Berlin und – ich geb es offen zu – Don Draper haben dazu beigetragen, dass ich mich für Cocktails interessiere und es gibt hier so viele gute Bars und Barkeeper, die den Gaumen entzücken, wenn er mal nach experimentellerem als Wein oder Longdrink verlangt.

Es gibt aber Abende, da will ich gar nicht in eine Bar. Da möchte ich zuhause ein bisschen schütteln oder rühren und mir höchst selbst einen guten Drink zaubern. Meist scheitert dieses Vorhaben daran, dass ich weder spritzige Ideen für gute Drinks habe noch literweise Zutaten für einen Drink kaufen will, die dann im Regal verstauben.

Das Berliner Start-Up Drink Syndikat löst nun all meine Probleme auf einen Schlag! Monatlich stellt Drink-Experte und Gründer Erik Pfauth eine Box mit hochwertigen Zutaten für sechs Drinks zusammen, die man sich direkt nach Hause bestellen kann. Mit dabei sind zwei Rezepte und ein kleines Handbuch, das zusätzlich über die Herkunft der Drinks und der Spirituosen informiert.

Ich habe mit Erik über sein Business und die besten Bars in Berlin gesprochen…

Eriks Mama ist Wein- und Spirituosen-Verkäuferin und so hat er das Interesse für hochwertige Drinks quasi mit der Muttermilch aufgesogen. Gin war seine erste Liebe, erzählt Erik mir am Telefon, aber irgendwann hatte er genug von Gin und Tonic und wollte kreativer trinken. So entstand die Idee für Drink Syndikat und weil Erik schon länger den Wunsch nach selbständigem Arbeiten hatte, schmiss er seinen Job hin und verbringt seine Tage nun mit Rezeptrecherche, dem Abfüllen der kleinen Flaschen und allem, was beim Drink Syndikat eben so anfällt.

Im Dezember hat er die ersten Boxen verschickt und freut sich, dass großes Interesse an seiner Idee besteht. Drink Syndikat trotzt der Vorstellung, dass es nicht möglich ist, zuhause ohne riesigen Aufwand richtig gute Cocktails zu machen. „Klar, kostet es Zeit zu recherchieren, was man mixen kann und dann Zutaten zu besorgen, aber genau das übernimmt Drink Syndikat.“ So muss man zuhause nur noch den Anweisungen im Handbuch folgen, ein paar Eiswürfel und evtl. frische Frucht hinzufügen und schwupps hat man einen barreifen Drink.

Die Zutaten für zwei unterschiedliche Rezepte sind in jeder Monatsbox enthalten und Erik versucht möglichst kreativ mit diesen umzugehen. „Ich will auch an Klassiker erinnern, versuche aber immer eine moderne Akzentuierung.“ Außerdem sind die kleinen Fläschchen in der Drink Syndikat Box meist nicht mit Standard-Spirituosen gefüllt, die man in jeder Bar bekommt, sondern häufig etwas besonderes, teils auch regionales.

„Mir ist es wichtig, dass es ein ganzheitliches Genießen ist,“ sagt Erik und so erzählt das Handbuch in jeder Box die Geschichte der Rezepte, der Drinks und der Zutaten. „Eigentlich ist es wie ein kleiner Cocktail-Kurs. Wenn man ein Abo bei uns hat, bekommt man einen Einblick in die Welt der Drinks und hoffentlich auch das Gefühl, dass es gar nicht so schwierig ist.“

Wo ich den Kenner schon mal an der Strippe habe, will ich natürlich zum Schluss noch wissen, wo es in Berlin die besten Drinks gibt und Erik verrät mir gleich seine Faustregel: „Wenn Du hinter der Bar einige schöne Flaschen mit unterschiedlichen Cocktail-Bitters entdeckst, bist du meist richtig.“ Und konkreter: „Ich mag die Brügge Bar am Kottbusser Damm, das Limonadier im Bergmannkiez, das Green Door am Winterfeldplatz oder die Apotheke am Mariannenplatz – die machen sogar ihr eigenes Tonic Water. Ein toller Laden ist auch das Rum Trader in Wilmersdorf. Dort muss man klopfen und falls einer der wenigen Plätze noch frei ist, wird man von einem Herrn in Fliege zum Platz geleitet, das war jedenfalls mein Erlebnis und die Drinks dort sind spitze.“

Bleibt nur noch die Qual der Wahl. Gemütlich auf der Couch oder raus in die weite Berliner Welt?

Bestellen kann man Eriks Drink Syndikat Boxen einzeln oder im Abo über die Website!

PROST!

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Lia
by
on Februar 5th, 2015
in Bars, City Guide, Produkte