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Berlin Erleuchtet in Bunten Farben: Das Festival of Lights

Das Festival of Lights fasziniert mich wirklich jedes Jahr wieder aufs Neue, besonders deshalb, weil es wie kaum ein anderer Event so dermaßen viele Leute abends mobilisiert auf die Straße zu gehen, obwohl es bei den Temperaturen zuhause auf der Couch doch so viel gemütlicher wäre. Wenn ihr auf einem der Pfade des Festivals entlang schlendert, werdet ihr so viele andere Leute treffen, die herumlaufen und die vielen Lichtkunstprojektionen in der ganzen Stadt erkunden. Es fühlt sich an, als ob die Nacht zum Tag wird.

Bis zum 14. Oktober jeden Abend von 19-23 Uhr könnt ihr an verschiedenen Gebäuden der Stadt, wie dem Fernsehturm, dem Humboldt Forum, dem Berliner Dom und dem Brandenburger Tor unzählige Projektionen entdecken – viele davon auch mit aufwändigen Mappings, die die Architektur und Details der Gebäude aufgreifen.

Das diesjährige Highlight ist sicherlich die Show am Brandenburger Tor, die den kulturellen Austausch Berlins mit dem Rest der Welt visualisiert und die 4. Weltmeisterschaft des Video-Mapping am mittleren Turm am Potsdamer Platz zeigt. Zum ersten Mal sind wir auch mit dem Lift hoch zum Panorama Punkt gefahren, um alles von oben zu sehen. Wirklich empfehlenswert (und bis 21 Uhr für die Dauer des Festivals geöffnet). Hier ein paar Impressionen des diesjährigen Festival of Lights.

Frank by
on Oktober 9th, 2018
in Kunst, Events

Auf Tuchfühlung mit den Künstlern von Urban Nation

Als eines der neuesten Museen der Stadt und mit einem Fokus auf ein so junges und sich noch entwickelndes Genre hat das Team von Urban Nation, Berlins erstem permanenten Museum für zeitgenössische urbane Kunst und Street Art, viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Während in der ansonsten eher elitären Welt der Gegenwartskunst die Urban- und Streetart noch um Anerkennung kämpft, hat sie das breite Publikum der Kunstinteressierten und Kunstneugierigen längst angenommen – vor allem, weil diese besondere Kunstgattung auf verschiedenen Ebenen so offen und zugänglich ist.

Mit ihrem Artist-in-Residence-Programm setzt Urban Nation diesen Weg fort, Kunst, Künstler und den künstlerischen Prozess für alle Interessierten zugänglich zu machen – egal ob für Kunstsammler oder neugierige Großmütter. In Anlehnung daran, dass das Haus, in dem das Museum gebaut wurde, früher ein gewöhnliches Wohngebäude war, gibt es dort immer noch Apartments, die als Wohnstudios für die an den Residenzen beteiligten Künstler fungieren. Im Moment hat die erste Gruppe von Künstlern ihre Zeit beendet und ihre Wohnungen für die Öffentlichkeit geöffnet, um die Ergebnisse ihrer Arbeit zu zeigen. Was du betrittst, ist nicht nur eine normale Wohnung oder ein Künstlerstudio, sie sind wie kleine Kunstinstallationen, fast so, als würdest du in den Kopf des Künstlers treten. Es ist eine gute Möglichkeit, mehr über den Entstehungsprozess und die persönlichen Aspekte der Arbeiten zu erfahren. Wenn du Glück hast, dass die Künstler zum Zeitpunkt deines Besuchs anwesend sind, wirst du auch mit ihnen über ihre Motivationen, Techniken und künstlerischen Visionen sprechen können.

Frank by
on September 28th, 2018
in Kunst

Räume 2 – Eine Gruppenausstellung in einer Verlassenen Eisengießerei

Wenn es um Kunstausstellungen geht, hält Berlin immer wieder tolle Überraschungen bereit. Besonders zum Gallery Weekend oder der Berlin Art Week gibt es natürlich unzählige Kunstpräsentationen, die einen begeistern werden. Was ich besonders spannend finde, sind jene Ausstellungen, die an zuvor unbekannten Orten stattfinden, die an sich schon so beeindruckend sind, dass sie selbst Teil der Kunst werden.

Dies ist der Fall bei der Neuauflage des Ausstellungskonzepts Räume. Die Macher dahinter haben 2016 ein altes Versicherungsgebäude in Kreuzberg übernommen und jedem Künstler ein eigenes Zimmer gegeben. In diesem Jahr hat die Organisatorin (und ausstellende Künstlerin) Alina Mann einen beeindruckenden neuen Raum gefunden, von dem ich noch nie zuvor gehört habe, nämlich eine riesige verlassene Eisengießerei in Berlin-Reinickendorf. Dieser Raum ist nicht anders als die vielen anderen ehemaligen industriellen Gelände von Berlin, die ein zweites Leben oder vorübergehende Nutzung bekommen haben. Aber die Eisengießerei hat ihren ganz eigenen Charakter, dank der noch vorhandenen Maschinen darin und des einzigartigen und geheimnisvollen Zerfalls des Gebäudes, der eine fast mysteriöse Atmosphäre kreiert. Es macht das Entdecken der Kunst ein bisschen wie das Suchen nach den Geistern in den dunklen Ecken.

Frank by
on September 25th, 2018
in Kunst

Night Out – Ein Neuer Film über das Berliner Nachtleben

Berlins berühmt-berüchtigtes Nachtleben inspiriert immer wieder Filmemacher aus der ganzen Welt. Nach großen Hits wie „Berlin Calling“, „Victoria“ und „B-Movie“ kommt nun ein neuer Versuch, das Einzige in einem Film einzufangen, was das Markenzeichen der Stadt zu sein scheint. Mit Night Out setzt sich der griechische Regisseur und Drehbuchautor Stratos Tzitzis – mehr als in den drei vorangegangenen Beispielen – mit den lüsternen Aspekten des Nachtlebens auseinander. Das ist zumindest der Eindruck, den man vom Trailer bekommt.

Ein bunter Mix aus Charakteren wandert in der Nacht von House-Partys und Späti-Sessions, über Sex-Shop-Besuche und Straßenparaden, Tango-Sessions an der Spree und Underground-Punkkonzerten bis hin zum frivolen KitKat Club mit viel weniger Kleidung als zu Beginn der Nacht.

Frank by
on September 17th, 2018
in Filme, Party

Gordon’s Pink Gin & This Is Jane Wayne laden ein zum Pink Dinner

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Letzte Woche hatten wir das Vergnügen, an einem sehr einzigartigen und sehr rosa Dinner-Event teilzunehmen, das von den reizenden Damen von This Is Jane Wayne in Zusammenarbeit mit Gordon’s Pink Gin im charmanten Rose Garden in Mitte veranstaltet wurde. Was für uns wie ein Besuch in einem Wunderland aus rosa Köstlichkeiten und Elixieren war, kann für euch am 12. September genau das gleiche werden, wenn das Pink Dinner zum zweiten Mal stattfindet – und zwar dieses Mal offen für alle. Die Plätze sind natürlich begrenzt, ihr solltet eure Tickets also möglichst schnell hier bestellen.

Frank by
on August 31st, 2018
in Events, Essen, Mitte, Restaurants

#fernweh – Eine Antithese zur Romantik

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Heute möchten wir euch mit einer interessanten neuen Ausstellung inspireren, die derzeit im DRIVE. Volkswagen Group Forum in Berlin-Mitte zu sehen ist. Die von der aff Galerie aus Berlin kuratierte Ausstellung präsentiert die Arbeiten der drei Fotokünstler Arno Schidlowski, Jens Sundheim und Kathrin Tschirner mit den Themen Fernweh und Romantik.

Das Thema Romantik hat für mich eine ganz besondere Bedeutung, denn einer der Hauptkünstler dieser Zeit, Caspar David Friedrich, stammt aus der gleichen Stadt wie ich, Greifswald, und einige seiner Hauptwerke sind von Orten nahe meiner Heimat inspiriert. In meiner Kindheit war ich oft auf der nahegelegenen Insel Rügen, wo Friedrich die ikonischen Kreidefelsen malte – ein Naturdenkmal, das heute mehr und mehr durch natürliche Erosion verschwindet.

Frank by
on Juli 10th, 2018
in Kunst

Show Your Pride – Ein Regenbogen in meinem Haar

Show Your Pride – Ein Regenbogen in meinem Haar

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Vor ein paar Wochen wurde ich von Wella Professionals eingeladen, Teil ihrer neuen #ShowYourPride Kampagne zu werden und an einem Fotoshooting für das Blonde Magazine teilzunehmen. Es war für mich eine recht ungewöhnliche Anfrage, der ich jedoch gerne gefolgt bin, weil es mir die Möglichkeit gab, über Vielfalt und das Anderssein zu sprechen – aber auch, weil ich die Möglichkeit hatte, mich mit Regenbogenfarben in meinen Haaren für mehr Vielfalt und Akzeptanz einzusetzen. Mehr dazu im englischen Teil.

Frank by
on Juli 7th, 2018
in Stories

10 Großartige Neue Restaurants in Berlin in 2018

Jedes Jahr gibt uns Berlin so viele tolle neue Orte, um unsere Augen zum Strahlen zu bringen und unsere Bäuche mit wundervollem Essen zu füllen. Und jedes Jahr sind die Orte so vielfältig und so verschieden vom Vorjahr, dass es wirklich nie langweilig wird. In diesem Jahr servieren wir euch echtes ostdeutsches Essen, israelische Gerichte mit französischer Note, viel exquisites Fleisch und möglicherweise die beste Pizza der Stadt. Nehmt euch in eurem Kalender Platz für die nächsten Wochen und aktiviert eure sozialen Kontakte für einige Dinner-Dates, um all diese großartigen neuen Restaurants in Berlin auszuprobieren, die in den letzten 12 Monaten eröffnet wurden. Guten Appetit!

Frank by
on Juli 4th, 2018
in Charlottenburg, Friedrichshain, Kreuzberg, Mitte, Neukölln, Prenzlauer Berg, Restaurants

3 Jahre Blogfabrik & 2. Content Creation Week Party

Es ist nun schon drei Jahre her, dass iHeartBerlin Teil der Blogfabrik wurde, der Content Creator Community im Herzen von Kreuzberg. Es waren drei wunderbare Jahre und ich bin immer noch super glücklich und stolz, Teil davon zu sein, umgeben von Gleichgesinnten aus der digitalen Welt und dem großartigen Blogfabrik-Team, das uns jeden Tag unterstützt.

Am Donnerstag ging unsere zweite digitale Konferenz – die Content Creation Week – zu Ende und dies war auch der perfekte Moment, um den 3. Geburtstag dieses einzigartigen Ortes zu feiern. Wir waren wirklich glücklich, dass so viele von euch gekommen sind, um mit uns zu trinken und die Nacht durchzutanzen. Ein besonderes Dankeschön an das Party-Baby, das am frühen Abend kam, um das Eis auf der Tanzfläche zu brechen. Wir können ihn schon förmlich als zukünftigen Berghain-Stammgast sehen …

Frank by
on Juni 23rd, 2018
in Party, Fotos

Requiem for a Piece of Meat: Wenn Theater dich zum Veganer macht

Was ist der Unterschied zwischen dem Fleisch an unseren Knochen und dem Fleisch auf unseren Tellern? Gibt es wirklich einen? Warum sieht unser Gehirn eher ein paar übergroße Fake-Würstchen als „Fleisch“ an, während das echte Fleisch nackt oben drauf sitzt?

Für die Recherche zu seinem preisgekrönten Stück Requiem for a Piece of Meat ging der Theatermacher Daniel Hellmann tief in die grausame Realität der Fleischproduktionsindustrie hinein. Was er dort fand, war sowohl schockierend als auch augenöffnend und machte ihn und einen Teil seines Teams zu Veganern. Die Art und Weise, wie wir Menschen ein Stück Fleisch von dem trennen, was es wirklich ist – ein abgeschnittenes Stück von einem Lebewesen, das nach einem Leben von Folter und Misshandlung gegen seinen Willen getötet wurde – ist eines der Themen, die er in seinem Stück seziert. Aber es geht weit über die Behandlung von Tieren und die Betrachtung von Fleisch als Material hinaus. Es stellt auch die Frage, wie wir schwarze Körper und weibliche Körper behandeln und wie Lust und Verlangen in unsere Assoziationen mit Fleisch eingreifen.

Nichts, was du in diesem Stück sehen wirst, ist für den Schockeffekt gemacht – in der Tat sind die Realitäten der Dinge, die in dem Stück dargestellt werden, weitaus schockierender. Für einige Theater war die Produktion jedoch zu extrem und wurde zensiert und sogar gestrichen. Zum Glück sind die Berliner Theaterleute nicht so dünnhäutig, so dass wir heute Abend die Deutschlandpremiere im Ballhaus Ost mit weiteren Vorführungen an den folgenden Tagen genießen können. Einige Eindrücke und Details unten.

Frank by
on Juni 21st, 2018
in Theater