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Anonymität im Körper – Never Forever at Schaubühne

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Photos: Arno Declair

Die Tanzfläche ist voll. Aber am Ende des Abends bewegt man sich doch allein auf und ab. Uns geht der Bezug zu den anderen verloren. Wir können sie noch anchatten, antweeten und anstupsen. Aber mehr Interaktion ist schon zu viel verlangt, wäre schon ein Overload, Overshare, Overlike. Alleine Tanzen ist an sich schön. Anonym tanzen dagegen nicht.

Nicht alleine und dafür umso anonymer sind auch die Gestalten im neuen Tanzstück der Schaubühne Never Forever. Bei der Suche nach echten Begegnungen tauchen sie ab ins Digitale. Sie leben mit einer virtuell unendlichen Anzahl von Möglichkeiten, sie arbeiten bis zur Erschöpfung – vor allem an sich selbst. Vereinzelt, narzisstisch, abgekämpft, trägt jeder von ihnen eine verdrängte Wut in sich, die jederzeit hervorbrechen könnte. Für sein neues Projekt sucht Falk Richter erneut den Grenzgang zwischen Schauspiel und Tanz und arbeitet zum ersten Mal mit Nir de Volff und seinen Tänzern der Kompanie TOTAL BRUTAL zusammen. Die schmerzhafte Poesie von Richters texten kombiniert sich zur Drastik der Choreographien von Nir de Volf. Ein dunkles Stück was nachdenklich macht. Anschauenwert und dank englischer Übertitel auch gut verständlich für alle. Die Termine, der Trailer und mehr Bilder nach dem Klick.

Claudio by Claudio
on Oktober 23rd, 2014
in Theater
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Read My bodieSLANGuage – Die Antwort als GIF

Read My bodieSLANGuage – Die Antwort als GIF

Nachdem wir vor ein paar Tagen auf Facebook unsere 7. Jubiläumsparty am 20. September verkündet haben, möchten wir nun die zweite von sieben Überraschungen enthüllen, die wir für euch vorbereitet haben um 7 Jahre iHeartBerlin zu feiern. Unsere brandneue animierte GIF Serie Read my BodieSLANGuange ist eine Kollaboration von iHeartBerlin, dem Choreographen-Duo matanicola (Nicola Mascia & Matan Zamir) und dem Performance-Künstler the progressive wave (Gal Naor).

Diesen Donnerstag feiern die drei die Premiere ihres neuen, innovativen Performance Stückes bodieSLANGuage im Ballhaus Ost. Sie mischen dabei zeitgenössischen Tanz, Gebärdensprache und Gesten aus der Popkultur und dem täglichen Leben und erforschen so die Möglichkeiten des Ausdrucks der Hände zusammen mit einer Gruppe von 8 Performern, die Musik und Sound in Körper- und Gebärdensprache übersetzen.

Um unsere Ausflüge in die Theater- und Tanzwelt fortzusetzen haben wir eine Serie von animierten GIFs produziert, die als digitale Erweiterung des Bühnenstücks zu verstehen sind. Wir nehmen dabei Bezug auf Elemente des Stückes und mischen diese mit dem Slang und der Körpersprache der aktuellen Pop- und Jugendkultur. Das Resultat wird im Stil der beliebten GIF Tumblrs wie When you live in Berlin präsentiert. Viel Spaß damit und schaut euch unbedingt das Stück bodieSLANGuage diese Woche im Ballhaus Ost an!

Frank by Frank
on September 9th, 2014
in Fotos, Theater
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Tanznacht Berlin – Entdeckt die Uferstudios im Wedding

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Das Besondere an Berlin ist, dass fast jeder Bezirk über ein Highlight in Kultur und Kunst verfügt. Für den Wedding sind mein persönliches Highlight die Uferstudios für zeitgenössischen Tanz. Wie ein Künstlerdorf erstrecken sich die verschiedenen Tanzstudios über das kleine Areal und überraschen immer wieder mit kleinen aber teilweise sehr beindruckenden zeitgenössischen Choreographien.

Für alle, die bisher keine Gelegenheit hatten diese Ort zu entdecken, bietet sich die Tanznacht an, die vom 28.-31. August 2014 dort stattfindet. Über diese vier Tage findet ein spannendes Festival statt mit nationalen und internationalen Perlen der Off-Tanzszene. Das besondere der diesjährigen Edition sind verschiedene Video-Screenings, die während des ganzen Festival ununterbrochen laufen werden. Außerdem wird der sowieso schon suggestive Hof von Club Real noch design-technisch gestaltet. Das ganz Programm könnt ihr hier nachlesen. Mehr Bilder von den teilnehmenden Künstlern nach dem Klick.

Claudio by Claudio
on August 28th, 2014
in Kunst, Theater, Wedding
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Ein anderer Blick auf die Fusion

Ein anderer Blick auf die Fusion

Unser Gastautor Ole Ukena ist Konzept-Künstler und Fotograf und hat eine ganz eigene und etwas verzauberte Sicht auf die Welt um uns herum. Diese dokumentiert er in seinem Fotoblog Eye of Ole. Für uns hat er sich das Fusion Festival von einer ganz anderen Perspektive angeschaut. Lest seine Gedanken dazu im englischen Teil des Artikels. Bilder nach dem Klick.

by Guest Author
on Juli 4th, 2014
in Fotos, Stories
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Hofesh Schechter: Sun – Moderner Tanz im Haus der Berliner Festspiele

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Foto: Gabriel Zucca

Ein weiteres einzigartiges Tanz-Highlight erwartet euch nächste Woche. Der Israelische Choreograph Hofesch Schechter ist eingeladen worden beim diesjährigen Foreign Affairs Festival das Stück Sun zu präsentieren. In der verstörender Produktion wird die Perfektion verzerrt, die Harmonie weicht einer intuitiven Beschreibung von Feindschaft und Gewalt. Vom anfänglichen höfischen Idyll bis zur puren, kargen Vision einer perfekten Welt umspannt Shechters Choreografie frenetische Hingabe. Die Arbeit begegnet dem ländlichen Schrecken des Kolonialismus mit einer Spur scharfen Humors. Die kraftvolle, virtuose Choreografie befasst sich mit den dunklen Seiten nicht nur der längst vergangenen Kolonialzeiten, sondern auch der unseren. Ein erweitertes Ensemble von 14 Tänzern wird von einem eklektischen Soundtrack begleitet, der auch von Shechter selbst komponierte Musik enthält. Mehr Infos, der Trailer und Bilder nach dem Klick.

Claudio by Claudio
on Juli 3rd, 2014
in Theater
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20 Dancers for the XX Century – Boris Charmatz im Treptower Park

20 Dancers for the XX Century – Boris Charmatz im Treptower Park

Letzten Samstag trotzte ich aller Unwetterwarnungen und machte mich auf meinem neuen Fahrrad, auf dem Weg zum Treptower Park zum Sowjetischen Ehrenmal. Der Grund: Das Festival vom Haus der Berliner Festspiele Foreign Affairs ist wieder in der Stadt und beschert den kulturinteressierten Großstädtern wieder mal ein spannendes Potpourri an Musik, Tanz und Theaterstücken aus aller Welt.

Ein ganzes Kapitel des Festivals wird vom französischen Tänzer und Choreograph Boris Charmatz und sein Musée de la danse gestaltet. In der neu für das Festival entwickelten Inszenierung 20 Dancers for the XX Century wird von 20 Tänzern ein Parcours durch die Tanzgeschichte des 20. Jahrhunderts vorgeführt. Dabei zeigen die verschiedenen Tänzer nicht nur die Choreographien, sondern vermitteln auch das entsprechende Hintergrundwissen. In einer wilden Spannbreite von Meyerholds Biomechanik über Volkstanz und Vogueing bis zum zeitgenössischen Tanz werden da verschiedene Stile und Choreographen kommentiert. Herausragend ist es natürlich wenn die Tänzer von ihren realen Erlebnissen mit den entsprechenden Choreographen wie Pina Bausch oder Megg Stuart berichten. Dadurch wird Tanz nicht nur ästhetisch vom Zuschauer erfasst sondern spiegelt auch die individuelle Erlebnisdimension des Tänzers wieder. Mehr dazu nach dem Klick.

Claudio by Claudio
on Juli 1st, 2014
in Fotos, Theater
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Soon you are theirs: Eine getanzte Retrospektive

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Foto: Florian Braun

Retrospektiven kennt man von hundertjährigen Künstlern oder in die Jahre kommenden Musiker. Wenn zwei junge, hübsche Tänzer ein Retrospektive-Festival ihrer Arbeiten ins Leben rufen, muss man schon einiges geleistet haben. Das haben Jared Gradinger und Angela Schubot tatsächlich schon. Ich bin vor allem von ihren ersten Stück Is Maybe begeistert. Alle ihre Arbeiten sind diese Woche im Hebbel am Ufer Theater zu erleben.  Genaue Infos findet ihr im Facebook-Event. Mehr Bilder nach dem Klick.

Claudio by Claudio
on April 23rd, 2014
in Theater
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On Fire – Über Geschlechter und Traditionen

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Foto: Dorkypark

On Fire ist das aktuelle künstlerische Austauschprogramm mit Südafrika über Geschlechter und Traditionen mit Performances kuratiert von Constanza Macras und Tamara Saphir im Studio44 von Dorkypark. Heute und morgen gibt es dort die Stücke Mandioca und Wena Mamela, die ich euch gern empfehlen würde. Die Details dazu nach dem Klick.

Frank by Frank
on März 28th, 2014
in Theater
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The Nights: Ein erotischer Märchentraum

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Alle Fotos: Bettina Stöß

Das Morgenland hat mich schon immer fasziniert. Die Ästhetik der arabischen Welt mit ihren abstrakten Illustrationen und symmetrischen Architekturgestaltungen hat mich schon immer angesprochen. Weniger angesprochen hat mich allerdings der islamische Konservatismus und die Tabuisierung (bis hin zur Verteufelung) von Sexualität. Die scheint jedoch nicht in jeder Epoche der Fall gewesen zu sein. Eines der bekanntesten Werke der persisch-arabischen Literatur sind die Erzählungen von 1001 Nacht. Darin wird erzählt, wie die schöne Scheherazade um ihrer unverschuldeten Hinrichtung zu entfliehen dem Prinzen jede Nacht aufs Neue mit einem Märchen verführt.

Sehr verführerisch ist auch das aktuelle Ballett vom Staatsballett Berlin mit dem Titel The Nights vom etablierten französischen Choreografen Angelin Preljocaj, der auch schon für die sehr erfolgreiche Schneewittchen-Inszenierung verantwortlich war. Auch diesen Abend sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen, denn allein die wunderbare Musik von Natacha Atlas die Kostüme von Azzedine Alaïa geben den  Choreografien von Preljocaj den letzten Schliff. Mehr Bilder und die Termine nach dem Klick.

Claudio by Claudio
on Februar 17th, 2014
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The Open Square – Zwischen Licht und Schatten

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Photo: Enrico Nawrath

Es gibt wenige Tanz- und Theaterstücke, die mich so begeistern, dass es mir schwer fällt, die Begeisterung zu verschriftlichen. Dabei geht es weniger darum Worte zu finden, die der Erfahrung gerecht werden könnten, sondern vielmehr darum, dass ein Tanzstück so gut ist, dass sich der Kopf ausschaltet und man sich komplett der sinnlichen Erfahrung hingibt. Diesen seltenen Zustand hatte ich vor über einem Jahr der Inszenierung The Open Square von Itzik Galili am Staatsballett Berlin zu verdanken. Trotz meiner Wortlosigkeit will ich es nicht verpassen euch diese einzigartige tänzerische Arbeit aus Körper, Licht und Schatten zu empfehlen. Mit Open Square bewegt sich das Staatsballett in eine neue, fast postmoderne Richtung und schafft es klassiche Ballettbewegungen in neue Kontekte und sinnliche Formen zu platzieren. Sowohl ensembletechnisch als auch solistisch ein herausragender Abend, wo man sich wünscht, er würde nicht vorbeigehen. Mehr Bilder und die Spieldaten nach dem Klick.

Claudio by Claudio
on Februar 10th, 2014
in Theater
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