Die Berliner Gastro-Szene sehnt sich nach Frauen-Power. Es ist augenscheinlich kein Geheimnis, dass unsere Gastronomie überwiegend von männlichen Akteuren dominiert wird. Wir wollen natürlich nicht mit Fingern zeigen á la „nur Männer in der Gastro hier!“, sondern lieber den Fokus auf die Frauen der Branche rücken. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, euch begabte Köchinnen der Berliner Restaurant-Szene vorzustellen, bei denen jeder von euch einmal in den Genuss kommen sollte, Gast zu sein!

photo: Jeffrey Gurwin

Sophia Hoffmann

Die vegane Koch- und Food-Aktivistin Sophia Hoffmann ist wahrlich ein Hansdampf in allen Gassen. Durch ihren journalistischen Hintergrund in Kombination mit ihrer Leidenschaft für veganes Kochen entstand 2011 ihr erster veganer Blog, der den Beginn ihrer kulinarischen Karriere begründen soll. Kurz darauf gründete Sophia ihren eigenen Catering-Service und rief Pop-up-Dinner, Events und Kochkurse ins Leben. Innerhalb ihrer Fangemeinde ist sie für ihre ganz natürliche, bunte und spielerische Auswahl an Speisen bekannt. Ihre roten, schwarzen, violetten und grünen Brot- und Pastasorten sind zu ihrem Markenzeichen geworden! Heute ist sie Autorin von zwei veganen Kochbüchern und betreibt erfolgreich ihren eigenen Podcast „Vegan Queens“. Nebenbei setzt sich Sophia als aktives Mitglied im Feminist Food Club ein, einem weiblichen Gastronomienetzwerk mit Sitz in Berlin. Sophia hat sich ausserdem zum Ziel gesetzt, durch Zero Waste Cooking-Workshops das Bewusstsein für die aktuelle Lebensmittelverschwendung zu erhöhen und widmet ihr nächstes Kochbuch ebenfalls der No-Foodwaste-Bewegung. Für die Zukunft spielt Sophia mit dem Gedanken, ihr eigenes Restaurant zu eröffnen!

 

oooo

Foto:  Jaque Attaque

Shani Ahiel

Die israelische Köchin Shani Ahiel wuchs in einer kleinen Stadt in der Nähe von Tel Aviv auf, die sie 2014 wegen eines Krieges verlies. Die Liebe zum Kochen liegt in ihrer Familie. Sie genießt es, einfache Gerichte mit leckeren, aber simplen Zutaten wie gutem Olivenöl und frischem Gemüse zu machen. Nachdem sie sich in Berlin niedergelassen hatte, inspirierte sie die Lust der Berliner auf neue kulinarische Erlebnisse und so eröffnete sie ihr eigenes Restaurant namens Yafo, das jeden Aspekt ihrer lebendigen und farbenfrohen Persönlichkeit widerspiegelt. Yafo bedeutet tolles, frisches Essen und eine stimmungsvolle Bar mit cooler Musik, um deine Freunde zu treffen. Mitte der Jahres 2018 plant Shani ein weiteres Restaurant in Kreuzberg zu eröffnen. Shishi soll es heißen und euch mit tollem isrealischen Streetfood in einer eleganten Atmosphäre versorgen.

Shani liegt die Zukunft von Frauen in der Gastroszene sehr am Herzen. Daher wird sie auf der Konferenz Frauenforum-Foodservice über Frauen in der Gastronomie über die Notwendigkeit von Frauen in dem Feld sprechen, dass sie mehr wagen sollen und erkennen müssen, dass sie in diesem Bereich dringend  gebraucht werden.

oo

oo

Dalad Kambhu

Dalad wuchs teils in Bangkok, teils in New York auf und fühlt sich seither in beiden Städten zu Hause. Der Entschluss nach Berlin zu ziehen entstand aus der Möglichkeit heraus, die sich ihr hier bot, ihr eigenes thailändisches Restaurant zu eröffnen. Ihre Zeit in New York inspirierte sie mit dem Kochen anzufangen, um jene Gerichte zu kreieren, die sie von zu Hause vermisste. Heute zaubert sie in ihrem Restaurant Kin Dee wahnsinnig leckere thailändische Gerichte, mit selbst gemachten Pasten, frischem Gemüse und nur Bio-Fleisch. Dalad ist begeistert von der weiblichen Gemeinde an Köchinnen in Berlin, dass sie immer weiter wächst und Dalad selbst Teil des Wachstums ist. In Zukunft freut sie sich auf die Zusammenarbeit mit mehr inspirierenden Küchenchefs in Berlin und plant weitere Dinner-Events bei Kin Dee, um die weibliche Kochszene weiter zusammen zu bringen.

oo

oo

Daeng Khamlao

Daeng wurde in Bangkok geboren und zog im Alter von 4 Jahren nach Deutschland. Schon früh entdeckte sie durch ihre Mutter ihre Leidenschaft fürs Kochen, als diese täglich Daengs geliebte thailändische Gerichte mit all den intensiven Aromen zu Hause mit Zutaten aus eigenem Anbau kochte. Als Daeng vor 16 Jahren nach Berlin zog, war die asiatische kulinarische Landschaft noch sehr ausbaufähig. Als Nudelenthusiast zeigt sie heute ihren Gästen, wie es in der asiatischen Küche nicht nur um gebratene Nudeln mit Gemüse geht. Mit diesem Enthusiasmus eröffnete sie ihr eigenes Restaurant The Panda Noodle und konzentrierte sich auf die Perfektionierung ihres Lieblingsgerichts: Nudeln (aller Variationen). Ob aus China, Korea, Japan oder Thailand – jeder Nudelfan findet bei Daeng und ihrem engagierten Team sein Lieblingsgericht. Für sie fühlt sich die The Panda Noodle wie ihre Küche zu Hause an, wo sie ihre Gäste besuchen, um zu plaudern und ihr Essen zu kosten. Für dieses Jahr plant Daeng in ihrem Restaurants Pop-Up Events zu veranstalten, mit einigen der besten Köchinnen aus Berlin. Bis dahin freut sie sich, euch mit frischen, fruchtige Nudelgerichten und frisch gepressten Säfte zu verwöhnen!

oo

oo

Shabnam Syed

Shabnam Syed ist in London geboren und aufgewachsen. Ihre Familie stammt aus Pakistan, wo heute ihre tiefe Leidenschaft für das Kochen verwurzelt liegt. Bevor ihre Karriere als Köchin begann, war sie etwa 10 Jahre in London als Sozialarbeiterin in Schulen tätig. Shabs Abenteuergeist trieb sie dazu an nach Berlin zu ziehen. An Berlin liebt sie besonders, dass hier alle Esskulturen geschätzt und kultiviert werden. Sie startete ihre Karriere 2015 mit einem Pop-up-Dinner, das so erfolgreich war, dass sie bald darauf in der Markthalle 9 aufgenommen wurde. Heute können Sie Shabz fantastische pakistanische Küche auf diversen Street Food Märkten und Events probieren, oder ihren Catering Service Mama Shabz buchen. Sie und ihr Team freuen sich darauf, euch mit frischen Gewürzen und Aromen aus Bio-Zutaten nach Pakistan zu verführen.

oo

oo

 

Marina Caldera

Die venezolanische Köchin Marina Caldera wuchs in Caracas auf und zog nach ihrem Masterstudium mit ihrem Ehemann nach Berlin. Durch ihre Leidenschaft und ihr Talent fürs Kochen bot ihr eine Freundin einen  bald darauf einen Essensstand auf einem Flohmarkt an. Anstatt an ihrem Stand Kuchen und Kekse anzubieten, präsentierte Marina köstliches venezolanisches Essen und spezialisierte sich dabei auf Arepas. Daraus entstand die Idee eines eigenen venezolanischen Restaurants, Kärrechos. Marina liebt die Neugierde der Berliner auf neue Geschmäcker und Gerichte, was die Philosophie Kärrechos inspirierte: Den venezolanischen Geschmack in jedem Gericht zu bewahren und dabei die Zutaten hinzuzufügen, die wir Berliner kennen und lieben. Von Arepa mit Hummus bis zu Schweinefleisch in Schwarzbier gekocht – Arepa-Liebhaber sind keine echten Arpa-Liebhaber, wenn sie nicht Marina besucht haben! Für die Zukunft plant Marina das Kärrechos Menü zu erweitern und mit neuen Geschmacksrichtungen und Texturen zu spielen, sowie neue Zubereitungstechniken zu erlernen.

Read this article in English.