Hinter den Kulissen des Staatsballetts Berlin

Hinter den Kulissen des Staatsballetts Berlin

Foto: Jule Müller

Hinter jeder Inszenierung in einer der großen Opernhäuser Berlins, arbeiten unzählige fleißige Hände um an der Vollendung des Stückes mitzuwirken. Für die aktuelle Produktion des Staatsballetts “Jewels” durften wir ein wenig hinter die Kulissen blicken und in den Kostümwerkstätten sowie bei den Proben ein Besuch abstatten. Für mich, der schon immer ein großer Fan von Tanz in allen Ausdrucksformen ist, war es ein wunderbare Gelegenheit hautnah bei der Arbeit von den unsichtbaren Kreativen, die in solchen Werkstätten arbeiten, dabei zu sein. Fotografische Eindrücke von meinem Besuch sowie eine kleine Ticketverlosung gibt es nach dem Klick.

Claudio by Claudio
on Juni 7th, 2016
in Theater

Der Geheime Jungbrunnen: Tanzend durch Leben

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Vor ein paar Wochen haben wir euch dieses lustige Video vorgestellt, welches einen gut gekleideten Typen verfolgt, der durch die Straßen tanzt. Das besondere daran war, dass es sich bei nicht etwa um ein crazy Partykid gehandelt hat, sondern um einen Herren im hohen Alter, und zwar einen, der sogar berühmt in Berlin ist: Günter Krabbenhöft. Ein ungewohnter Anblick für unsere von der Jugendkultur geprägten Augen, aber dennoch ein sehr willkommener. Das Video verursachte auch prompt eine neue Video-Einsendung, die ein ganz ähnliches Thema behandelt.

Im neuen Werbespot von Voltaren®* tanzt ein pensioniertes Ehepaar in ihren 70ern noch frisch und fröhlich für der Linse umher, als gäbe es kein morgen. So viel Beweglichkeit und Energie ist man in dem Alter ja nicht unbedingt gewöhnt. Ist der geheime Jungbrunnen tatsächlich so einfach? Einfach unaufhaltsam immer weiter tanzen?

Wenn man sich dazu die herzerweichende Geschichte des Paares in der kleinen Video-Doku ansieht ist man voll und ganz überzeugt, dass Jugendkultur doch irgendwie völlig überbewertet ist und das Altern doch nicht so schlimm, wie man es vielleicht befürchtet. Das besagte Video und die Doku dazu gibt es nach dem Klick.

Frank by Frank
on März 30th, 2016
in Videos

Als der Rock ‘n’ Roll nach Berlin kam

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Berlin in den 50er Jahren: Eine Zeit, in der Tanzschulen omnipräsent, die Röcke lang waren und die Frauenbewegung noch in den Kinderschuhen steckte, wortwörtlich. Oft romantisiert als Zeit des roten Lippenstiftes, schicken Frisuren und galanten Herren, warren die 50er Jahre tatsächlich eine Zeit des Umbruchs. Der Abschnitt zwischen Kriegsende und Wirtschaftswunder war eine Zeit des Aufbruchs. Eine Zeit, in der Prüderie und Emanzipation oft kollidierten, teilweise in den populären Tanzschulen kulminierten. Und dann kam der Rock n Roll. Und mit ihm eine Befreiung im Tanz, die niemand aufhalten konnte.

Genau hier setzt der Dreiteiler „Ku’damm 56“ an. Die TV Serie des ZDF dreht sich um die junge Monika Schöllack, die nach unsittlichem Benehmen, von der Hauswirtschaftsschule geworfen und zurück zu ihrer Familie nach Berlin geschickt wird. Ihre Mutter Caterina leitet die Tanzschule „Galant“ und ist besorgt, ob Monika wohl jemals einen Ehemann finden wird. Als Monika den Rock n Roll entdeckt, ist ihre Mutter Caterina schockiert. Von da an bleibt nichts, wie es einmal war.

Die dreiteilige Serie ist gut recherchiert, bespricht Themen wie weibliche Identität und der aufkeimende Wunsch nach Gleichberechtigung und die Universalität menschlicher Emotionen.

Ihr könnt den letzten Teil der Serie am Mittwoch um 20:15 Uhr im ZDF, oder ab da alle drei Teile eine Weile lang in der Mediathek des ZDF sehen.

Den Trailer dazu gibt es hier gleich nach dem Klick.

Yasmin by Yasmin
on März 23rd, 2016
in Filme

Berlin Ballerina

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Fotos: Anna Rafeeva

Dance, when you’re broken open. Dance, if you’ve torn the bandage off. Dance in the middle of the fighting. Dance in your blood. Dance when you’re perfectly free. – Rumi

Manchmal, egal wie schwer die Umgebung, hilft nur ein Tanz. Gründe gibt es genug im Leben.

Der Tanz auf Trümmern ist einer der schwersten und doch leichtesten. Aber selbst auf dem stärksten Untergrund lässt es sich leicht fortbewegen – mit dem richtigen inneren Rhythmus.

Die Fotografien von Anna Rafeeva sind verträumt, zart und kraftvoll – und wirken vor dem guten alten robusten Berlin umso stärker. Mitten in Friedrichshain und Kreuzberg hat die Fotografin eine Ballerina eingefangen, die durch die Stadt fliegt und vor bunten Wänden tanzt. Seht die schönen Aufnahmen nach dem Klick.

Yasmin by Yasmin
on März 3rd, 2016
in Fotos

Tanz gegen Terror – Herrumbre am Staatsballett Berlin

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Fotos: Yan Revazov

Kann Tanz eine klare politische Aussage treffen? Oder ist diese Kunstform aufgrund des Abstraktionsgrad gezwungen auf direkte Meinungsbildung verzichten zu müssen? Dieses Wagnis lässt sich der neue Intendant vom Staastballett Nacho Duato nicht nehmen. Mit Duatos neunem Stück „Herrumbre“ betritt das Staatsballett Berlin ästhetisches Neuland. Entstanden ist „Herrumbre“ 2004, in jenem Jahr, als in Madrid morgendliche Pendler terroristischen Bombenanschlägen zum Opfer fielen. Nacho Duato wohnte nur wenige hunderte Meter von einem der vier Anschlagsorte entfernt. 2004, das war auch das Jahr, in dem Fotos von gefolterten Häftlingen des US-amerikanischen Gefangenenlager Guantanamo um die Welt gingen. Aufbauend auf diese Erlebnisse hat er einzigartige Choreographien geschaffen, die nächste Woche zu sehen sein werden. Bilder von den Proben und die Möglichkeit Tickets zu gewinnen, gibt es nach dem Klick.

Claudio by Claudio
on Februar 22nd, 2016
in Kunst, Theater

Niemals zu alt zum Raven

Wandervogel Euphorie Gunther Krabbenhoft

Foto: Francesca Camilla

In Berlin ist man nie zu alt oder zu jung zum Raven. Das ist die Botschaft, die bei diesem freudebringendem Video ziemlich deutlich rüberkommt. Der allseitsbekannte und beliebte Günther Krabbenhöft, Berlin’s stilvollster Senior, tanzt in dem Filmchen voller Energie und ganz ohne Scham durch die Stadt, als wäre das Leben eine große Party. Er tanzt dabei mit jung und alt, Touris und Berliner, Menschen von verschiedener Herkunft, ja sogar Kindern, und zeigt dabei, wie einfach man einen kurzen Moment der Freude miteinander haben kann. Es ist so simpel und so schön, dieser Moment an dem man merkt, dass wir doch alle friedlich und freundlich miteinander in einer Stadt existieren können, ohne Rassismus, Sexismus, Altersdiskriminierung und anderen schlechten menschlichen Angewohnheiten. Berlin ist ein Ort, an dem wir zusammen sein können, an dem jeder so sein kann, wie er ist, ohne schief angeguckt zu werden. Ich finde dieses Gefühl muss sich noch weiter verstärken, denn wir müssen noch einige Hürden überwinden, aber bis dahin tanzen wir einfach euphorisch und optimistisch durch die Straßen, so wie Günther es tut.

Frank by Frank
on Januar 30th, 2016
in Musik, Party, Videos

Berlin is Burning – Voguing Out im HAU

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photo: Anna Agliardi

Letztes Wochenende fand ein Tanzwettbewerb der Superlative auf der Bühne vom HAU 2 statt. Zwei Berliner Tanzfestivals haben ihre Kräfte für ein gemeinsames Event gebündelt. Für Berlin is Burning, inspiriert von Paris is Burning, dem Kult-Film aus den 80er über die Black-Transgender Ballroom Szene in New York, haben sich die Tanzfestivals Funkin’ Stylez und Berlin Voguing Out zusammengetan um ein vielseitiges Wochenende aus Diskussionsrunden, Workshops und einem großem Dance-Battle zu organisieren. Theaterfotografin Anna Agliardi war für uns vor Ort und hat ein paar Eindrücke für uns festgehalten.

Claudio by Claudio
on Dezember 17th, 2015
in Fotos, Mode, Party, Theater

Berlin tanzt im Dezember

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Traditionell geht man ja zur Weihnachtszeit ins Ballett  in den Nussknacker oder man schaut sich den Schwanensee an. Auch Berlin kann in dieser Hinsicht sehr konservativ-traditionell sein (siehe Staatsballett). Zum Glück findet man hier aber auch alle möglichen Gegenentwürfe zu jeglicher Tradition. Im englischen Teil des Artikels haben wir für euch ziemlich heiße zeitgenössische Tanzstücke zusammengetragen, die jetzt im Dezember euch erfreuen könnten.

Claudio by Claudio
on Dezember 9th, 2015
in Theater

Ein Liebesgeständnis für Kreuzkölln

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Wenn wir probieren unsere Liebe für Berlin in Worte zu fassen, wird uns schnell klar: Es ist gar nicht so einfach, denn wir durchleben nicht nur unterschiedliche Phasen, sondern betrachten natürlich auch immer wieder neue Facetten und Seiten der Stadt.  Zu unseren absoluten Lieblingsorten zählt Kreuzkölln. Hier lieben wir es zu erobern und uns so richtig auszutoben – zu Fuß, mit dem Rad, dem Skateboard oder beim Tanzen. Dieser Stadtteil kennt keine Grenzen und überzeugt mit seinem dreckigen Charm, und seinem schnell Beat… Der Filmemacher Clement Gino hat das ganz wunderbar in seinem neuen Kurzfilm zum Ausdruck gebracht.

Kate by Kate
on November 4th, 2015
in Videos

Ein Fotografischer Einblick in die Proben vom Staatsballet Berlin

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Auch wenn wir inhaltlich und interessentechnisch mehr mit der zeitgenössischen Tanz- und der Performance-Szene Berlins zu tun haben, ist hin und wieder ein Stück vom Staatsballett Berlin eine wirkliche Bereicherung. In dem neuen Ballett-Abend Duato | Kylian | Naharin geht es um dunkle menschliche Emotionen und Abgründe der Angst, Verletzlichkeit und Leidenschaft. Während „Castrati“ von Nacho Duato sich um die Furcht eines angehenden Sängers vor der Kastration dreht, beschäftigt sich Jiří Kyliáns „Petite mort“ mit den aggressiven wie auch den verletzlichen Seiten von Macht und Sexualität. „Secus“ ist eine abstrakte Arbeit von Ohad Naharin, ausgehend von Kraft, Energie und rohem Fleisch.

Der Fotograf Yan Revazov hat die Tänzer bei den Proben begleitet. Entstanden sind extrem intensive Aufnahmen, die wir euch nicht vorenthalten wollen. Infos zu den Spieldaten, ein Trailer und wie man Tickets für die kommenden Show gewinnen kann gibt es nach dem klick.

Claudio by Claudio
on Oktober 26th, 2015
in Theater