Sasha Waltz: Rauschen – Die Maschine Kann Dich Tanzen Hören

Sasha Waltz: Rauschen – Die Maschine Kann Dich Tanzen Hören

Fotos: Olga Khristolyubova

Werden wir Menschen noch gebraucht, wenn die Maschinen die Macht übernommen haben? Oder verbringen wir unser Dasein in einer Warteschleife an Entspannungsprogrammen, mit denen uns die Computer beruhigen. Ein traumloser Schlaf, weggedröhnt aber nicht abwesend. 

Rauschen heißt die neuste Premiere von Sasha Waltz an der Volksbühne Berlin. Darin zeichnet Waltz ein dystopisches Bild einer Zukunft mit Maschinen. Sie spiegelt in ihrem Werk eine fragmentierte toxische Gesellschaft wieder, die nicht weiß wohin mit sich. Ein Ensemble was gemeinsam einsam tanzt. Und alle schauen hin. Ob sie wollen oder nicht. Denn Sasha Waltz schafft es mit wenig Mitteln eine dichte Atmosphäre und starke Bilder zu evozieren. 

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FanFic-Festival – Die queere, kuriose und ehrliche Kraft von Fan-Fiction

FanFic-Festival – Die queere, kuriose und ehrliche Kraft von Fan-Fiction

Collage: house of killing

Eine schwule Version von Harry Potter? Eine Abwandlung von Black Panther, wo der Bösewicht nicht stirbt und stattdessen weiterregiert? Oder eine Akte-X Folge, wo Agent Scully aus versehen Agent Mulder erschiesst? All dies ist möglich mit der einen Fantasy und mit der Macht von Fan-Fiction.

Anfangs als reines Netzphänomen, wo sich eine Community an Fans zusammenschliessen um kreatives Material zu erschaffen, kann Fanfiction mittlerweile als eines der umfassendsten partizipativen Schreibprojekte der Gegenwart verstanden werden. Das spannende an dieser unkonventionellen Kunstform: Sie ist anti-kapitalistisch und oftmals queer-feministisch. Weil hier kommen kreative Köpfe zusammen die sich nicht vom Mainstream vorschreiben wollen, wie eine Geschichte zu enden hat. Sie schreiben ihre eigene Version ihrer Geschichte und sind so Teil der Gegenwarstkultur.

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Cocktails in der Oper – Eine Kinonacht mit der Staatsoper Berlin

Cocktails in der Oper – Eine Kinonacht mit der Staatsoper Berlin

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Wie schmeckt die Apokalypse? Und was würde man wirklich gerne trinken am letzten Abend bevor die Welt untergeht? Ein Kelch Champagner? Oder eher ein erlesener Cocktail mit einer zarten Wildblume, die zwischen den Eiswürfeln schwimmt?

Bei unserem Event mit der Staatsoper Berlin: Cocktail & Movies wo wir den Kult-Fim Solaris gezeigt haben,  sind wir diesen Fragen auf kreativer Art und Weise nachgegangen. Mit der Expertise vom Barkeeper-Team von Russian Standard haben wir anlässlich der neusten Oper Violetter Schnee einen passenden Cocktail entwickelt: Violet Snow. Mehr Eindrücke und Gedanken zu diesem unvergesslichen Abend findet ihr im englischen Teil des Artikels.

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10 Tipps wie ihr den Winter Blues in Berlin los werdet

10 Tipps wie ihr den Winter Blues in Berlin los werdet

Die schöne Weihnachtsatmosphäre, mit all ihren Lichtern und Liedern, hat sich nun von uns verabschiedet und selbst die festliche Silvesterstimmung, mit all ihrem Glitzer und Sektexzessen ist abgeklungen. Alles was uns jetzt bleibt, ist das neue Jahr, ein Haufen ambitionierte Vorsätze und ein ziemlich düsterer Januar. Nach dem vierten Abend Netflix und Couch fiel mir letztlich die Decke auf den Kopf und ich begann mir Gedanken zu machen, was man alles schönes winterliches in Berlin machen könnte, um den Januar Blues zu vertreiben.

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Do the Right Thing: Ein vom Bauhaus inspiriertes Theaterstück

Do the Right Thing: Ein vom Bauhaus inspiriertes Theaterstück

Als ich las, dass das neue Theaterstück Do the Right Thing von Ariel Efraim Ashbel stark vom Bauhaus inspiriert war, wurde ich sofort neugierig! Ich stellte mir bereits die Reinkarnation von Oskar Schlemmers ikonischem Triadienballet vor. Und in der Tat findet man viele Referenzen in dem Stück: Kostüme, die mehr Objekte denn Kleidungsstücke sind, klare geometrische Formen, kräftige Primärfarben und das Gittermuster auf dem Boden. Genau wie Schlemmer stellt Ashbel die Normen des Theaters in Frage. Sein Stück ist so abstrakt und verwischt die Grenzen zwischen Darstellern, Objekten, Lichtern und der Bühne – alles scheint im gesamten Bild das gleiche Gewicht zu haben. Während man sich das Stück ansieht, kann man entweder die fast rituellen Bewegungsfolgen im von Farbverläufen gefüllten Raum genießen, oder versuchen, die eingebetteten Details der abstrahierten Nachricht des Titels zu entschlüsseln, die überall im Stück verstreut vorkommen. Auf jeden Fall wird man von eindrucksvoller Bildsprache und einem noch fesselnderen Live-Soundtrack von Hacklander \ Hatam.

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Gewinnt Tickets: Der Fall des Hauses Usher an der Staatsoper Berlin

Gewinnt Tickets: Der Fall des Hauses Usher an der Staatsoper Berlin

Foto: Martin Argyroglo

Diesen Oktober werden sich die Melodien des legendären französischen Komponisten Claude Debussy mit den Zeilen des amerikanischen Schriftstellers Edgar Allan Poe an der Berliner Staatsoper vermischen.

Usher ist ein ungewöhnliche und überaus sehenswerte Kammeroper inspiriert von Poes Kurzgeschichte „Der Untergang des Hauses Usher“, die Debussy sehr faszinierte. Der Komponist schaffte es jedoch nie, die Oper zu vollenden. Der belgische Komponistin Annelies Van Parys, die sich ihren Ruf als eine der innovativsten zeitgenössischen Komponisten erworben hat, gelang es, Debussys unfertiges Material bei diesem Projekt zu erhalten und daraus eine faszinierende komplette Oper zu entwickeln.

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Eine Tupperdose voll mit Bollywood – Chatsworth von Constanza Macras

Eine Tupperdose voll mit Bollywood – Chatsworth von Constanza Macras

Apartheid hat in Südafrika viele Bevölkerungsgruppe Diskriminierungen ausgesetzt. So mussten alle indisch-stämmigen in für sie vorgesehen Stadtviertel ziehen. Das bekannteste heißt Chatsworth und befindet sich in Durban.

Dieses Viertel und dessen ungewönliche Geschichte ist der inhatliche Rahmen für das neueste Stücks von Constanza Macras. Indischer Tanz und Theater vermischen sich mit zeitgenössischen Formen und Inhalten.  Mit viel Humor und Bollywood-Slapstick taucht Macras ein in ein Universum der Assimilation, Transformation und Widerstandsfähigkeit. Denn egal wie sehr man die indische Community ausgrenzen und klein halten wollte, sie ist immer noch da und schafft es ihre Identität mit Leib und Haaren zu feiern.

Nach der gestrigen Premiere gibt es diesen Sommer nur noch eine Show, und zwar heute um 17 Uhr im HAU1 als Teil des Tanz Im August Festival, dann erst wieder vom 7. bis 10. Dezember 2018. Mehr Bilder nach dem Klick.

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Portugiesische Kreative, Projekte & Orte in Berlin

Portugiesische Kreative, Projekte & Orte in Berlin

Foto: Claudia Kahnt

Berlin wäre nicht der Ort, den wir lieben, wären da nicht die internationalen Einflüsse von Expats, die die Stadt mit ihrer künstlerischen Vision immer wieder prägen. Es ist an der Zeit, die kreativen Köpfe der portugiesischen Community in Berlin hervorzuheben. Seid gespannt auf eine bunte Crew von Künstlern – Fotografen, Autoren, digitale Illustratoren, Musiker – die keine Angst davor haben, zu experimentieren und sich über die Konventionen hinaus zu wagen. Übrigens haben wir uns erkundigt nach den besten Empfehlungen, wo man portugiesischen Wein und die berühmten Pastel de Nata bekommen kann – scrollt einfach nach unten im englischen Teil!

Die Welt des Zeitgenössischen Tanzes beim Tanz im August

Die Welt des Zeitgenössischen Tanzes beim Tanz im August

Company Wayne McGregor

Das Tanz im August Festival ist zurück in seiner mittlerweile 30. Ausgabe und vereint für einen Monat die vielfältige Welt des zeitgenössischen Tanzes auf den Bühnen Berlins. Vom 10. August bis zum 2. September 2018 könnt ihr euch ein breites Spektrum des Tanzes überall in der Stadt verteilt anschauen – von internationalen Produktionen etablierter Choreographen bis hin zu Neuentdeckungen und Weltpremieren. Zusätzlich beinhaltet das Programm auch mehrere Talks und Workshops, so dass das Publikum noch viel näher in die Welt des Tanzes eintauchen kann. Wir haben für euch das umfangreiche Programm genauer angesehen und die 10 spannendsten Produktionen ausgesucht, die ihr nicht verpassen solltet. Viel Spaß beim Tanz im August!

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Requiem for a Piece of Meat: Wenn Theater dich zum Veganer macht

Requiem for a Piece of Meat: Wenn Theater dich zum Veganer macht

Was ist der Unterschied zwischen dem Fleisch an unseren Knochen und dem Fleisch auf unseren Tellern? Gibt es wirklich einen? Warum sieht unser Gehirn eher ein paar übergroße Fake-Würstchen als „Fleisch“ an, während das echte Fleisch nackt oben drauf sitzt?

Für die Recherche zu seinem preisgekrönten Stück Requiem for a Piece of Meat ging der Theatermacher Daniel Hellmann tief in die grausame Realität der Fleischproduktionsindustrie hinein. Was er dort fand, war sowohl schockierend als auch augenöffnend und machte ihn und einen Teil seines Teams zu Veganern. Die Art und Weise, wie wir Menschen ein Stück Fleisch von dem trennen, was es wirklich ist – ein abgeschnittenes Stück von einem Lebewesen, das nach einem Leben von Folter und Misshandlung gegen seinen Willen getötet wurde – ist eines der Themen, die er in seinem Stück seziert. Aber es geht weit über die Behandlung von Tieren und die Betrachtung von Fleisch als Material hinaus. Es stellt auch die Frage, wie wir schwarze Körper und weibliche Körper behandeln und wie Lust und Verlangen in unsere Assoziationen mit Fleisch eingreifen.

Nichts, was du in diesem Stück sehen wirst, ist für den Schockeffekt gemacht – in der Tat sind die Realitäten der Dinge, die in dem Stück dargestellt werden, weitaus schockierender. Für einige Theater war die Produktion jedoch zu extrem und wurde zensiert und sogar gestrichen. Zum Glück sind die Berliner Theaterleute nicht so dünnhäutig, so dass wir heute Abend die Deutschlandpremiere im Ballhaus Ost mit weiteren Vorführungen an den folgenden Tagen genießen können. Einige Eindrücke und Details unten.

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