Fotos: Dieter Hartwig. 

Wo beginnt ein Tanz und wo hört er wieder auf. Wann ist eine Bewegung ästhetisch und wann schreckt sie uns ab. Wo kann Körper zu einer Geschichte werden und welche Geschichte wird das Publikum erreichen?

Diese Fragen sind Kernelemente des Tanz-Duetts Glory von Jeremy Wade. Gemeinsam mit Sindri Runudde verliert sich Jeremy Wade selbst  in einer Choreography der Gewalt. Dieses Wochenende wird das Stück das vor 12 Jahren seine Premiere bei den Tanztagen erlebte in den Sophiensaelen wieder aufgeführt.

In der Schnittstelle zwischen Queer Theory und Disability Studies beschäftigt sich Wade mit der Ästhetik der Verzerrung. Alltagsgesten und Soziale Interaktionen werden verwandelt in verstörende Handlungen. Ein Kuss führt zum Ersticken. Eine Umarmung zum Verlust der Intimität. Ein Tanz der auch bei heißen Temperaturen für Gänsehaut sorgen wird. Beängstigend aber Sehenswert. 

Fotos: Dieter Hartwig

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Claudio
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on Juni 22nd, 2019
in Theater