In einer Zeit, in der Google immer mächtiger wird, in der „SEO“ und „SEM“ Zauberworte sind und wo ein gutes Suchmaschinen-Ranking über den Unternehmenserfolg entscheided, ist es sehr erfrischend, wenn es gleich zwei Bands gibt, denen all das vollkommen egal ist.
Zwei Bands, die sich Namen gegeben haben, die unter SEO-Gesichtspunkten mehr als ungünstig sind, und die trotzdem sehr erfolgreich sind. Ich spreche von Girls und Boy. Das Absurde dabei: die Namen halten nicht einmal das, was sie versprechen. Girls sind zwei Jungs und Boy sind zwei Mädchen.
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Rein musikalisch gesehen haben die beiden Bands nicht viel miteinander gemeinsam. Girls sind eine Indie-Band aus San Francisco, stilistisch gesehen so etwas wie eine Punk-Version von Elvis Costello und den Beach Boys.
Die Band hat vor kurzem ihr zweites Album „Father, Son, Holy Ghost“ veröffentlicht, das zwar empfehlenswert, aber nicht so gut wie ihr Debütalbum von 2009 ist. Dieses trägt übrigens den unter SEO-Gesichtspunkten großartigen Namen „Album“.
Auf Girls bin ich eigentlich durch die großartigen Band-Bilder der Photographin Sandy Kim aufmerksam geworden, mit der wir übrigens auch mal ein launiges Interview geführt haben.

Die Musik von Boy wiederum ist ganz anders als die von Girls: poetischer, sensibler Indie-Pop mit Anklängen an Phoenix und Feist.
Eine Art Songwriter-Pop, mit Liedern, die von Aufbruch handeln und von Veränderung. Sehr Frauenzeitschrift-kompatibel, aber auch einfach nur schöne Musik. Boy sind zweiffelos einer der interssantesten Newcomer in diesem Jahr.


