Ein märchenhafter Weg, bedeckt mit rosa Blütenblättern und gesäumt von tausenden Kirschbäumen – das ist die TV-Asahi-Kirschblüten-Allee. Volle Kirschblütenbäume gegen den tiefblauen Himmel – schöner könnt ihr den Frühling in Berlin nicht erleben. Überraschenderweise ist dies einer der weniger bekannten Orte, an denen man sich an der Kirschblütenpracht erfreuen kann, wenn der Frühling endlich die Stadt erreicht. Wir waren von der Schönheit der Kirschblütenpracht geradezu überwältigt, als wir dort ankamen (und zugegebenermaßen ist es nicht so leicht zu finden). Ihr könnt dieses kleine Stückchen Himmel entweder mit der S-Bahn oder mit dem Auto an der Stadtgrenze in Teltow erreichen. Am einfachsten ist es, wenn ihr bei der Station S Lichterfelde Süd aussteigt und Richtung Mauerweg lauft. Die Alle verläuft zwischen der Lichterfelder Allee und der Brandenburgischen Grenze.

TV Asahi Kirschblütenallee

Foto: Franziska Müller-Degenhardt

 Der TV-Asahi-Kirschblüten-Allee wird tatsächlich eine große historische Bedeutung beigemessen. Der Mauerweg verlief, wie sein Name sagt, am Rande der Berliner Mauer und markiert somit ein historisches Wahrzeichen, das heute von schönen Kirschbäumen geschmückt ist. Die Idee des Kirschblütenpfads wurde von TV-Asahi, einem der größten japanischen Fernsehsender, initiiert. Der Anlass? Japan freute sich derart über die Wiedervereinigung Deutschlands, sodass TV-Asahi Spenden für die Verschönerung des Mauerwegs sammelte. Insgesamt kamen mehr als eine Million Euro zusammen, um das Projekt zu finanzieren. Die Kirschbäume wurden dann schließlich zwischen den Jahren 1990 und 2010 gepflanzt. Heute verschönern über 1.000 japanische Kirschbäume den ehemaligen Mauerstreifen und ziehen jeden Frühling viele Besucher in ihren Bann.

TV Asahi Kirschblütenallee

Foto: Franziska Müller-Degenhardt

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Franziska
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on April 30th, 2019
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