Kunst, Glaube & Tod: Berlin’s Ungewöhnliche Kirchen & Krematorien

St. Agnes

Berlin ist eine Stadt voller Überraschungen. Für Neuankömmlinge kann das manchmal auch zu kleinen Schockmomenten führen, bis man sich eben an die ein oder andere Besonderheit gewöhnt. Dazu gehört unter anderem auch, wie Berlin mit eigentlich unantastbaren Orten des Glaubens und des Todes wie Kirchen, Friedhöfe und Krematorien umgeht. Ohne dabei respektlos gegenüber der Religion oder den Toden gegenüber finden sich hier einige solcher Gebäude wieder, die einen neuen, ganz anderen Nutzen gefunden haben. So gibt es Kirchen und Krematorien, die als Veranstaltungsorte vermietet werden, oder gar zu Galerien umfunktioniert werden. Auf der anderen Seite gibt es auch solche Kirchen und Krematorien, die zwar auch als solche genutzt werden, aber als hochmoderne Neubauten fast wie Kunstwerke an sich aussehen. In einem kleinen Guide möchten wir euch ein paar dieser besonderen Gebäude vorstellen. Im englischen Teil etwas ausführlicher…

Die Kapelle des Dorotheenstädtischen Friedhofes wird zu besonderen Terminen in das Licht einer Installation des berühmten Künstlers James Turrell eingetaucht. Termine gibt es hier.

Installationsdetail James Turrell in Berlin, photo 1 / 2: mangtronix / CC

Das erste Krematorium im Wedding wurde 1911 gebaut und bis Anfang der 2000er betrieben. Nun behaust die SAVVY contemporary gallery einen Nebenbau und das Hauptgebäude mit dem neuen Namen Silent Green dient als Eventraum. Darin befinden sich auch Büros und das Restaurant Marss mit direktem Blick auf den Friedhof.

Silent Green, photo: iHeartBerlin

Das Krematorium Baumschulenweg der Architekten Axel Schultes und Charlotte Frank ist immer noch als solches im Einsatz, durch seine imposante Bauweise dient es aber auch als beliebtes Fotomotiv und Ausflugsziel.

Krematorium Baumschulenweg, photo: steffimarla

St. Agnes war einst eine katholische Kirche im Brutalismus Stil. Seit 2015 ist sie im Besitz des Galeristen Johann König der dort zeitgenössische Kunst zeigt.

St. Agnes / Johan König Galerie, photo: alexberlinetta

An der Stelle dieser Kapelle stand einst eine evangelische Kirche, die im Zuge des Mauerbaus abgerissen wurde. Die Kapelle der Versöhnung dient als Erinnerung an diese Kirche und die Teilung der Stadt.

Versöhnungskirche, photo: nomadic_by_choice

Stella by Stella
on Juni 13th, 2017
updated on Juni 14th, 2017
in Kunst, Stories
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