Das Undenkbare sichtbar machen

Hin und wieder trifft einen ein Film mitten ins Herz. Er durchdringt einen, weckt Emotionen, wirft neue Gedanken auf und fesselt einen beim Schauen vollkommen. Dies sind die Filme, die man nicht mehr vergesst, die bei einem bleiben und mit denen man alle nachfolgenden Seherfahrungen vergleicht. Ich habe auf der vergangenen Berlinale einen solchen Film gesehen und ein Großteil des Publikums war meiner Meinung, weswegen der Film den Panorama Publikumspreis für die beste Dokumentation erhalten hat. Ich spreche natürlich über Jogh Oppenheimers schockierenden Film The Act of Killing. Die Berlin Film Society zeigt den Film morgen (Mittwoch 2.Oktober) und übermorgen. Also husch husch, Karten bestellen, denn die sind bereits fast komplett ausverkauft. Details zum Film nach dem Klick

The Act of Killing (R: Joshua Oppenheimer, Christine Cynn, DEN/NOR/GB 2012)

Kann man Reue beibringen? Ein Experiment versucht die Gefühle von Stolz und Gererchtigkeit gegen Scham und Schuld zu ersetzten indem es uneinsichtige Mörder mit ihren Taten konfrontiert. Ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben zeigt Josh Oppenheimer die Täter des Genozids in Indonesien. Er macht das undenkbare sichtbar, macht die „monster“ menschlich, greifbar, real und somit noch beängstigender!

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