Berlin, du hast es wieder getan. Du beschenkst uns mit einer Serie neuer Musikvideos, die genauso cool sind wie dein Ruf. Wir haben für euch 10 unkonventionelle und brandneue Musikvideos von Künstlern aus Berlin ausgesucht, die ihr unbedingt gesehen haben müsst um zu verstehen, wie sich die Musikszene in Berlin in den letzten Jahren verändert und weiterentwickelt hat.

 

Lotic – Hunted

Anders, irritierend und überraschend – Die Musik des amerikanischen DJs J’Kerian Morgan aka. Lotic. Er mag es sich in seinen Klängen zu verpacken und verschmilzt so förmlich mit seiner Musik. Lotic studierte elektronische Musik und zog anschließend nach Berlin, wo er seine Kunst verfeinerte. Heute teilt er sie gerne, so wie er sich am wohlsten fühlt, in bauchfreien Top und mit gemachten Nägel mit dem Nachtleben Berlins.

Poison Arrow – If You Don’t Love Me (I’ll Cut Your Face)

Die Berliner DJane Natalia Escobar ist euch vielleicht bereits aus ihren Sets im OHM oder im Club der Visionaire bekannt. Jetzt hat das Projekt Poison Arrow kreiert, produziert von Konrad Black. Ihre erste Single “If You Don’t Love Me (I’ll Cut Your Face)” gilt als Hommage an Las Hermanitas Calle, eine Gruppe kolumbianischer Frauen, die sich in ihrem Land mit den Widrigkeiten der dortigen sexistischen Denke auseinander setzten.

 

Milliarden – Berlin

Die Berliner Rockband „Milliarden“ entstand 2013 aus dem Zusammentreffen der Sänger Ben Hartmann mit dem Pianisten Johannes Aue. Ihre Musik wird als eine Mischung aus Indie-Pop und Retro-Deutschrock beschrieben und hat bereits zahlreiche begeisterte Anhänger gefunden.

 

Mikey – Paths

Der aus Australien stammende Songwriter Mikey Woodbridge dringt mit seinem Track „Paths“ zu tief verwurzelte Emotionen vor. Das Musikvideo seiner eindringlich intensiven Single verbindet die Erforschung von Geschlecht, Sexualität und den Ausdruck von Emotionen durch Bewegung.

 

Lion Sphere – Keep Dreaming

Lasst euch mit dem Musikvideo von Lions Sphere zu ihrer Single „Keep Dreaming“ aus ihrem Debütalbum „A moving Sun“ durch weiche summervibes einlullen. Der besondere Klang der vierköpfigen Gruppe entsteht durch das Zusammenspiel des musikalischen und kulturellen Hintergrunds der Mitglieder.

 

Lea Porcelain – Can I Really Decide

In ihrem Musikvideo zu der Single „Can I Really Decide“ lasst ihr euch von Lea Porcelain auf ihren Motorrädern auf eine 4-minütige Fahrt durch das schöne Marokko mitnehmen. Das Postpunk-Duo aus Berlin machte den Track zu ihrer dritten Single aus ihrem Album „Hymns To The Night“ – wir lieben ihren nostalgischen 90s Sound!

 

SADO OPERA – You Make Me … Ah!

Die queere und russische Musikgruppe SADO OPERA erfreut uns mit ihrem Musikvideo zu „You Make Me..Ah!“ mit ihrer theatralischen Aufmachung. Dabei lassen sie die ikonischen Kunstszenen von Gustav Klimts „Der Kuss“ (1908) und Magrittes „Die Liebenden“ (1928) verschmelzen. Beide werden neu positioniert, um die begrenzenden Kräfte der heteronormativen Romanze hervorzuheben.

 

HYENAZ – Proximity

Der in Berlin lebende Klangkünstler HYENAZ fesselt uns mit organischem Techno, der sich in exzessive Bilder von Begierde übersetzt, welche die visuelle Energie von „Proximity“ erklären. Abgesehen von seiner visuellen Arbeit im Video hat HYENAZ mit der Intensität seiner Klänge ein wirklich tolles Musikstück geschaffen.

 

Olmo Rosenthal – Malakoff Kowalski

Der Wahl-Berliner Malakoff Kowalski bewegt uns mit seiner Klavier-Single „Olmo Rosenthal“ aus seinem ersten Album „Mein erstes Klavier“ mit ruhiger Eindringlichkeit. Am Klavier sitzend, allein im großen Schinkelsaal und in schwarz-weiß wie aus einer anderen Zeit.

 

Catnapp – Fade

Catnapp verbindet R&B, Rap, Breakbeat, Pop und andere Genres, was eine intensive und manchmal nostalgische Atmosphäre herbeiführt. Das Musikvideo der in Berlin lebenden und in Argentinien geborenen Künstlerin zieht uns dabei mit seinen flüssigen Bewegungen und grellem Farbspiel in seinen Bann.

Read this article in English.