Stories

Freitag Nacht erhalte ich folgende SMS von meinem Mitbewohner: Was ist Mainstream heute? Hinter dieser philosopisch anmutenden Frage steckte die verschlüsselte Nachricht: Welcher Club beherbergt heute Nacht eine Mainstream-Party, auf der ich und meine normalen Studenten-Freunde hingehen können und Spaß haben werden.
Ich musste feststellen, ich hab gar keine Ahnung. Ich weiß nicht wo Mainstream-Partys stattfinden, viel weniger weiß ich, wo gute Mainstream-Partys stattfinden und am allerwenigsten weiß ich, was so eine Mainstream-Party eigentlich ist. Also keine Prollparty. Selbst da weiß ich im Großen und Ganzen Bescheid. Aber wo geht die Masse der Menschen am Freitagabend feiern? Was ist der gemeinsame Nenner, auf den sich die meisten Bewohner dieser Stadt einigen können? Ich weiß es nicht.
by Claudio
on Oktober 26th, 2010
in Berlinstorys, Stories
6 Comments

Irrenhaus Berlin – 5. Therapiestunde
Berlin – meine Savannefantasie für die Zukunft. Die gentrifizierende Wüste frisst sich durch die Stadtteile und lässt karges Land zurück. Wo einst Ateliers erblühten, dörren Dönerimbisse und Schischa-Bars. Besetzte Häuser werden von Hoteldünen erstickt. Die Oasenplätze werden knapp und die Spree muss der Media-Medina weichen. Die Unfreiheit der Wirtschaftlichkeit lässt uns dürsten und mit dem Durst kommen die Bestien. Wo und wie diese wüten und wie wir anderen dabei zuschauen, meist gleichgültig, nach dem Klick.
Read on – Weiterlesen »
by Claudio
on August 6th, 2010
in Irrenhaus Berlin, Stories
Comments Off

Die gemeinsame Kolumne die Suz und ich zur Berlin Fashion Week für BerlinFashion.TV geschrieben haben, gibt es nach dem Klick.
Read on – Weiterlesen »
by Claudio
on Juli 14th, 2010
in Mode, Stories
3 Comments

Mein neuester Lieblingsstand auf dem Flohmarkt am Boxhagener Platz ist der mit alten Comics. Und während ich gemütlich in der Sonne sitze und mir die Abenteuer von den amerikanischen Superhelden der 90er durchlese, fällt mir auf, dass es keine enganliegenden Latexkostüme braucht um die Welt zu retten. Vielmehr zeichnen sich die Helden dadurch aus, dass sie immer in den richtigen Augenblicken am rechten Ort erscheinen und unserem Arsch aus der Patsche helfen. Auch wenn Berlin sicherlich nicht Gotham City ist und die Gefahren des Alltags sich einfacher bannen lassen, als dass man Batman dazu bräuchte, bin ich froh solch tolle Helden an meiner Seite zu haben. Meine ganz persönlichen Helden sind meine Freunde. Sie sind wie Clark Kent vielleicht auf den ersten Blick nicht besonders auffällig. Doch wenn man das Privileg hat, wie ich, sie näher kennenzulernen, dann weiß man um deren besonderen Fähigkeiten. Und auch wenn sie vielleicht in den Augen der oberflächlichen Berlin-Mittesnobs vielleicht kindisch oder gar verrückt erscheinen, sind sie für mich stärker als Supermann, schneller als der Flash und sexier als Catwoman. Mir ist egal, ob sie lieber billige Dolce und Gabbana Fakes tragen anstatt den hippen Acne Overall und sie ihre Haare so stylen wie Elvis Presley anstatt sich für 120 Euro bei Aveda den letzten Undercut-Haarschnitt besorgen. Für mich werden sie immer die coolsten, schicksten und witzigsten Menschen sein, mit denen ich mein Leben teilen will. Deswegen hier an dieser Stelle nochmals großen Dank dafür, dass ihr mir in letzter Zeit so oft den Hintern gerettet habt. Ich bin mir sicher, irgendwann gründen wir eine Rock-Band, tanzen alle am Broadway und retten vielleicht am Ende sogar gemeinsam die Welt.
by Claudio
on Juni 29th, 2010
in Stories
6 Comments

Foto: Shirin K. A. Winiger
Irrenhaus Berlin – 4. Therapiestunde
Für die neuen Leser unter euch, die sich wundern, was der Psycho-Onkel hier fabriziert, empfehle ich, sich die Anfänge diese Artikelreihe zu Gemüte zu führen. Dort wird genauer Sinn und Zweck des Ganzen erklärt. Alle, die sich wundern, warum auf einmal die Reihe abbrach, denen muss ich gestehen, dass mir der Geist zum Psychologisieren im Netz etwas abhanden kam, als ich soviel im echtem Leben zu psychologisieren hatte. Doch nun bin ich wieder soweit und ich habe euch ein Störungsbild mitgebracht, was nicht von schlechten Eltern ist. Warum also Schubladenritzer schlimmer sind als das wuchernde Zahnfleisch deines Pit Bulls und wie man aus der Schublade raus springt, bevor sie dich für immer in ihr hölzernes Klicheeherz einschließt, folgt nach dem Klick.
Read on – Weiterlesen »
by Claudio
on Mai 25th, 2010
in Irrenhaus Berlin, Stories
Comments Off

Foto: Lisa Wassmann
Berlin gleicht einer Sackgasse für die Liebe. Abgesehen von einigen wenigen glücklichen Pärchen beklagen sich alle über die Liebe und vor allem darüber, einfach nicht den Richtigen/die Richtige finden zu können. Manche denken gar ans Auswandern, auf dass es da besser werde. So schwer kann das doch in einer Stadt wie Berlin nicht sein, bei unzähligen Clubs, Bars, Parks und Cafes auf die Liebe zu treffen. Denkste, denn vor allem die Berliner Partywelt, die an sich genügend paarungswillige Kandidaten bereit hält, ist der Liebeskiller schlechthin. Mehr nach dem Sprung: Read on – Weiterlesen »
by Suz
on Mai 22nd, 2010
in Berlinstorys
13 Comments

Und als du eben noch geglaubt hast, der Geschlechterkampf sei ein alter Hut, tut sich eine neue globale Bewegung auf, der mehr und mehr (männliche) Anhänger folgen!
Auf Feminismus folgt Menimismus – eine Bewegung, die ein Überdenken der Rolle des Mannes in der Gesellschaft fordert. Wozu brauchen Männer überhaupt eine Bewegung? Männer können und dürfen doch alles! Die Modeindustrie verlangt nach soften Typen, Männer um die 40 spazieren mit ihren Babys stolz durch den Prenzlauer Berg und ihre arbeitenden Geschlechtsgenossen verdienen noch immer viel mehr als ihre Freundinnen.
Also was wollen diese Männer?
Read on – Weiterlesen »
by Suz
on Mai 4th, 2010
in Stories
5 Comments

Foto: moominsean
Vor nicht allzu langer Zeit habe ich euch die Aktion ein Berg für Berlin vom Architekten Jacob Tiggs vorgestellt, der damit nicht nur die Senatsverwaltung provozieren, sondern auch die Berliner auf die Ausschreibungsmisstände, die rund um das Gelände des Flughafen Tempelhofs stattfinden, aufmerksam machen wollte. Im Rahmen der jüngsten geologischen Ereignisse habe ich mich gefragt, was wäre, wenn statt dem Berg ein künstlicher Vulkan auf dem Gelände vom Flughafen Tempelhof errichtet werden würde, der die Bevölkerung Berlins durch einen Aschering vom Rest der Welt abschottet. Wieso das für viele eher ein Wunsch- als ein Horrorszenario wäre und wie man in diese Vulkanotopia überlebt nach dem Klick.
Read on – Weiterlesen »
by Claudio
on April 23rd, 2010
in Berlinstorys, Stories
Comments Off

Die vergangene Fashion Week war nicht nur für Frank wegen seinem tollem Event eine ganz besondere Zeit. Suz und ich sind auf analogem Wege unseren Lesern fremdgegangen und haben eine kleine, täglich erscheinende Kolumne unser Eigen nennen dürfen. In der Zeitung Fashion Weeks Daily konnte man unsere Ergüsse zum Modezirkus verfolgen. Für alle, die kein Exemplar ergattern konnten (und wir hatten es auch nicht immer einfach eins zu finden), folgt nun der erste Text von mir nach dem Klick und noch mehr Fotos, die wir in unserem Friedrichshainer Lieblingsladen Episoda machen durften.
Read on – Weiterlesen »
by Claudio
on Januar 26th, 2010
in Stories
Comments Off

Foto: Nalilo at Flickr
“Alle meine Entchen schwimmen auf dem See, schwimmen auf dem See, kam ein Krokodilchen, tat den Entchen weh”, singt der Penner oder Obdachlose oder einfach nur geistig verwirrte und körperlich verwahrloste alte Mann, der einen Meter neben mir in der Straßenbahn steht. Die wenigen anderen Fahrgäste schauen beschämt zu Boden. Ich musste letztes Jahr für ein Seminar Interviews mit Obdachlosen führen und jeder, den ich befragen durfte, meinte zu mir, das Schlimmste wären die meidenden Blicke. Als würden die Menschen einem nicht mal einen Blick gönnen wollen. Also schaue ich ihn an und lächle ein wenig. Aber auch nur so viel, dass er nicht denkt, ich will ihn auslachen.Fast bereue ich es ein wenig, als er sich daraufhin auf den Platz neben mich setzt und mir anfängt eine Geschichte zu erzählen. Falls ihr sie lesen wollt, dann klickt auf weiter oder lächelt euch euren eigenen Obdachlosen an, der sie euch erzählt.
Read on – Weiterlesen »
by Claudio
on Januar 14th, 2010
in Berlinstorys, Stories
4 Comments