Kunst

Es wird Nacht im Berlin der wilden Zwanziger

imagegroup

Das Berlin der wilden Zwanziger wird bis heute noch glorifiziert und gefeiert – sogar in Form von einem Second Life Video! Jetzt könnt ihr aus einem illustrierten Buch von Robert Nippoldt und Boris Pofalla erfahren, wie das Leben in der Hauptstadt damals aussah. Es geht nicht nur um das berühmte Nachtleben und Künstlern wie Marlene Dietrich, sondern auch den Alltag in der Metropole und die beunruhigenden politischen Entwicklungen. Einen kleinen Auszug aus dem Buch gibt es im Folgendem.

Am 14. Dezember 2017 gibt es auch ein Book Signing im Berliner Taschen Store!

Michalina by Michalina
on Dezember 8th, 2017
in Bücher, Kunst

Ein Holocaust Mahnmal für Björn Höcke

signal-2017-11-22-115459

Jeder Tag an dem das Zentrum für Politische Schönheit eine neue Aktion ins Leben ruft, ist ein guter Tag. Ich bin tatsächlich immer wieder beeindruckt mit welcher Intelligenz sie doch die Absurdität unserer politischen Realität spiegeln.

In ihrer neuesten Aktion haben sie Björn Höcke (Horrorclown bei der AfD) ein Holocaust Mahnmal vor die Tür gesetzt. Noch beeindruckender: In nur einem Tag haben sie beinahe 80 000 Euro gesammelt um das Mahnmal zu ermöglichen. Das kriegt keiner so schnell hin. Auch von uns also: Chapeau!

Claudio by Claudio
on November 23rd, 2017
in Kunst, Videos

Tanz im Neonwald – Memory of Dislocation

Tanz im Neonwald – Memory of Dislocation

“Mein Körper ist mein Werkzeug, um gesellschaftliche Grenzen zu überschreiten. Und er ist das Gedächtnis der Grenzen und der Grenzübertritte.”

Ein junger Mann reist durch Raum und Zeit und nimmt uns mit. Uns – wir sind die Zuschauer eines kleinen Theaters- die, die gewohnt sind, nichts zu tun. Doch wir müssen unsere passive Haltung verlassen und mit Jair Luna in seiner Perfomance im Ballhaus Naunynstraße eine Reise antreten. Vom Berliner Nachtclub zurück in die Kindheitserinnerungen in Kolumbien. Und immer wieder vorbei an den Neonlichtern einer Großstadt die strahlend verspricht, und vielleicht die Menschen, die sie beherbergt, enttäuscht.

Memory of Dislocation- Exactly the same is the opposite direction von Jair Luna ist ein sehenswertes bildgewaltiges Spiel mit der eigenen Biographie.

Claudio by Claudio
on November 17th, 2017
in Kunst, Theater

Das Mahnmal aus Bussen am Brandenburger Tor

Monument by Manaf Halbouni in Berlin 2017-9588

Wer zur Zeit dem beliebten Brandenburger Tor einen Besuch abstattet, der wird eine recht ungewöhnliche Konstruktion dort entdecken. Wie kleine Hochhäuser ragen dort 3 Busse in den Himmel empor. Die Installation versetzt die Besucher in Erstaunen. Der Künstler hinter dem Werk ist Manaf Halbouni. Bereits im Frühjahr standen seine Busse schon in Dresden, wo sie die Gemüter der rechten Szene erhitzt haben.

Doch was ist die Bedeutung der Busse? Sie sind eine Referenz an ein Foto, welches 2015 in Aleppo aufgenommen wurde, welches mittlerweile durch den Krieg zu großen Teilen zerstört ist. Auf dem Foto konnte man auch so aufgestellte Busse sehen, die zum Schutz vor Kugelfeuer dienten. Mit dem Titel “Monument” wird die Installation zum Mahnmal für den furchtbaren Krieg in Syrien. Bis zum 26. November 2017 sind die Busse noch in Berlin.

Frank by Frank
on November 15th, 2017
in Kunst

Top 10 Museen & Galerien für Zeitgenössische Kunst in Berlin

Kindl exhibition view photo Marco Funke

Unser Guide für Zeitgenössische Kunst in Berlin umfasst die wichtigsten Galerien und Museen der Stadt. Manche haben wir schon vorgestellt – zum Beispiel im Rahmen der Berlin Art Weeks oder in einem Bezirk Guide. Dieses Mal wollten wir der zeitgenössischen Kunst aber einen ganzen Artikel widmen – und es hat sich herausgestellt, dass die ganze Stadt – sowohl Mitte als auch Neukölln – sehr viel zu bieten hat.

Michalina by Michalina
on November 14th, 2017
in Galerien, Kreuzberg, Kunst, Mitte, Museums, Neukölln, Schöneberg, Tiergarten

Ist Berlin (un)männlich?

864x576x2

photo: Liam Warton

Mannsein braucht oft Raum. Raum um breitbeinig in der U Bahn dazusitzen oder auf dem Chefsessel der obersten Etagen der Dax-Konzerne. Aber in Berlin begegnet man immer wieder Männern (egal ob schwul, hetero oder bi), die keineswegs Lust haben, Teil eines Stereotypes sein zu wollen. Die gerne Platz lassen für Spielraum der Geschlechter und der Identitätskonzepte.

Genau solche Männer wurden von den vier Fotografen Annika Weertz, Joseph Barrett, Liam Warton and Phoebe Jane Barrett portraitiert. Entdeckt und miteinander ins Gespräch gebracht von der Kuratorin Laetitia Duveau von Curated by Girls stellen sie diesen Samstag ihre Werke aus unter dem Motto: New Masculinity.  Eine Männlichkeit, die nicht nur neu ist, sondern vor allem mit einer neuen Sanftheit in die Welt getragen wird. Eine Sanftheit die uns an düsteren Novembertagen hoffentlich zum Trost wird. Eine Vorschau der Ausstellung folgt.

Claudio by Claudio
on November 10th, 2017
in Kunst

Dämonische Schönheiten aus Berlin in der Metro in Paris

Vermibus in Paris by Thomas von Wittich 2

Über die fantastischen Streetart Interventionen des Berliner Künstlers Vermibus haben wir ja schon des öfteren berichtet. Für seine jüngste Serie an dämonisch verzerrten Werbeplakaten hat er sich die Pariser Metro als Leinwand ausgesucht. Die schönen Fratzen passen auch überaus gut nach Paris. Im folgenden haben wir für euch ein kleines Making-of-Video, was den Prozess verfolgt, wie die Werke entstanden sind und aufgehangen wurden. Wer die Arbeit von Vermibus gerne von Nahem sehen möchte, dem empfehlen wir die neue Soloausstellung In Absentia, die diesen Donnerstag (9. November 2017) in der Open Walls Gallery in Mitte eröffent.

Frank by Frank
on November 8th, 2017
in Kunst

VOLUME A: Diese Ausstellung solltest du nicht verpassen

Modesty-Evelyn-Bencicova

Im Kreativ-Mekka Berlin ist es leicht den Überblick darüber zu verlieren, was nun wirklich los ist in der Kunstszene. Und bevor man sich der Aufgabe stellt, sich damit auseinander zusetzen, geben die meisten – verständlicherweise – eher auf. Und weil wir es nicht ertragen können, dass ihr komplett ‘kunstlos’ durch die Gegend lauft, wollen wir euch eine Ausstellung vorstellen, die definitiv einen Besuch wert ist. Volume A findet dieses Wochenende, vom 3. bis 5. November 2017 im Colonia Nova, statt und präsentiert die Werke renommierter Künstler wie Erwin Olaf und Bruce LaBruce, kuratiert von Nicolas Simoneau, Art Director des KALTBLUT Magazins, und dem Fotografen Manuel Moncayo. Eine kleine Vorschau gibt es hier.

Andy by Andy
on November 3rd, 2017
in Kunst

Fadensturm der Gedanken: Chiharu Shiotas Lost Words

10_LOST-WORDS_Foto-Leo-Seidel-720x480

Foto: Leo Seidel

Trotz ihrer mittlerweile internationalen Karriere ist Chiharu Shiota Berlin nie untreu geworden. Die japanisch-stämmige Berliner Künstlerin erfreut uns schon seit mehreren Jahren mit ihren Installationen aus Fäden. Erst kürzlich eröffnete sie ihr neuestes Werk im Museum der Berliner Nikolaikirche.

Anlässlich von 500 Jahren Reformation verwandelt sich ihr Markenzeichen, das Spinnennetz aus schwarzen Fäden, in ein Sturm an Schriften. Heilige Schriften wohlgemerkt, in allen Sprachen dieser Welt.

Auch für nicht religiöse Menschen ist Shiotas Arbeit beeindruckend und einnehmend. Sie zeigt wie ein einfacher Gedanke, Einfluss auf die ganze Welt haben kann. Und offenbart wie alles verbunden ist, Wort für Wort, Faden für Faden. Mehr Bilder und das Entstehungsvideo nach dem Klick.

Claudio by Claudio
on November 2nd, 2017
in Kunst, Mitte

Wie man ein erfolgreicher Kreativer in Berlin wird

BORSHCH1

photo: BORSHCH

In den letzten Jahren ist Berlin zu einer Bubble für internationale aus aller Welt geworden. Bezahlbare Mieten, kreative Freiheit, und die Aura noch nicht ausgetretener Pfade sorgen dafür, dass sich heute viele eher für die deutsche Hauptstadt entscheiden, anstelle von Metropolen wie London oder New York. Und an Orten mit solch pulsierender kreativer Energie, kommen Leute zusammen, um neue, aufregende Projekte zusammen zu starten, ob in Musik, Film, Mode, oder ganz anderen Bereichen. Aber oft ist dieses “Etwas gemeinsam starten” einfacher gesagt als getan. Womit muss man also rechnen, wenn man mit seinem “Do It Youself” Projekt in Berlin loslegen will? Und welche Rolle spielt Berlin bei dem Vorhaben? Wir haben uns mit zwei “DIY” Experten getroffen, und sie nach ihren Erfahrungen gefragt.

Andy by Andy
on Oktober 12th, 2017
in Kunst, Leute, Stories