High Deck Siedlung, Neukölln

Erstmal eine kleine Entschuldigung vorweg: Sorry, dass ich das leidige Thema Mietpreise in Berlin hier anbringe. Aber nachdem gestern die sogenannte Miet-Map hier die Runde gemacht hab, hatte ich so ein kleines böses Erwachen über die Realität der aktuellen Situation in Berlin. Sowohl Claudio als auch ich haben Mietverträge, die mehr als 10 Jahre alt sind, so mussten wir uns eher wenig mit dem Thema rumplagen. Aber wie es diese Miet-Map zeigt, zahlen Neumieter in unseren Gegenden so ca. 50% mehr als wir. Das ist schon ein harter Anstieg.

Dennoch hat Berlin den Ruf, eine günstige Stadt zu sein. Die Zahlen in der Karte beweisen da größtenteils anderes, aber gibt es sie noch, die günstigen Mieten? Wir schauen mal genauer hin…

map via Immoscout24

Die Karte zeigt durchschnittliche Kaltmieten für 70qm Zweiraumwohnungen in den Gegenden der jeweiligen Ubahnstationen. Die Werte beziehen sich auf Neuvermietungen, das heißt alte Bestandsmieten sind da nicht mit einberechnet, hier geht es also nicht um den Mietspiegel.

Es überrascht wenig, dass die Mieten im zentralen Mitte, sowie im Grundewald und Dahlem am höchsten sind. Aber auch die angesagten Bezirke Kreuzberg und Neukölln haben ein paar teure Gegenden wie Schlesisches Tor und Südstern. Interessant finde ich, dass Neukölln nicht viel teurer zu sein scheint als der angeblich so teure Prenzlauer Berg.

Aber wo sind sie nun, die billigen Mieten? Gibt es die überhaupt noch? Ja! Aber man muss dafür schon ganz schön weit in den Osten ziehen. In Hellersdorf und Mahlsdorf zahl man bis zu einem Drittel von den teuren Mieten in Mitte. Tja, vielleicht ist das ja der zukünftige Place to Be? Auf Instagram sind Plattenbauten ja ohnehin schon der große Hit.

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Frank by
on Januar 6th, 2016
updated on Januar 7th, 2016
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