Kunst

Ist Berlin (un)männlich?

photo: Liam Warton

Mannsein braucht oft Raum. Raum um breitbeinig in der U Bahn dazusitzen oder auf dem Chefsessel der obersten Etagen der Dax-Konzerne. Aber in Berlin begegnet man immer wieder Männern (egal ob schwul, hetero oder bi), die keineswegs Lust haben, Teil eines Stereotypes sein zu wollen. Die gerne Platz lassen für Spielraum der Geschlechter und der Identitätskonzepte.

Genau solche Männer wurden von den vier Fotografen Annika Weertz, Joseph Barrett, Liam Warton and Phoebe Jane Barrett portraitiert. Entdeckt und miteinander ins Gespräch gebracht von der Kuratorin Laetitia Duveau von Curated by Girls stellen sie diesen Samstag ihre Werke aus unter dem Motto: New Masculinity.  Eine Männlichkeit, die nicht nur neu ist, sondern vor allem mit einer neuen Sanftheit in die Welt getragen wird. Eine Sanftheit die uns an düsteren Novembertagen hoffentlich zum Trost wird. Eine Vorschau der Ausstellung folgt.

Claudio by
on November 10th, 2017
in Kunst

Dämonische Schönheiten aus Berlin in der Metro in Paris

Über die fantastischen Streetart Interventionen des Berliner Künstlers Vermibus haben wir ja schon des öfteren berichtet. Für seine jüngste Serie an dämonisch verzerrten Werbeplakaten hat er sich die Pariser Metro als Leinwand ausgesucht. Die schönen Fratzen passen auch überaus gut nach Paris. Im folgenden haben wir für euch ein kleines Making-of-Video, was den Prozess verfolgt, wie die Werke entstanden sind und aufgehangen wurden. Wer die Arbeit von Vermibus gerne von Nahem sehen möchte, dem empfehlen wir die neue Soloausstellung In Absentia, die diesen Donnerstag (9. November 2017) in der Open Walls Gallery in Mitte eröffent.

Frank by
on November 8th, 2017
in Kunst

VOLUME A: Diese Ausstellung solltest du nicht verpassen

Im Kreativ-Mekka Berlin ist es leicht den Überblick darüber zu verlieren, was nun wirklich los ist in der Kunstszene. Und bevor man sich der Aufgabe stellt, sich damit auseinander zusetzen, geben die meisten – verständlicherweise – eher auf. Und weil wir es nicht ertragen können, dass ihr komplett ‚kunstlos‘ durch die Gegend lauft, wollen wir euch eine Ausstellung vorstellen, die definitiv einen Besuch wert ist. Volume A findet dieses Wochenende, vom 3. bis 5. November 2017 im Colonia Nova, statt und präsentiert die Werke renommierter Künstler wie Erwin Olaf und Bruce LaBruce, kuratiert von Nicolas Simoneau, Art Director des KALTBLUT Magazins, und dem Fotografen Manuel Moncayo. Eine kleine Vorschau gibt es hier.

Andy by
on November 3rd, 2017
in Kunst

Fadensturm der Gedanken: Chiharu Shiotas Lost Words

Foto: Leo Seidel

Trotz ihrer mittlerweile internationalen Karriere ist Chiharu Shiota Berlin nie untreu geworden. Die japanisch-stämmige Berliner Künstlerin erfreut uns schon seit mehreren Jahren mit ihren Installationen aus Fäden. Erst kürzlich eröffnete sie ihr neuestes Werk im Museum der Berliner Nikolaikirche.

Anlässlich von 500 Jahren Reformation verwandelt sich ihr Markenzeichen, das Spinnennetz aus schwarzen Fäden, in ein Sturm an Schriften. Heilige Schriften wohlgemerkt, in allen Sprachen dieser Welt.

Auch für nicht religiöse Menschen ist Shiotas Arbeit beeindruckend und einnehmend. Sie zeigt wie ein einfacher Gedanke, Einfluss auf die ganze Welt haben kann. Und offenbart wie alles verbunden ist, Wort für Wort, Faden für Faden. Mehr Bilder und das Entstehungsvideo nach dem Klick.

Claudio by
on November 2nd, 2017
in Kunst, Mitte

Wie man ein erfolgreicher Kreativer in Berlin wird

photo: BORSHCH

In den letzten Jahren ist Berlin zu einer Bubble für internationale aus aller Welt geworden. Bezahlbare Mieten, kreative Freiheit, und die Aura noch nicht ausgetretener Pfade sorgen dafür, dass sich heute viele eher für die deutsche Hauptstadt entscheiden, anstelle von Metropolen wie London oder New York. Und an Orten mit solch pulsierender kreativer Energie, kommen Leute zusammen, um neue, aufregende Projekte zusammen zu starten, ob in Musik, Film, Mode, oder ganz anderen Bereichen. Aber oft ist dieses „Etwas gemeinsam starten“ einfacher gesagt als getan. Womit muss man also rechnen, wenn man mit seinem „Do It Youself“ Projekt in Berlin loslegen will? Und welche Rolle spielt Berlin bei dem Vorhaben? Wir haben uns mit zwei „DIY“ Experten getroffen, und sie nach ihren Erfahrungen gefragt.

Andy by
on Oktober 12th, 2017
in Kunst, Leute, Stories

Das Festival of Lights – Berlin als knallbuntes Wunderland

Das Festival of Lights ist zurück! Diese Bilder haben wir alle schon einmal gesehen: Lichtinstallationen mit verrückten Mustern, Formen und Grafiken, oder knallbunte 3D Animationen, die auf Berliner Monumenten, Wahrzeichen, Straßen und Plätzen hin und her kreisen. Jedes Jahr verwandeln sich Plätze, die wir alle nur zu gut kennen, auf einmal in ein buntes Wunderland. Seit 12 Jahren werden Berlin und andere Orte auf der ganzen Welt durch das Festival of Lights einmal im Jahr zu einem visuellen Spektakel. Es ist immer wieder verrückt, wie etwas so simples wie Licht uns eigentlich so bekannten Orten komplett verwandeln kann. Obwohl diese Verwandlung teilweise auch ziemlich albern aussehen kann, wenn der Berliner Dom zum Beispiel in leuchtendem Pink erstrahlt, oder uns ein gigantischer Panda Astronaut von seiner Kuppel aus anguckt. Doch Spaß macht es auf jeden Fall. Die Animationen auf dem Berliner Dom und an einigen anderen Orten haben sogar Sound, damit ihr auch wirklich das audio-visuelle Gesamtpaket bekommt. Falls ihr letztes Jahr eure Chance verpasst habt, diese leuchtenden, überlebensgroßen Kunstwerke auf Sehenswürdigkeit wie dem Fernsehturm, der Humboldt Universität oder dem gesamten Bebel Platz zu sehen, dann habt ihr noch bis zum kommenden Sonntag die Möglichkeit dazu. Die Installationen starten jeden Abend um 19:00 Uhr und enden um 24h .

Andy by
on Oktober 11th, 2017
in Kunst, Events

Die Augen der Bewohner am Kottbusser Tor

Wer in den letzten 2 Wochen am Kottbusser Tor war, dem sind vielleicht die vielen Augen aufgefallen, die von den Balkonen des Kreuzberger Zentrums hängen. Was aussieht wie ein schönes Streetart Projekt, ist eigentlich eine Initiative die auf die Verdrängung der Bewohner des Hauses aufmerksam machen soll. Wie in so vielen Gegenden der Stadt findet auch hier die Gentrifizierung keinen Halt und das Leben vieler Anwohner ist bedroht. Für die Immobilienhaie sind Bewohner meist nur Zahlen auf Papier. Doch jeder hat ein reales Leben, eine eigene Geschichte dort. Mit den Augen bekommen diese Zahlen Gesichter, sie sollen ermahnen, jedoch auch beobachten. Niemand soll übersehen, was dort geschieht! Berlin hat ein wachsames Auge!

Frank by
on Oktober 10th, 2017
in Kunst, Leute, Stories

Das Atmende Herz – Ein Interaktives Kunstwerk aus Berlin

Fotos: Marc Gilgen

Vor kurzem wurden wir auf ein sehr spannendes neues Projekt aufmerksam gemacht, welches nicht besser zu unserem Blog passen könnte als dieses.  Die Berliner Künstlerin Johanna Keimeyer hat eine beeindruckende Herz-Installation konzipiert, in die man eintreten kann. Mithilfe von Licht, Videos, Sound und Duft wird darin das Gefühl hervorgerufen, dass man inmitten seines eigenen Herzens ist. Das Projekt wurde im Juni auf der Art Basel 2017 gezeigt. Am 15. Oktober ab 16:30 Uhr könnt ihr im Spektrum eine Doku darüber anschauen und die Künstlerin selber treffen!

Michalina by
on Oktober 6th, 2017
in Kunst

Unglaubliche Verlassene Orte in Berlin und auf der ganzen Welt

Der Berliner Fotograph Dietmar Eckell hat es sich zur Aufgabe gemacht verlassene Orte auf der ganzen Welt zu erkunden; lang vergessene Orte mit einzigartigen Geschichten. In seinem Fotobuch „Restwert“ präsentiert er diese verwunschenen Orte und Geschichten, die wir selber wahrscheinlich niemals aufspüren könnten. Im letzten Jahr hat es Eckell bis in die entlegensten Teile der Erde getrieben: Kuba, Vietnam, Ukraine… Doch trieb es ihn nicht nur auf anderen Kontinente, sondern auch ins Umland seiner Heimatstadt Berlin und mit seiner Kamera hat er so einige unbekannte, verlassene Orte eingefangen.

Andy by
on September 22nd, 2017
in Kunst, Fotos

Eine Vorschau des Urban Nation Street Art Museums

In Sachen Museen hat Berlin ja einiges zu bieten, es gibt sogar eine ganze Insel voller Museen hier, aber die sind nur ein Bruchteil von allen in der Stadt. Was so ein bisschen fehlte war ein Museum, was sich auch mit junger, urbaner Kunst auseinander setzt. Immerhin haben sich mit diesem Genre ganze Messen und Gallerien beschäftigt, warum nicht auch ein Museum? Berlin macht mit dem Urban Nation Museum nun den Anfang und eröffnet das erste Street Art Museum Deutschlands. Hier werden Künstler gezeigt, die man sonst nur auf Häusewänden und auf den Straßen findet. Yasha Young, die das Projekt initiierte, hat bereits seit 2013 viele der neuen Streetart Wandbilder an den Häusern Berlins organisiert und sich somit ein großes Netzwerk erschaffen. Ihre Arbeit kulminiert nun mit der Eröffnung des Urban Nation Museums am 16. September ab 19 Uhr in der Bülowstraße 7. Kommt auf jeden Fall vorbei, es wird auch ein großes Nachbarschaftsfest in der Straße geben. Im folgenden eine kleine Vorschau auf das Museum…

Frank by
on September 15th, 2017
in Kunst, Galerien, Museums, Schöneberg