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Die 5 Elemente der Chinesische Küche in Berlin entdecken

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Fotos: Jacob Schickler

Manche fahren um die halbe Welt um ein Schatz an Erinnerungen zu sammeln. Ich brauche nur ein Wochenende in Berlin in all seiner Vielfalt zu erfahren um mit einem Gepäck voller Sinneseindrücke am Sonntagabend im Bett zu liegen, nachdenklich und glücklich zu gleich an einem einzigen Ort so viele verschiedene Dinge erleben zu dürfen.

Vor kurzem durfte ich zum Beispiel die Sinnlichkeit und Raffinesse der chinesischen Küche erleben in einem kleinem Pop-Up Restaurant im Prenzlauer Berg. Zu verdanken habe ich das ganze meinem Freund Jakob Schickler, der nach vielen Jahren in China nun seine Zelte in Berlin aufgeschlagen hat. In seinem Pop-Up Restaurant That Woo durfte ich eine kleine Gaumen-Reise erleben, die ich nun euch wärmstens empfehle.

Mehr zu meiner persönlichen Erfahrung lest ihr im englischen Teil des Artikels. Reservieren könnt ihr für das nächste That Woo diesen Sonntag, den 2. April hier.

Claudio by Claudio
on März 28th, 2017
in Restaurants

Eine mysteriöse, brennende Laterne in Kreuzberg

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Eine brennende Laterne in Kreuzberg. Still und ungewöhnlich einsam flackert sie so vor sich hin. Direkt am Dreiländereck. Man denkt kurz an Vandalismus, aber dafür ist das Feuer viel zu zahm und das Video viel zu ruhig. Dennoch weiß man nicht genau, was es einem sagen soll. Diese brennende Laterne in Kreuzberg, so gefilmt, dass man weder weiß ob Tag ist oder Nacht ist.

Dieses Szenario ist sehr typisch, will man schon fast meinen, für die Video-Kunst von Johannes Vogl. Mit einfachen Alltagsgegenständen und öfter mit thermodynamischer Manipulation (schlaue Wörter für Feuer) baut er Skulpturen. Installationen, die nur durch flackernde Filme festgehalten werden. Bisher auch kaum beachtet von der Öffentlichkeit, bis nicht vor kurzem Nowness eines davon entdeckte.

Mein Lieblingsvideo ist aber tatsächliche die brennende Laterne in Kreuzberg. Weil sie eben fast eine meditative Ausstrahlung auf mich hat. Überzeugt euch selbst.

Claudio by Claudio
on März 20th, 2017
in Kunst, Videos

Ein Ritual des Verschwindens – Berghain-Kunstwerk sagt Tschüs

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Piotr Nathan, The Rituals of Disappearance, Berghain, Berlin (2004), Foto: © Christine Frenzl

Ästhetische Veränderungen sind nicht selten mit Schmerz und Losslassen verbunden. Unsere Augen lieben gepflegte Gewohnheiten und genießen die wachgerufene Erinnerung durch das bereits Betrachtete.

Manchmal ist es aber an der Zei die Bilderwelt der Erinnerung und die Bilderstürme der Gegenwart zu trennen und neue visuelle Eindrücke zu sammeln. Als heute bekannt wurde das das Kunstwerk von Piotr Nathan im Eingangsbereich vom Berghain Stück für Stück, Kachel für Kachel online verkauft wird, war ich kurz traurig diesen gewohnten Anblick verabschieden zu müssen. Aufgrund des neuen Dance-Floors und der bausubstanziellen Veränderung muss das Kunstwerk weichen.

Dennoch ist es ein schönes Gefühl, zu wissen das diese Kunstwerk nicht in die Sammlung eines reichen Gentrifizierungsbaron landen wird (aber wer weiß) sondern eigentlich für erschwingliche Preise in einzelnen Fragmenten in ganz Berlin und vlt in der ganzen Welt verteilt sein wird.

Was diese Kacheln gesehen haben behalten sie wohl für sich. Aber besondere Erinnerung werden sie wohl weiterhin wachrufen bei den Menschen, die sie mal als ganzes sehen durften. Kaufen kann man das Kunstwerk in Teilen hier.

Claudio by Claudio
on März 17th, 2017
in Kunst

Im Bett mit Berlinern

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Klar fallen mir eine Menge gemütliche Orte in Berlin ein. Aber mal Hand aufs Herz. So gemütlich wie das eigene Bett, gibt es eigentlich gar nichts. Egal ob voller Krümmeln vom Cupcake, vergessenen Unterhosen vom letzten ONS oder anderen absurden Dingen, das Bett ist und bleibt das Lieblingskuschelbiotop jedes Berliners.

Wer Lust hat sein olles Ikea-Teil mal zu ersetzen mit was Feinem aus Berlin, der sollte mal bei den Jungs und Mädels von Hochflieger reinschauen. Der Sexy Bonus: Alle Bett-Modelle wurden abgelichtet mit nackten Berlinern in ihren Wohnungen. Eine richtig schöne Strecke, die ein guter Beweis ist wie gemütlich man es doch in Berlin haben kann. Vor allem im eigenen Bett.

Claudio by Claudio
on März 14th, 2017
in Produkte

Mehrwert – Ein American Diner mit einer klaren Botschaft

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Fotos: Tabea Mathern

Beginnen wir mal mit einem schockierenden Fakt: Rund 18 Millionen Tonnen Lebensmittel werden jedes Jahr in Deutschland weggeworfen. Die Auswirkungen dieser Abfälle auf unsere Wirtschaft, Politik und Umwelt ist riesig. Vermutlich ist da auch unser liebes Berlin mit seinen vielen Restaurants und Imbiss-Möglichkeiten nicht gerade eine Oase der Lebensmittelnachhaltigkeit. Ich vermute sogar das genaue Gegenteil.

Aus diesem Grund haben sich die Guerilla Architekten, Entrempo Kitchen Gallery und Tabea Mathern zusammengetan um ein einzigartiges Projekt zu schaffen. Von außen denkt man kurz man wäre im Candy-Land einer amerikanischen Fast-Food-Kette gelandet. Aber bei Mehrwert, eine einzigartige Raum-Kunst-Installation, ist alles ein bisschen anders, als man auf dem ersten Blick denkt. Alle Materialien, inklusive die Kostüme der Mitarbeiter sind aus Recyclingsprozeßen gewonnen. Auch das Essen ist mit vielen besonderen Partnern der Berliner Gastronomie entstanden und variiert von Event zu Event.

Neben den täglichen Öffnungszeiten (Mo-Fr 10:00-16:00), gibt es noch ein Dinner-Event, wo ihr vorbeischauen könnt bis zur Closing-Party am 18.3.

Claudio by Claudio
on März 10th, 2017
in Kunst, Prenzlauer Berg, Restaurants

Eine Oper des Grotesken: Don Giovanni von Herbert Fritsch

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Foto: Monica Rittershaus

Don Giovanni ist kein Kostverächter was schöne Frauen und vielleicht auch schöne Männer angeht. Wer etwas mehr über diese historische Figur aus Venedig wissen möchte, sollte sich aber die Oper von Mozart zu Gemüte führen.

In der Komischen Oper läuft zurzei einer der ungewöhnlichsten Inszenierung des bekannten Opernwerks. Der Meister des Absurden, Herbert Fritsch persönlich, hat mit der Meisterin der prächtigen Bühnenkostüme, Victoria Behr, eine Farbenschlacht des Grotesken  inszeniert. Ich bin mir sicher, dass auch wenn ihr vielleicht keine klassischen Opern-Gänger seit, ihr bei Fritsch der sonst viel in der Volksbühne inszeniert, ganz gut auf eure Kosten kommt.

Wir verlosen für den 23.3. 1×2 Tickets unter allen Kommentatoren. Mehr Fotos und die Spieldaten nach dem Klick.

Claudio by Claudio
on März 8th, 2017
in Theater

Schatzsuche nach den Lieblingsbüchern der Berliner

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Foto: Jule Müller

Welche Bücher lesen Berliner eigentlich gerne? Um sich dieser Frage zu widmen, scheint es nicht besonders sinnvoll sich an die Statistiken der großen Buchhändler zu halten. Denn wie wir alle wissen, erleiden viele Bücher das tragische Schicksal eine Geschenks. Ich wage zu behaupten das nur ein Viertel der verschenkten Bücher heutzutage noch gelesen werden. Das ändert nichts an der Tatsache das Bücher immer noch ein praktisches Geschenk sind.

Meine Freunde aus der Blogfabrik, Jacob Schickler und Judith Poznan haben sich ebenfalls dieser Frage gestellt und haben sich schnurstracks in den nächsten U-Bahn-Waggon geworfen um unschuldige Fremde, die gerade ein Buch in den Händen hielten, zu fotografieren. Rausgekommen ist eine schöne Sammlung anFotos und Geschichten, die ihr nun auf der Facebook-Page Behind Berlin Books entdecken könnt.

Wenn ihr Lust habt, die schönen Portraits auch noch analog ausgedruckt und aufgehangen zu bewundern, empfehle ich euch den Besuch der Vernissage diese Woche. Ein paar Eindrücke gibt es aber schon hier nach dem Klick.

Claudio by Claudio
on März 6th, 2017
in Stories

Dance\\\Ruption: Regelbruch statt Beinbruch beim Ballett

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Alle Fotos: Jacob Schickler

Der klassische Tanz und die Oper haben sich seit Jahrhunderten eine Aura der Exklusivität bewahrt. Sicherlich einerseits durch die extreme Hingabe, die man mitbringen muss um diese Kunstformen zu beherrschen. Aber auch durch ein klares Regelwerk und eine strenge hierarchische Struktur. Eine Hierarchie, die eben besagt das Tänzer nur tanzen sollen was ihnen der Choreograph vermittelt. Künstlerische Selbstbestimmung ist hier nicht erwünscht. Bis jetzt!

Als choreographisches Labor, welches versucht die Zukunft des klassich-zeitgenössischen Tanzes zu erforschen findet dieses Wochenende die Dance\\\Ruption statt. Eine Reihe noch nie aufgeführten Choreographien, die von Tänzern des Staatsballetts für ihre Kollegen entwickelt wurde.

Wir hatten die Chance auf eine kleine Preview, wo wir schon einen spannenden Einblick bekommen durften. Letzlich bleiben wir gespannt wie das Konzept letzendlich von den verschiedenen Tänzern umgesetzt wird. Fotos und Daten nach dem Klick.

Claudio by Claudio
on März 2nd, 2017
in Fotos, Kunst, Theater

Backstage Abenteuer bei der Berlinale 2017

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Zu keiner Jahreszeit ist die Filmindustrie in der Stadt so präsent wie während der Berlinale. Auf einmal werden alle zu Cineasten und Dokumentationsliebhaber. Den das deutschlandweit größte Festival für Filmkultur bietet vor allem einzigartige unabhängige Filme außerhalb des Mainstreams an.

Wir hatten dieses Jahr die spannende Möglichkeit, einen kleinen Blick hinter die Kulissen des Festival zu werfen. Gemeinsam mit einem der Sponsoren und vor allem kreativer Partner der Berlinale Canon, durften wir das Photostudio von Gerhard Kassner im VIP Bereich der Berlinale besuchen. Wir haben eine Menge gelernt über den Entstehungsprozess der Portraits. Spannend war zu erfahren wie Gerhard Kassner teilweise in unter einer Minute große Stars in einzigartige Bilder einfangen kann, ohne den kleinsten bisschen Stress oder Druck. Entspannt schafft er es Dank der Vollausstattung von Canon, nicht nur die Bilder alle selber zu schiessen und zu bearbeiten, sondern sogar noch den Druck selbst anzufertigen.

Beeindruckt von soviel Power in einer Person, mussten wir selber ein paar Fotos machen. Diese Eindrücke findet ihr im englischen Teil des Artikels.

Claudio by Claudio
on Februar 17th, 2017
in Filme, Fotos, TV

Christos Werk in Berlin

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© Christo, Photo: Wolfgang Volz

Die Reichtstagsverhüllung von Christo ist eine der weniger zeitgenössischen Kunstwerke, die ich noch aus meinen Kindertagen kennen. Dabei habe ich das Bild des verhüllten Gebäudes nie in Natura gesehen. Ich kann mich allerdings an eine vergilbte Fotografie erinnern, in einem etwas schrullig eingerichteten Italiener in Mitte. Dort saß ich mit meinen Eltern, die mir dann die Geschichte des Kunstwerkes erzählten.

Schade eigentlich, das Christo seine Kunstwerke niemals wiederholt und auch fast nie am gleichen Ort mehrere seiner Kunstwerk stattfinden lässt. So gerne würde ich noch erleben, wie der lebende Christo in meiner Stadt Berlin eines seiner Werke platziert und somit das Bild der Stadt für kurze Zeit drastisch verändert.

Kleiner Tröster sind zum Glück die Bücher vom Taschen Verlag über Christos Werke, wo man einen Einblick in den künstlerischen Prozeß bekommt. Heute am 13.02.2017 ist Christo selbst im Taschen Store in Berlin um sein neues Buch über die Floating Piers zu signieren. Sollte man sich nicht entgehen lassen.

Mehr Bilder aus Buch Wrapped, des Taschen Verlages findet ihr nach dem Klick.

Claudio by Claudio
on Februar 13th, 2017
in Kunst