#fernweh – Eine Antithese zur Romantik

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Heute möchten wir euch mit einer interessanten neuen Ausstellung inspireren, die derzeit im DRIVE. Volkswagen Group Forum in Berlin-Mitte zu sehen ist. Die von der aff Galerie aus Berlin kuratierte Ausstellung präsentiert die Arbeiten der drei Fotokünstler Arno Schidlowski, Jens Sundheim und Kathrin Tschirner mit den Themen Fernweh und Romantik.

Das Thema Romantik hat für mich eine ganz besondere Bedeutung, denn einer der Hauptkünstler dieser Zeit, Caspar David Friedrich, stammt aus der gleichen Stadt wie ich, Greifswald, und einige seiner Hauptwerke sind von Orten nahe meiner Heimat inspiriert. In meiner Kindheit war ich oft auf der nahegelegenen Insel Rügen, wo Friedrich die ikonischen Kreidefelsen malte – ein Naturdenkmal, das heute mehr und mehr durch natürliche Erosion verschwindet.

Frank by
on Juli 10th, 2018
in Kunst

Ngoro Ngoro II: Das große Highlight des Gallery Weekends

An diesem Sonntag gab es die wahrscheinlich längste Schlange aller Zeiten in Berlin und zur Abwechslung war diese mal nicht vor dem Berghain. Nach einer dreijährigen Pause kehrte die Ngoro Ngoro Gruppenausstellung in Weißensee zurück und war wieder ein großer Erfolg und Anziehungspunkt für viele Kunstinteressierte während des Gallery Weekends.

Die Gruppenausstellung war eine der größten ihrer Art, die wir bisher in Berlin gesehen haben, und dabei so vielfältig, dass sie für wirklich jeden etwas zu bieten hatte. Der versteckte Hinterhof in Weißensee, der von einer Gruppe von Galeristen und Künstlern betrieben wird, schaffte es mit seinem Set-up für das Gallery Weekend wieder ein bisschen Festival Feeling zu kreieren, dank der Bars, Live Musik, BBQ und natürlich dem Pool, das Ganze auch noch ausgesprochen familienfreundlich.

Frank by
on Mai 1st, 2018
in Kunst, Fotos

Kann man Kunst schmecken? – Mumm Art Yard zum Gallery Weekend 2018

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Zentrale Anlaufstelle des Gallery Weekends ist wie jedes Jahr die Potsdamer Straße, wo sich mittlerweile etliche namhafte Galerien angesiedelt haben. Besonders elegant und zuweil auch etwas elitär stolzierend zeigt sich die Kunstszene zwischen Kurfürstenstraße und Wintergarten Variete. Diese Attitüde der artsy Gesellschaft finde ich zum Teil befremdlich, wo doch solche Veranstaltungen gerade dazu gedacht sind Kunst einem größerem Publikum zu öffnen. Wie schafft man es sich mit Kunst auch partizipativer und offenherziger auseinanderzusetzen?

Offenheit und Kreativität und vor allem Spaß am künstlerischen Mitmachen findet man dieses Jahr allerdings nur ein paar hundert Meter weiter. Mumm Sekt hat in Kollaboration mit dem in Berlin lebenden Künstler Daniel Egnéus einen Pop-up Art-Yard am Potsdamer Platz eröffnet. Eugnes der bekannt ist für seine Aquarell-Illustrationen hat drei Limited Art Editions dieses Jahr gestaltet. Unter dem Motto“Wie schmeckt Kunst?” hat er ein wilden Mix an Farben und Formen zusammengerührt zu einem glitzernden Kaleidoskop der die Sektflaschen umhüllt.

Wir haben uns gestern bei der Eröffnung des Mumm Art Yard umgeschaut und einige Eindrücke für euch festgehalten.

Claudio by
on April 27th, 2018
in Events, Fotos

Eva & Adele: Die Geschichte eines Außergewöhnlichen Künstlerpaares

Sie sind die undefinierbaren Zwillinge in der Kunst, mutige Stilikonen, hochproduktive Künstler verschiedener Genres. Sie haben eine unvergleichliche Präsenz geschaffen, die weltweit künstlerische Anerkennung gefunden hat. Ihr einzigartiger Performance-Act gibt es seit 25 Jahren, und doch gehen ihnen nie die Ideen für ihr nächstes Outfit aus. Dieses fabelhafte Duo bezeichnet Berlin als ihr Zuhause, und mehr als das, scheinen sie die hemmungslose Kunst der Stadt und den Wunsch, Grenzen zu überschreiten, zu verkörpern. Wenn ihr noch nichts von ihnen gehört habt, gibt euch die bevorstehende Retrospektive im me Collectors Room Berlin die Möglichkeit, dies zu ändern. Mehr im englischen Teil.

Michalina by
on April 20th, 2018
in Kunst, Leute

Die Ausstellungshighlights in Berlin im März 2018

Angesichts der großen Vielfalt an Künstlern und Ausstellungen, die Berlin jeden Monat zu bieten hat, haben wir uns im März die Zeit genommen, unsere Ausstellungshighlights auszuwählen die ihr nicht verpassen solltet! Der künstlerische März beglückt uns mit talentierten Streetartists, aufregenden Nacktfotos, legendären Modeikonen, politischen Statements und weltberühmten Fotografen …

Franziska by
on März 12th, 2018
in Kunst

Portrait einer Birke – Ein kleines Ausstellungsjuwel im Prenzlauer Berg

Gewächshäuser sind wie Virtual Reality. Mit wenig Schritten ist man plötzlich in einer vollkommen anderen Welt, einer neuen Klimazone mit anderer Vegetation. Natürlich alles menschengemacht und damit unweigerlich auch unecht, fake – eine Imitation. Ein Manipulation der Sinne, derjenigen die in den kalten Regionen der Erde leben und dennoch mal im Genuss der Tropen kommen wollen.

Ausgehend von der Frage, wie sehr man Natur tatsächlich imitieren kann, hat der junge Künstler Martin Binder in einem kleinem Gewächshaus in Prenzlauer Berg ein einzigartiges Kunstwerk geschaffen. Bei Portrait einer Birke schwebt ein überdimensionaler Birken-Ast wie in einem gläsernen Sarg. Erst bei näheren hinsehen offenbart sich das jedes Blatt und jeder Zweig künstlich erschaffen wurden. Binder, der in Berlin und Finnland studiert hat, war schon immer von Birkenbäumen und ihrer Symbol-Kraft fasziniert. In dem er die Unschuld und Reinheit der Birke in seiner Skulptur skizziert stellt er nicht nur unsere Wahrnehmung in Frage, sondern auch das Konzept von Realität in Zeiten von postfaktischen Wahrheiten und Virtual Entertainment.

Die Ausstellung ist bis zum 15 März eröffnet.

Claudio by
on März 11th, 2018
in Kunst, Prenzlauer Berg

Diese Bilder machen Berlins Schwule Cruising Szene erfahrbar

Foto: Marc Martin

Die Fototrecke „Cruising“ des französischen Fotographen Marc Martin führt uns in eine Zeit vor Dating Apps, als öffentliche Toiletten für viele schwule Männer der einzige Ort waren, um in kompletter Anonymität sexuelle Erfahrungen zu sammeln. Hinter verschlossenen Türen, vor glänzenden Kacheln und schmierigen Graffitis fanden viele Männer, Transgender oder andere an den Rand Getriebene hier einen Ort, um ihre Sexualität und ihr Verlangen auszuleben. Marc Martins Arbeiten sind im Rahmen der Ausstellung „Fenster zum Klo – Public Toilets & Private Affairs“ noch bis zum 19. Februar im Schwulen Museum Berlin ausgestellt.

Mehr erfährst du im englischen Teil.

Andy by
on Januar 31st, 2018
in Stories

Willkommen in Lateinamerika: Eine Immersive Kunstinstallation

Fotos: Alejandro Arretureta

Wer besonders gerne Kunstausstellungen genießt, in die man komplett versinken kann, dem sei die aktuelle Ausstellung des diesjährigen Preis der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof wärmstens ans Herz gelegt. Eine der vier nominierten Künstlerinnen, die in Berlin lebende, aus Venezuela stammende Sol Calero, hat ein paar der Räume des Museums in das „Amazonas Shopping Center“ verwandelt. Die Ästhetik der Tropen vereint mit Elementen der traditionellen lateinamerikanischen Architektur spiegelt sich in den vielen bunten Räumen wieder, die man als Besucher durchlaufen und erleben kann, so zum Beispiel ein Friseursalon, ein Kino, ein Reisebüro und eine Fahrschule. Die Künstlerin betreibt in ihrer Liebe zum Detail eine Art Selbst-Exotifizierung ihrer Herkunft und spielt dabei mit den gängigen Klischees der Latino Kultur. Die Ausstellung läuft noch bis zum 14. Januar 2018 und ihr könnt noch bis dahin für Sol beim Publikumspreis abstimmen.

Frank by
on Dezember 19th, 2017
in Kunst

VOLUME A: Diese Ausstellung solltest du nicht verpassen

Im Kreativ-Mekka Berlin ist es leicht den Überblick darüber zu verlieren, was nun wirklich los ist in der Kunstszene. Und bevor man sich der Aufgabe stellt, sich damit auseinander zusetzen, geben die meisten – verständlicherweise – eher auf. Und weil wir es nicht ertragen können, dass ihr komplett ‚kunstlos‘ durch die Gegend lauft, wollen wir euch eine Ausstellung vorstellen, die definitiv einen Besuch wert ist. Volume A findet dieses Wochenende, vom 3. bis 5. November 2017 im Colonia Nova, statt und präsentiert die Werke renommierter Künstler wie Erwin Olaf und Bruce LaBruce, kuratiert von Nicolas Simoneau, Art Director des KALTBLUT Magazins, und dem Fotografen Manuel Moncayo. Eine kleine Vorschau gibt es hier.

Andy by
on November 3rd, 2017
in Kunst

Unglaubliche Verlassene Orte in Berlin und auf der ganzen Welt

Der Berliner Fotograph Dietmar Eckell hat es sich zur Aufgabe gemacht verlassene Orte auf der ganzen Welt zu erkunden; lang vergessene Orte mit einzigartigen Geschichten. In seinem Fotobuch „Restwert“ präsentiert er diese verwunschenen Orte und Geschichten, die wir selber wahrscheinlich niemals aufspüren könnten. Im letzten Jahr hat es Eckell bis in die entlegensten Teile der Erde getrieben: Kuba, Vietnam, Ukraine… Doch trieb es ihn nicht nur auf anderen Kontinente, sondern auch ins Umland seiner Heimatstadt Berlin und mit seiner Kamera hat er so einige unbekannte, verlassene Orte eingefangen.

Andy by
on September 22nd, 2017
in Kunst, Fotos