Tanz über den Dächern Berlins – Fashion Shooting mit dem Staatsballett Berlin

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Das Ballett ist eine der feinsten Errungenschaften der europäischen Kulturgeschichte. Auch der heutige zeitgenössische Tanz wäre ohne das klassische Ballett vollkommen anders positioniert. Persönlich finde ich, ist die Erfahrung einem Balletttänzer beim Tanzen zuzuschauen einer der stärksten visuellen Erlebnisse, die man haben kann. Zum Glück haben wir mit dem Staatsballett in Berlin eine hervorragende Tanzkompanie, die uns immer wieder mit spannenden Produktionen begeistert.

Um der klassischen Kultur dieser Stadt eine andere Bühne zu verschaffen, hatten wir folgende Vision: Über den Dächern Berlins wollten wir ein einzigartiges Modeshooting inszenieren. Fashion Fotografin Olga Khristolyubova hat zwei der talentiertesten Tänzer – Sarah Mestrovic und Kevin Pouzo – bei einer Ballettprobe begleitet und fotografisch festgehalten. Sarah tanzt bereits seit 10 Jahren für das Staatsballett und kombiniert ihre Erfahrung mit mädchenhafter Leichtigkeit und Grazie. Kevin ist ein französischer Tänzer und schon über 8 Jahre in Berlin. Er beeindruckt nicht nur mit Schönheit, sondern auch mit unglaublicher Kraft von Körper und Geist.

Über ihrer Probekleidung trugen sie ultraleichte und dennoch wärmende Jacken von Goose Feel, die sie in ihrer Beweglichkeit in keinster Weise einschränkten. Dazu kombinierten wir noch Accessoires vom spanischen Stricklabel We are Knitters. Das Ergebnis vom Shoot gibt es nach dem Klick. Außerdem dürft ihr euch bald auch auf die animierten Fotos vom Shooting freuen .

Claudio by Claudio
on Dezember 16th, 2014
in Fotos, Leute, Mode, Theater
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Tanz & Sinnlichkeit – Die Pal Frenak Compagnie in Berlin

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Das Hungarian Contemporary Dance Festival, welches kommende Woche vom 15.-21. Dezember 2014 hier in Berlin im Dock11 stattfinden wird, bringt uns eine ganz besondere Tanzkompanie in die Stadt. Als ich mir das Programm des Festivals näher angeschaut habe, stach die Pal Frenak Compagnie als absolutes Highlight hervor. Stationiert in Paris und Budapest und seit 1989 in beiden Städten aktiv, bringt uns diese Gruppe etwas auf die Bühne, was man hier viel zu selten im kontemporären Tanz sieht: Sinnlichkeit. Bei uns in Berlin geht es da eher bizarr, zerstörerisch, konzeptionell und manchmal auch humorvoll zu, aber auf keinen Fall sinnlich – das scheint irgendwie ein Tabu zu sein. Pal Frenak sieht das hingegen sehr anders und arbeitet in seinen Choreographien sehr gerne die Schönheit und Grazie des menschlichen Körpers und seiner Bewegung in all seiner Pracht heraus, ganze ohne falsche Bescheidenheit. Seine Tänzer kreieren auf der Bühne beeindruckende Bilder voller Sinnlichkeit und bringen damit die eindrucksvollen Choreographien mit freizügiger Körperlichkeit zusammen. Nach dem Klick haben wir ein paar der schönsten Fotos aus den aktuellen Produktionen zusammengefasst, um euch einen Vorgeschmack zu geben. Verpasst auf keinen Fall die beiden Termine in Berlin, bei den ihr die Pal Frenak Stücke sehen könnt, und zwar am 12. Dezember im .CHB und am 15. Dezember im Dock11. Das weitere Programm des Hungarian Contemporary Dance Festival gibt es hier.

Frank by Frank
on Dezember 11th, 2014
in Fotos, Theater
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The Past – Ein Tanzstück von Constanza MAcras /Dorkypark und Oscar Bianchi

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Photo: Anna Agliardi

Erinnerungskultur scheint des Wort des Jahres 2014 im Theaterbereich zu werden. Zum einen ist es das düstere Jubiläum für 100 Jahre industriellen Krieg, zum anderen auch 25 Jahre Mauerfall, welches als freudiges Ereignis erinnert wird. Die letzten hundert Jahre der europäischen Geschichte sind so widersprüchlich und vielfältig, dass sie viel Stoff für Theaterstücke und kreative Interventionen bieten.

Die argentinische Choreografin Constanza Macras, die wir schon länger verfolgen, hat Menschen in Dresden befragt, die sich an eine Stadt erinnern, wie sie heute nicht mehr existiert, und daraus mit Tänzern ihrer Kompanie DorkyPark ein Stück Tanztheater geschaffen. Die Aktionen im Stück “The Past”, welches diese Woche an der Schaubühne Premiere feiern durfte, beziehen sich dabei auf frühe Techniken der Gedächtniskunst, insbesondere auf Gedächtnislehren antiker Rhetorik.

Zu einer eigens dafür kreierten Musikkomposition von Oscar Bianchi entsteht eine dynamische Choreografie zwischen kollektivem und individuellem Gedächtnis, die das Begreifen architektonischer Orte als narrative Instrumente unserer Geschichte tänzerisch umkreist. Der zweite Teil des Projektes »The Past« wird im Frühjahr 2016 aufgeführt und untersucht die Entkoppelung von Erinnerungen und Orten im digitalen Zeitalter. Wir sind sehr gespannt dieses Stück sehen zu dürfen.

Vor der Premiere war die italienische Theaterfotografin Anna Agliardi für uns exklusiv bei der Generalprobe dabei und hat für uns farbenstarke und expressionistische Bilder von der Inszenierung festgehalten. Ihre Bilder und die Daten zum Stück nach dem Klick.

Claudio by Claudio
on November 29th, 2014
in Theater
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Anonymität im Körper – Never Forever at Schaubühne

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Photos: Arno Declair

Die Tanzfläche ist voll. Aber am Ende des Abends bewegt man sich doch allein auf und ab. Uns geht der Bezug zu den anderen verloren. Wir können sie noch anchatten, antweeten und anstupsen. Aber mehr Interaktion ist schon zu viel verlangt, wäre schon ein Overload, Overshare, Overlike. Alleine Tanzen ist an sich schön. Anonym tanzen dagegen nicht.

Nicht alleine und dafür umso anonymer sind auch die Gestalten im neuen Tanzstück der Schaubühne Never Forever. Bei der Suche nach echten Begegnungen tauchen sie ab ins Digitale. Sie leben mit einer virtuell unendlichen Anzahl von Möglichkeiten, sie arbeiten bis zur Erschöpfung – vor allem an sich selbst. Vereinzelt, narzisstisch, abgekämpft, trägt jeder von ihnen eine verdrängte Wut in sich, die jederzeit hervorbrechen könnte. Für sein neues Projekt sucht Falk Richter erneut den Grenzgang zwischen Schauspiel und Tanz und arbeitet zum ersten Mal mit Nir de Volff und seinen Tänzern der Kompanie TOTAL BRUTAL zusammen. Die schmerzhafte Poesie von Richters texten kombiniert sich zur Drastik der Choreographien von Nir de Volf. Ein dunkles Stück was nachdenklich macht. Anschauenwert und dank englischer Übertitel auch gut verständlich für alle. Die Termine, der Trailer und mehr Bilder nach dem Klick.

Claudio by Claudio
on Oktober 23rd, 2014
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Read My bodieSLANGuage – Die Antwort als GIF

Read My bodieSLANGuage – Die Antwort als GIF

Nachdem wir vor ein paar Tagen auf Facebook unsere 7. Jubiläumsparty am 20. September verkündet haben, möchten wir nun die zweite von sieben Überraschungen enthüllen, die wir für euch vorbereitet haben um 7 Jahre iHeartBerlin zu feiern. Unsere brandneue animierte GIF Serie Read my BodieSLANGuange ist eine Kollaboration von iHeartBerlin, dem Choreographen-Duo matanicola (Nicola Mascia & Matan Zamir) und dem Performance-Künstler the progressive wave (Gal Naor).

Diesen Donnerstag feiern die drei die Premiere ihres neuen, innovativen Performance Stückes bodieSLANGuage im Ballhaus Ost. Sie mischen dabei zeitgenössischen Tanz, Gebärdensprache und Gesten aus der Popkultur und dem täglichen Leben und erforschen so die Möglichkeiten des Ausdrucks der Hände zusammen mit einer Gruppe von 8 Performern, die Musik und Sound in Körper- und Gebärdensprache übersetzen.

Um unsere Ausflüge in die Theater- und Tanzwelt fortzusetzen haben wir eine Serie von animierten GIFs produziert, die als digitale Erweiterung des Bühnenstücks zu verstehen sind. Wir nehmen dabei Bezug auf Elemente des Stückes und mischen diese mit dem Slang und der Körpersprache der aktuellen Pop- und Jugendkultur. Das Resultat wird im Stil der beliebten GIF Tumblrs wie When you live in Berlin präsentiert. Viel Spaß damit und schaut euch unbedingt das Stück bodieSLANGuage diese Woche im Ballhaus Ost an!

Frank by Frank
on September 9th, 2014
in Fotos, Theater
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Tanznacht Berlin – Entdeckt die Uferstudios im Wedding

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Das Besondere an Berlin ist, dass fast jeder Bezirk über ein Highlight in Kultur und Kunst verfügt. Für den Wedding sind mein persönliches Highlight die Uferstudios für zeitgenössischen Tanz. Wie ein Künstlerdorf erstrecken sich die verschiedenen Tanzstudios über das kleine Areal und überraschen immer wieder mit kleinen aber teilweise sehr beindruckenden zeitgenössischen Choreographien.

Für alle, die bisher keine Gelegenheit hatten diese Ort zu entdecken, bietet sich die Tanznacht an, die vom 28.-31. August 2014 dort stattfindet. Über diese vier Tage findet ein spannendes Festival statt mit nationalen und internationalen Perlen der Off-Tanzszene. Das besondere der diesjährigen Edition sind verschiedene Video-Screenings, die während des ganzen Festival ununterbrochen laufen werden. Außerdem wird der sowieso schon suggestive Hof von Club Real noch design-technisch gestaltet. Das ganz Programm könnt ihr hier nachlesen. Mehr Bilder von den teilnehmenden Künstlern nach dem Klick.

Claudio by Claudio
on August 28th, 2014
in Kunst, Theater, Wedding
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Ein anderer Blick auf die Fusion

Ein anderer Blick auf die Fusion

Unser Gastautor Ole Ukena ist Konzept-Künstler und Fotograf und hat eine ganz eigene und etwas verzauberte Sicht auf die Welt um uns herum. Diese dokumentiert er in seinem Fotoblog Eye of Ole. Für uns hat er sich das Fusion Festival von einer ganz anderen Perspektive angeschaut. Lest seine Gedanken dazu im englischen Teil des Artikels. Bilder nach dem Klick.

by Guest Author
on Juli 4th, 2014
in Fotos, Stories
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Hofesh Schechter: Sun – Moderner Tanz im Haus der Berliner Festspiele

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Foto: Gabriel Zucca

Ein weiteres einzigartiges Tanz-Highlight erwartet euch nächste Woche. Der Israelische Choreograph Hofesch Schechter ist eingeladen worden beim diesjährigen Foreign Affairs Festival das Stück Sun zu präsentieren. In der verstörender Produktion wird die Perfektion verzerrt, die Harmonie weicht einer intuitiven Beschreibung von Feindschaft und Gewalt. Vom anfänglichen höfischen Idyll bis zur puren, kargen Vision einer perfekten Welt umspannt Shechters Choreografie frenetische Hingabe. Die Arbeit begegnet dem ländlichen Schrecken des Kolonialismus mit einer Spur scharfen Humors. Die kraftvolle, virtuose Choreografie befasst sich mit den dunklen Seiten nicht nur der längst vergangenen Kolonialzeiten, sondern auch der unseren. Ein erweitertes Ensemble von 14 Tänzern wird von einem eklektischen Soundtrack begleitet, der auch von Shechter selbst komponierte Musik enthält. Mehr Infos, der Trailer und Bilder nach dem Klick.

Claudio by Claudio
on Juli 3rd, 2014
in Theater
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20 Dancers for the XX Century – Boris Charmatz im Treptower Park

20 Dancers for the XX Century – Boris Charmatz im Treptower Park

Letzten Samstag trotzte ich aller Unwetterwarnungen und machte mich auf meinem neuen Fahrrad, auf dem Weg zum Treptower Park zum Sowjetischen Ehrenmal. Der Grund: Das Festival vom Haus der Berliner Festspiele Foreign Affairs ist wieder in der Stadt und beschert den kulturinteressierten Großstädtern wieder mal ein spannendes Potpourri an Musik, Tanz und Theaterstücken aus aller Welt.

Ein ganzes Kapitel des Festivals wird vom französischen Tänzer und Choreograph Boris Charmatz und sein Musée de la danse gestaltet. In der neu für das Festival entwickelten Inszenierung 20 Dancers for the XX Century wird von 20 Tänzern ein Parcours durch die Tanzgeschichte des 20. Jahrhunderts vorgeführt. Dabei zeigen die verschiedenen Tänzer nicht nur die Choreographien, sondern vermitteln auch das entsprechende Hintergrundwissen. In einer wilden Spannbreite von Meyerholds Biomechanik über Volkstanz und Vogueing bis zum zeitgenössischen Tanz werden da verschiedene Stile und Choreographen kommentiert. Herausragend ist es natürlich wenn die Tänzer von ihren realen Erlebnissen mit den entsprechenden Choreographen wie Pina Bausch oder Megg Stuart berichten. Dadurch wird Tanz nicht nur ästhetisch vom Zuschauer erfasst sondern spiegelt auch die individuelle Erlebnisdimension des Tänzers wieder. Mehr dazu nach dem Klick.

Claudio by Claudio
on Juli 1st, 2014
in Fotos, Theater
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Soon you are theirs: Eine getanzte Retrospektive

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Foto: Florian Braun

Retrospektiven kennt man von hundertjährigen Künstlern oder in die Jahre kommenden Musiker. Wenn zwei junge, hübsche Tänzer ein Retrospektive-Festival ihrer Arbeiten ins Leben rufen, muss man schon einiges geleistet haben. Das haben Jared Gradinger und Angela Schubot tatsächlich schon. Ich bin vor allem von ihren ersten Stück Is Maybe begeistert. Alle ihre Arbeiten sind diese Woche im Hebbel am Ufer Theater zu erleben.  Genaue Infos findet ihr im Facebook-Event. Mehr Bilder nach dem Klick.

Claudio by Claudio
on April 23rd, 2014
in Theater
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