hier verbraten wir in der nächsten Folge. Wird Geil!“
    Wirds aber nicht.

    Und da is man dann eigentlich auch schon an eurem Konzept angekommen:

    Ihr dreht eure beiden süssen Köpfe einmal nach links und rechts und dann baut ihr das ganze promt nochmal mit miesen Schauspielern, hakenden Gags und gekünstelter zeitgeistiger Alltagssprache nach: Parties, kalter Kaffee (in allen Aspekten), dreckige WG-Küchen, Zukunftsangst, Anglizismen, Selbstfindung, peinlich daneben liegende Musik- & Kulturreferenzen („Nickelback“), Wer-ficken-will-muss-freundlich-sein Beste-Freundin-Tipps (das hat „Absolute Giganten, auch wenn ich mich schäme diesen Film überhaupt in dem Kontext hier anzubringen, aber leider alles um Lichtjahre besser gemacht, bzw: der hat das ALLES richtig gemacht. Und ihr… nicht.), Club Mate muss natürlich auch nochmal herhalten – logisch, dann noch Flomarkt, WG-Tatort Glotzen, Kleiderkreisel, Späti, Vernisage, Künstler-WG, Ausstellungen, Prokrastination, die richtigen Club-Namen, etc. Die Liste könnte mit maximaler Leichtigkeit unendlich weitergeführt werden. Bleibt zu hoffen, dass eurem Projekt (und uns) genau das hoffentlich erspart bleibt und eure erste „Folge“ als beispiellos dröge Totgeburt ganz fix vergessen wird.

    Denn da beisst die Maus keinen Faden ab: Eure Karrikaturen sind einfach hohl und scheisse, aber noch schlimmer: Saulangweilig. Ich erlebe 10 Folgen von eurem Kack wenn ich nur mit dem Hund rausgeh. Wenn ich mich in den Görli setze, höre ich schneller als das ich mitschreiben kann ca. zwanzig Dialoge die origineller und „truer“ sind als das wir ihr einem da als augenzwinkernde Szene-Parodie vercrowdfunden wollt. Alles in allem habt ihr da ein hanebüchendes Ding zusammengeschraubt, dass bestenfalls ein mieser Abklatsch von etwas ist, dass eh schon scheisse war. Ihr seid ironisch (und auch schnitttechnisch) weniger versiert als die Redaktion von „Harry & Toto“ und wäret ihr selbstreflektierter, dann würdet ihr wahrscheinlich insgeheim hoffen, dass das keiner merkt. Problem: Merken halt doch welche und zwar nicht wenige. Also wer genau soll eure Zielgruppe sein? Habt ihr das vorab in nem „Kickoff“-Meeting in eurem Coworking-Space mal evaluiert (guck ich kann das auch sowas, darf ich bei euch mitmachen? ach nee kurz vergessen: ich hasse euch ja, ciao).

    Eure Schauspieler rocken das Ding einfach mutig durch. Man muss halt drüberwegsehen, über die Gähner am Morgen, die so gefaked sind, dass sie einen unfreiwillig aus der ja zum Glück auch eh gar nicht vorhandenen Handlung reissen. Hoffentlich bewusst fällt an einer Stelle der Satz „Das is alles nich so geil gerade“. Zu späte Einsicht? Und dann kommt auch schon die Szene mit dem Pulli aufm Flomi (Anmerkung der Redaktion: Sacht man hier in Berlin so): „Der Pulli zieht nicht die richtigen an“. Hihi: Anziehen, Pulli, ich verstehe den Wortwitz und lächle weil Humor finde ich toll. Richtig schön so „kleine Details“. Kann man Videos jetzt wo sie nicht mehr in Plastikhüllen daherkommen eigentlich trotzdem immer noch mit ner Axt zerschlagen? „Auch schon da, ich hab nur 5 Minuten gebraucht – mit meinem Fahrrad“ Ja, das is ja super mensch: Und auch nur 5 Minuten um den Satz zu sagen, und dann nochmal 5 Minuten um die Geste mit der Hand parallel zum Sprechen hinzubekommen. Oskar-Worthy. Läuft für dich. Dann schnell Hugs für die Lady und Fistbump für den Bro – so läuft das im Szene-Ghetto und die Reifen, Du: SHHHH! Ich wähne mich mittlerweile seit Minuten in nem Erklärfilm der AOK oder ähnlichem. Alles ist so blutleer geschauspielert und gescripted, das es mich vollkommen ratlos macht. Meine Gewalt wäre in diesem Fall fast schon ein Friedensangebot an euch.

    Kommen wir nun fast zum Schluss noch schnell zu ein paar meiner „Wie nennt man das Gegenteil von Highlights?“, die beweisen, dass ihr die kulturelle Kiez-Black Box seid:

    1)
    Ach ja klar: James legt im Charles auf -wie konnte ich das vergessen, dabei steh ich doch auf der GL. Kein Bock aber Gästeliste. Egal, ich lass das jetzt so. Juter Beutel und so. Ihr wisst nä.

    2)
    Wie findest Du meine komplett normalen Reifen weil die hab ich von nem Freund von nem Freund von nem Freund und im Drehbuch deiner Fantasie sollten das bestimmt mal deepe Fixie-Rims werden, aber Production Value und weisst Du ja selbst wie das so is. Guerila Filmmaking könnte man an dieser Stelle auch noch droppen. #tippdestages

    3)
    Hey, für ohne Kohle Blog Entrys maken: Auch hier wieder HAARSCHARF ins Berliner Arbeits-Schwarz getroffen

    4)
    „Is halt gerad schwierig alles“ Ja, find ich auch. Vor allem das mit dem Zuendegucken.

    5)
    An dieser Stelle erfahren wir dann auch endlich warum einer der beiden Unterernährten unterernährt ist: Keine Kohle trotz Omas Zehners. MISTE!

    6)
    Medienwelt: Voll schwer reinzukommen, ja really: Find ich überhaupt nicht und Ihr seit es doch schon. Macbook + Kamera + keine Idee=Fertig! Das was ihr da verbrochen habt, teilen jetzt noch „Mit Vergnüngen“ und „Im Gegenteil“ und „Ask Helmut“ und dann wart noch 3 Wochen und schon: Ab mit euch in irgendeine austauschbare RTL2 Redaktion. Wird gut! Dont worry be happy.

    7)
    „Ich weiss überhaupt nicht wohin und welche Richtung und so.“ Merkt man beim Zugucken.

    8)
    Irgendwie bin ich schon unruhig auf meinem Eames-Chair hin- und hergerutscht, weil das Trendthema Lifestyle-Veganismus noch gar nicht gedropped wurde, aber dannn… wurde es das: Zack! Tut mir leid, aber ich lese einfach mental euren Billig-Brainstorming Zettel mit allen Klischees mit. Den habt ihr quasi mental offen aufm Cafe-Tisch liegen lassen.

    9)
    „zu wenig Nicolas Cage Filme geschaut“? Habt ihr so nen einarmigen Banditen den ihr anwerft, damit der euch 100% wahllos generierte Wannabe-Kultur & Pop-Referenzen ausspukt?

    10)
    „wenn man in der Welt der Erwachsenen mitspielen will.“ Es wird sich nicht gescheut konsequent fremdschämende Sätze rauszuballern, die einem die Lifestyle-Haare zu Kreuzberge stehen lassen. Na, kam fast ran, oder?

    11) „Jaja, wir sind schon ne Generation von Spiessern“ – ja seit ihr leider wirklich.

    12) „Ich habs mir ganz anders vorgestellt, einfach besser“. Ich habs mir leider überhaupt nicht anders vorgestellt. Und garantiert nicht besser.

    Fazit:
    Eure Serie ist alles andere als ne „Original-Pressung“ und bei „Size Zero“ denk ich erstmal an euer Talent als Medienschaffende. Bzw. Warum macht ihr das eigentlich? Ihr habt doch schliesslich überhaupt gar nichts zu erzählen, ausser die Wirklichkeit lauwarm aufzubrühen. Hört doch einfach auf damit. Nehmt euch euer Schlauchboot, sauft darin Mate im Kanal und danach evtl auch noch ab. Dann wäre doch alles gut. Für alle. Ihr seid nicht „The Office“, noch „Little Britain, noch „Girls“, das is alles was anderes, das is das was die Erwachsenen machen und Gleichaltrige die fitter sind als ihr. Ich kletter ja auch nicht im Weserstadion über die Absperrung und kicke ne Runde mit. Merksu? Das interessanteste an der Folge war, dass man kurz die Tierarztpraxis von unserem Hund sehen konnte. Danke dafür. Ich hoffe ihr könnt das soweit nachvollziehen, ansonsten können wir das gerne auch später „nochmal bei nem Radler diskutieren“. Keine Sorge, das war rhetorisch, ich rede mit euch kein Wort. Also: Bleibt doch einfach die Agentur Lappen die ihr seid, und setzt euch eure schmalen Ärsche da platt wo es alle (in diesem Fall: mich) weniger nervt. Niemand in dieser Stadt, Strasse, Land, Welt braucht nen um Jahre verspäteten weiteren Myspace Candy Girls Klon. Nichtmal 18-jährige aus Wanne Eikel oder wie das heisst.

    Gute Besserung mir. Danke.

  2. suzee Says:

    oh schade, hab ich mir nach der beschreibung hier besser vorgestellt. passiert ja kaum was, nur gerede, was den leuten in den mund geschoben scheint. zu klischeemäßig und starr. und nicht gerade gut gespielt.

  3. suzee Says:

    aber die musike ist gut ausgewählt!

  4. Hici Says:

    Die Props gehen an Hendrik!!!!!!!!!!!!!!! Ganz im Ernst, Leute…die Soap is richtig reudig.

  5. webpage Says:

    Magnificent web site. Lots of useful information here.

    I’m sending it to some friends ans also sharing in delicious.
    And of course, thank you on your sweat!

  6. sarkastischeshusten Says:

    Mit Langeweile kennt sich der Henrik ja aus. Was hätte man in der Zeit, in der dieser Rant entstanden ist, alles machen können. In seinem Falle wohl “Toto & Harry” zu gucken, mit dessen Schnitttechnik kennt er sich ja ebenfalls gut aus. :3

  7. Lucas Says:

    Danke Hendrik das war die beste Rezension die ich in meinem ganzen Leben gelesen habe! Treffend und auf den Punkt, in angemessener länge. Danke Danke Danke ! (Und um Welten lustiger und unterhaltsamer als diese “Serie”)

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