Ab in den Urlaub!

Mit vielen Freunden an einem großen Holztisch unter freiem Himmel sitzen, gute Gespräche bis in die frühen Morgenstunden führen und dabei die ein oder andere Flasche Rotwein austrinken; so stelle ich mir den perfekten Sommerurlaub vor. Wenn dazu dann noch Tage um den Pool, ein herrlicher Ausblick von der Terrasse und frischer Fisch zum Abendessen kommen, bin ich rundum glücklich und komme ganz schnell auf die Idee doch einfach nie wieder zurück zu fahren. Die Chancen stehen gut, dass dies in der kommenden Woche passiert. Denn es geht nach Italien an den Lago Maggiore in das Haus einer guten Freundin und ich freue mich schon jetzt, wie ein kleines Kind. Da Vorfreude ja bekanntlich die schönste aller Freuden ist, schaue ich zur Vorbereitung gleich mal Filme die Lust auf Sommerurlaub machen. Falls Ihr noch keine Sommerpläne habt und nun von Neid erfüllt werdet, wartet einfach auf kommenden Dienstag, denn da gibt es dann die Filme die eher Angst vorm Sommerurlaub machen…

Kleine  wahren Lügen (R: Guillaume Canet, F 2010)

Als es kalt war, lag ich mit einer guten Freundin unter einer Decke eingekuschelt und wir haben uns diesen Film angeschaut. Er ist zwar vorhersehbar, teils ein bisschen überladen (die Musik!!) und zeigt speziell die Frauencharaktere in Stereotypen, aber dennoch haben wir danach direkt nach Ferienhäusern gesucht! Der Film macht definitiv Lust auf Urlaub mit Freunden, Wein und Sonne. Auch auf die Gefahr hin, dass dann Probleme auftauchen, die man sonst ganz gern verdrängt…

Vicky Christina Barcelona (R: Woody Allen, USA/ESP 2008)

Woody Allen hat wahnsinnig viele Urlaubsfilme gemacht, eigentlich könnte man mit seinen Filmen durch sämtliche westliche Metropolen reisen. Aber kaum ein Film macht so viel Lust auf Sommer wie Vicky Christina Barcelona. Javier Bardem, Penélope Cruz, Rebecca Hall und Scarlett Johansson spielen in dem Vierecks-Beziehungsdrama die Seele aus dem Leib und sind einfach wunderbar anzuschauen.

I am love (R: Luca Guadagnino, IT 2009)

Tilda Swinton ist und bleibt meine allerliebste Lieblingsschauspielerin. Sie ist ein Garant für wunderbare Filme und diesen hat Sie auch noch selbst mit auf den Weg gebracht. 11 Jahre arbeitete Sie mit dem Regisseur Luca Guadagnino an dem Film, bevor er endlich finanziert und gedreht werden Kinos konnte. Swinton spielt darin das Oberhaupt der bourgeoisen Familie Recchi, die sich aus ihrer steifen Rolle löst und in ein amouröses Abenteuer stürzt. Der Film ist sehr komplex, wahnsinnig bewegend und ist so wunderschön gefilmt, dass man die Bilder am liebsten einzeln an der Wand betrachten würde.

Vincent will Meer (R: Ralf Huettner, D 2010)

Vincent (Florian David Fitz) hat Tourette Syndrom und wird nach dem Tod seiner Mutter vom Vater (Heino Ferch) in eine Klinik gesteckt wo er lernen soll seine Ticks zu kontrollieren. Stattdessen aber reißt Vincent mit der essgestörten Marie (Karoline Herfurth) und dem zwangsneurotischen Alex (Johannes Allmayer) aus und macht sich auf zum Meer, welches er noch nie gesehen hat. Die Probleme der Drei stellen sich Ihnen immer wieder beim Erreichen der eigenen Ziele in den Weg und am Ende kommen nicht Alle an, diejenigen aber dafür mit weniger Ballast.

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