Cult Mother: Tarot, Berlin und Alkoholabstinenz

Cult Mother: Tarot, Berlin und Alkoholabstinenz

Fotos: Roger Sabaté. 

Hannah Joy Graves hat eine magnetische Präsenz, die ich zum ersten Mal registriert habe, als ich zu einem Tätowierungstermin im AKA auftauchte, einem Neuköllner Studio, das sie damals leitete. Da Berlin mehr ein Dorf ist, als die Stadtkarte vermuten lässt, kreuzten sich unsere Wege erneut, als ich herausfand, dass Hannah, als sie sich der Welt als Cult Mother vorstellte, begann, Tarot-Lesungen anzubieten – eine Praxis, die aktuell nicht relevanter sein könnte, da die Realität immer unsicherer wird. Wie die Cult Mother es ausdrückte: “Die Menschen fühlen sich unverbunden und desorientiert und entdecken, dass Tarot ein großartiges Mittel ist, um sich in der Verwirrung und Unsicherheit zurechtzufinden.

Aber in diesem Interview geht es um mehr als nur um Karten. Hannah erzählte uns, wie sie ihren Weg in die Spiritualität gefunden hat, wie sie sich Tarot als Teil des Berliner Nachtlebens vorstellt und warum die Stadt sie auch nach ihrer Abkehr vom Alkohol weiterhin inspiriert.

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Dose of Pleasure ist der Rave auf Distanz für den perfekten Sommerabend

Dose of Pleasure ist der Rave auf Distanz für den perfekten Sommerabend

Der Sommer lässt ganz Berlin langsam aus einem langen Winterschlaf erwachen. Umso mehr vermissen viele Berliner die Nächte mit ihren Freunden in ihren Lieblingsclubs. Während viele Clubs jetzt Techno-Biergärten im Freien anbieten, ist dies leider nicht die Erfüllung für die leidenschaftlichen Raver*innen und Tänzer*innen unter uns. 

Es ist daher traurigerweise keine Überraschung, dass die Zahl der illegalen Raves in der Hasenheide und in den Wäldern rund um die Stadt in den letzten Wochen dramatisch zugenommen hat. Viele fühlen sich vielleicht nicht wohl bei dem Gedanken, sich in eine große Menge von Fremden zu stürzen. Andere können ihr Verlangen nach einer Nacht mit Musik und Tanz nicht mehr unterdrücken. Es fühlt sich ein bisschen verdreht an, dass man etwas so Natürliches wie gemeinsam Tanzen auf unbestimmte Zeit erstmal ad acta legen muss. Dennoch: Die aktuellen Entwicklungen sprechen nicht für sorgenfreie Club-Besuche. Ganz im Gegenteil. 

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8 Ausflugsideen für ein Wochenende in der Natur

8 Ausflugsideen für ein Wochenende in der Natur

Wir haben es verstanden, Berlin ist euch zu langweilig geworden. Ohne die Clubs, Konzerte und Festivals, die ihr normalerweise im Sommer besucht, ist es aktuell tatsächlich fast nur halb so schön. Da wir durch Corona die Zeit, die wir draußen und in der Natur verbringen, wieder wirklich zu schätzen gelernt haben, kommt hier eine Liste an Aktivitäten, die Natur und Abenteuer innerhalb Deutschlands verbinden. Also raus aus Berlin und los gehts!

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Dumm und Fahrlässig: Warum das YAAM nicht Schließen darf!

Dumm und Fahrlässig: Warum das YAAM nicht Schließen darf!

Foto: Spyrosdrakopoulos / CC BY-SA

Das YAAM, der einzigartige Kulturraum an den Ufern der Spree am Ostbahnhof, der speziell Berlins BPoC-Community einen Ort der Zusammenkunft bietet, musste diese Woche seine Räumlichkeiten aufgeben – ungeachtet der rechtlichen Hintergründe oder der tatsächlichen Absichten hinter den Ereignissen, es gab nie einen schlechteren Zeitpunkt der Schwarzen Community in Deutschland einen Veranstaltungsort zu nehmen!

Die Stabilität der Ufermauer, auf der das Gebäude gebaut ist, wäre nicht mehr gewährleistet – so ein offizielles statisches Gutachten. Während rechtliche Erläuterungen die Dinge vielleicht etwas niedlicher klingen lassen – die Schließung eines Clubraumes auf einem mehr als lukrativen Grundstück… wir alle werden jetzt doch nur eine Sache annehmen, nicht wahr?  – dabei erscheint das Timing dieser Ereignisse jedoch fast wie ein ziemlich schlechter Witz. Wer auch immer die Anweisung gegeben hat, die Betreiber des YAAMs dazu zu bringen, die Innenräume des Venues zu räumen: “Du liest schon die Nachrichten oder?!”.

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Das Staatsballett Berlin tanzt im Freien

Das Staatsballett Berlin tanzt im Freien

Foto: Jubal Battisti. 

Ende August können die Opern und Theater Berlins nach der Abriegelung wieder geöffnet werden. Wir freuen uns sehr darüber, aber es wird nicht dasselbe sein, mit vielen Einschränkungen auf der Bühne und hinter den Kulissen und mit viel weniger Plätzen im Zuschauerraum. Viele der neuen Produktionen, auf die wir uns so gefreut haben, wurden gestrichen, weil sie entweder nicht den Abstandsregeln entsprachen oder wegen der Einschränkungen einfach nicht geprobt werden konnten.

Seit einigen Monaten konnten die Tänzerinnen und Tänzer des Staatsballetts Berlin nicht mehr gemeinsam auftreten oder üben. In einer früheren Phase des Lockdowns haben wir bereits ein wirklich wunderbares Video gezeigt, das von der Solotänzerin Ksenia Ovsyanick initiiert und geschnitten wurde und das die Tänzerinnen und Tänzer zeigte, wie sie während der Selbstisolation in ihren Häusern und Gärten auftraten. Jetzt, einige Monate später, konnten die Tänzer ihre Häuser verlassen und wieder üben, aber immer noch nicht so zusammen, wie sie es gewohnt waren. Nach dem großen Erfolg des ersten Videos haben sie nun zwei weitere Videos veröffentlicht, die wir hier mit euch teilen möchten. Weiterlesen…

Martin-Gropius-Bau: Eine Interaktive Ausstellung über die Rituale des Schenkens

Martin-Gropius-Bau: Eine Interaktive Ausstellung über die Rituale des Schenkens

Installationsansicht Lee Mingwei: 禮 Li, Geschenke und Rituale, Gropius Bau, Berlin, 2020, Foto: Laura Fiorio. 

Die Kulturszene hat der Lockdown sehr hart getroffen. Da ich mich beruflich viel in der Kunstszene bewege, machte es mich besonders traurig auf Ausstellungen und Besuche in Museen verzichten zu müssen. Ich bin auf der einen Seite zwar begeistert, wie vielfältig das Programm online ist: Wie nah man plötzlich Künstlern, Museen und Galerien kommen kann. Es ist alles sehr persönlich geworden und wir können viele Blicke hinter die Kulissen werfen. Andererseits kann für mich das Erfahren von Kunst vor Ort – die Nähe zum Kunstwerk, die Dimensionen von Arbeiten klar vor sich zu sehen – nichts ersetzen.

Umso glücklicher war ich, endlich wieder in eine Ausstellung gehen zu können. Ich entschied mich als Erstes für den Martin-Gropius-Bau und die Ausstellung von Lee Mingwei: 禮 Li, Geschenke und Rituale (noch bis zum 12. Juli 2020). Lee Mingwei ist ein taiwanesisch-amerikanischer, zeitgenössischer Künstler, der sich den Ritualen des Schenkens und Beschenktwerdens widmet.

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Digital Pride: Zusammen trotz Distanz 

Digital Pride: Zusammen trotz Distanz 

Wie zeigt man Zusammenhalt und Zugehörigkeit in Zeiten von Social Distancing? Berlins queere Community wagt sich in virtuelle Gefilde, um darauf Antworten zu finden. 

Das Jahr 2020 war hart – für uns alle, aber besonders für die globale Queer-Community. Während in Ungarn versucht wird, Transsexuelle ihres Rechts auf Anerkennung ihres Geschlechts zu berauben, Großbritannien und die USA im Begriff sind wichtige Antidiskriminierungsgesetze gegen queere Menschen zurück zu nehmen und Polen ein Drittel des Landes zur so genannten “LGBT-freien Zone” erklärt hat, ist institutionalisierte Homophobie vor Berlins Haustür angekommen.

Mehr denn je müssen queere Menschen Widerstandskraft unter Beweis stellen und brauchen diese Zeit um unsere Identität zu feiern und Solidarität mit all jenen zu zeigen, die es noch nicht können – doch genau jetzt befinden wir uns inmitten der größten Pandemie des letzten Jahrhunderts.

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Aperitivo Berlino: Ein Guide für die Besten Aperitif Bars in Berlin

Aperitivo Berlino: Ein Guide für die Besten Aperitif Bars in Berlin

Die Tage werden wärmer, die Abende länger und die Lust gemeinsam bei einem Aperol den Abend ausklingen zu lassen, lockt viele Berliner aus den Häusern. Die Straßen füllen sich wieder mit berauschten Nachtschwärmern, den neusten Geschichten aus dem Leben seiner Freunde lauschend und auf der Suche nach dem nächsten Gläschen Aperol. Um euch für die nächsten warmen Sommernächte einige Anregungen zu geben, möchten wir euch einige tolle Aperitif Bars in Berlin vorstellen.

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Arbeitslos in Berlin und Trotzdem Unermüdlich

Arbeitslos in Berlin und Trotzdem Unermüdlich

Fotos: Roger Sabaté. 

Schließe für eine Sekunde die Augen.
Stelle dir einen 28-Jährigen vor, die gerade nach Berlin gezogen ist. Sie lebte vor einiger Zeit hier, konnte aber keine richtige Arbeit finden und kehrte in ihr Herkunftsland zurück. Sie hat sich versprochen, dass sie eines Tages zurückkehren und die Stadt erobern wird.
Fünf Jahre später ist sie wieder hier, diesmal nicht als Putzfrau, sondern als Projektmanagerin. Sie fühlt sich gegen jede Arbeitsmarktkrise immun, sie hat einen starken Spielplan und etwas Geld, das sie ausgeben kann. Neue Schuhe? Aber sicher! Jedes Wochenende eine Techno-Party? Bam! Die ganze Woche auswärts essen? Kein Problem!

Jetzt eine Minute Pause. Oder vielleicht für immer pausieren. Kannst du das? Kannst du es für mich für immer pausieren, bitte? Denn was jetzt kommt, ist die berüchtigte “Contagion”-Nachstellung, die all meine Träume und Hoffnungen weggespült hat. Ja, dieser unvorsichtige Erwachsene war ich, der so sehr in meinen kapitalistischen Privilegien feststeckte, dass die Entlassung meine Welt völlig zermalmt hat.

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Das Studio of Wonders erfüllt eure Selfie-Träume

Das Studio of Wonders erfüllt eure Selfie-Träume

Ein üppiger Dschungel, in dem es keine Touristen gibt? Ein leerer U-Bahn-Waggon und ein superhohes Dach mit traumhafter Aussicht ohne Besucher? Ja, diese Orte gibt es wirklich in Berlin und sind nicht Teil einer dystopischen Fantasie. Und sie warten darauf, dass Sie Ihr Foto mitnehmen!

Der Leipziger Platz, der kleine Bruder neben dem Potsdamer Platz, hat nun eine neue Attraktion zu bieten – das Studio of Wonders. Das Selfie-Paradies tritt in die Fußstapfen einer neuen Welle von Selfie-Galerien, die sich weltweit zu einem anhaltenden Trend entwickelt haben. Geboren aus dem Ideal Instagrams, ständig neue aufregende Fotografien zu liefern, um sie einem Online-Publikum zu zeigen, hilft das Studio of Wonders seinen neugierigen Besuchern, neue Inhalte mit 20 verschiedenen ungewöhnlichen Szenen auf 500 geräumigen Quadratmetern zu schaffen.

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