Wer hat die beste Apokalypse?

Wer hat die beste Apokalypse?

Fotos: Frank Sperling

Man braucht nur einmal seinen Social Media Stream rauf und runter zu scrollen, um eins klar zu erkennen: #Apokalypse ist definitiv im Trend. Von Klimakrise zum internationalen Terror bis hin zur totalitären Machtübernahme a la Handmaidstale. Man weiß ehrlicherweise gar nicht mehr, welche Apokalypse die bessere wäre. Wird es bald ein Contest geben a la Germanys Top Apocalypse? Mal sehen.

Im neuesten Stück von Ariel Efraim Ashbel und friends mit dem spielerischem Titel no apocalypse not now  am Haut 1 gibt es definitiv eine ganze Reihe an apokalyptischen Szenarien, die mit den einfach aber eindrucksvollen Mitteln auf die Bühne gebracht wurden. Bildgewaltig und dennoch subtil absurd schafft sein Team durch Licht, Rauch und manchmal nur ein besonders seltsames Element eine neue Welt am Abgrund. Doch Ashbels Geheimrezept sind die vier grandiosen Performer*innen Jessica Gadani, Cassie Augusta Jørgensen, Sarah Thom und Tatiana Saphir. Jede von ihnen bringt solch eine besondere Kraft auf die Bühne, die den Licht und Szenenbildern erst ihre eigenen Geschichten verleihen.

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Plateau Effect am Staatsballett Berlin – Was ist, wenn im Ballett einfach keiner tanzt?

Plateau Effect am Staatsballett Berlin – Was ist, wenn im Ballett einfach keiner tanzt?

Stell dir vor, du gehst ins Ballett und keiner tanzt. Jetzt ist es endlich soweit: Die von mir lang ersehnte und bei einigen heiß diskutierte Intendanz von Sasha Waltz am Staatsballett hat begonnen. Und damit auch ein Auswahl an zeitgenössischer Tanzkunst, die für das klassische Staatsballett-Publikum sicherlich unerwartet sein wird.

In der Kategorie unerwartet passt auch das Stück von Jefta van Dinther Plateau Effect. Erst verschwinden die Körper der Tänzer in grauen schweren Stoff der sich wie ein lebendiges Wesen bewegt. Dann stehen sie vor einer abgerissenen Zivilisation, die sich nicht mehr wirklich von alleine aufbauen lässt. Am Ende zucken die Körper wie Puppen in der Dunkelheit davon. All dies begleitet von ein feinsinnig inszeniertes Licht und Sound Spiel was das Herz schneller schlagen lässt als eine Achterbahnfahrt.

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Schweiß und Tanz – die Highlights von Tanz im August 2019

Schweiß und Tanz – die Highlights von Tanz im August 2019

Foto: Mathieu Doyon. 

Der August strahlt traditionell auf den Bühnen der Stadt im Zeichen des zeitgenössischen Tanzes. Wir haben uns ausführlicher mit den Highlights des bekanntesten Festival der Tanzszene beschäftigt: Tanz im August. Dort kommen besondere Stücke aus aller Welt und erleben hier teilweise ihre Premiere oder ihre Deutschlandpremiere. Wir haben im englischen Teil des Artikels versucht eine intuitive Auswahl des Programms für euch zu erstellen. Natürlich lohnt es sich das ganze Programm selbst zu studieren und auch die zahlreichen Nebenveranstaltungen zu besuchen.

Glory – Tanzende Verstörung

Glory – Tanzende Verstörung

Fotos: Dieter Hartwig. 

Wo beginnt ein Tanz und wo hört er wieder auf. Wann ist eine Bewegung ästhetisch und wann schreckt sie uns ab. Wo kann Körper zu einer Geschichte werden und welche Geschichte wird das Publikum erreichen?

Diese Fragen sind Kernelemente des Tanz-Duetts Glory von Jeremy Wade. Gemeinsam mit Sindri Runudde verliert sich Jeremy Wade selbst  in einer Choreography der Gewalt. Dieses Wochenende wird das Stück das vor 12 Jahren seine Premiere bei den Tanztagen erlebte in den Sophiensaelen wieder aufgeführt.

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Gewinnt ein Picknick mit dem Team von iHeartBerlin bei Staatsoper für Alle

Gewinnt ein Picknick mit dem Team von iHeartBerlin bei Staatsoper für Alle

Anzeige. 

Klassische Musik ist wie eine besondere Delikatesse. Eine die länger braucht in der Zubereitung und vielleicht auf dem ersten Blick etwas unscheinbar wirkt. Vielleicht ist ihr Geschmack auch etwas in Vergessenheit geraten. Aber sobald man sie nochmal probiert möchte man gar nicht mehr aufhören davon zu essen.

Berlin bietet zum Glück ein vielfältiges Buffet an Möglichkeiten klassische Musik zu genießen. So steht eines der bekanntesten Klassik-Open-Airs vor der Tür. Bei Staatsoper für Alle, dem Jahreshighlight der Staatsoper unter den Linden gemeinsam mit BMW, wird übernächstes Wochenende der ganze Bebelplatz zum Zuschauersaal erklärt. Unter freiem Himmel und umgeben von majestätischer Architektur dürfen alle Berliner und Berlin-Besucher Konzerte der Extraklasse einfach so umsonst erleben.

Um das eh schon einzigartige Erlebnis abzurunden, haben wir gemeinsam mit der Staatsoper kooperiert und wollen hiermit ein exklusives Picknick an die Leser von iHeartBerlin verlosen. 3×2 Gewinner dürfen mit uns bei einem leckeren Sektbrunch am Sonntag den 16. Juni um 11:30 Uhr, die Klänge der Staatskapelle dirigiert von Daniel Barenboim lauschen.

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Hecate House: Ein Immersives Theaterstück im Delphi Stummfilmtheater

Hecate House: Ein Immersives Theaterstück im Delphi Stummfilmtheater

Fotos: Vismante Ruzgaite. 

Wie ihr wisst, lieben wir interdisziplinäre Projekte, bei denen verschiedene Genres miteinander verschmelzen, besonders wenn dies an einzigartigen Orten in Berlin geschieht. Eine gute Gelegenheit, so etwas zu erleben, findet dieses Wochenende für 3 Nächte im wunderschönen Delphi statt. Dieser Ort hat eine einzigartige Geschichte, da es sich um ein Stummfilmtheater handelt, das in den 1920er Jahren eröffnet wurde und eigentlich das letzte seiner Art war, das jemals gebaut wurde.

Mit Hecate House, einer neuen, unabhängigen, genre-übergreifenden Theaterproduktion von Christopher Adams-Cohen unter der Regie von James Darrah, verwandelt sich das alte Stummfilmtheater in eine experimentelle Erfahrung, die alle eure Sinne anregt. Umrahmt von einer Geschichte über einen Geschwisterpaar, das im Schwarzwald in einen Sturm geraten und in einem verlassenen Jagdschloss Zuflucht sucht, in dem ein mysteriöses Paar Zwillingsschwestern lebt, wird das Publikum eingeladen, sich in eine interaktive audiovisuelles Landschaft zu begeben, welches des Performer-Zuschauer-Erlebnis völlig auflöst. Während des Stücks könnt ihr außerdem Live-Improvisationen mit elektronischer Musik von Farah Hazim und Wissam Sader, sowie von Andrea Galad choreografierte Tanzaufführungen genießen.

Um euch einen kleinen Vorgeschmack zu geben, haben wir bei der ersten Kostümprobe ein paar Fotos für euch gemacht. Das Hecate House wird heute Abend im Delphi seine Premiere feiern. Samstags und sonntags gibt es weitere Vorstellungen.

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Der Palast – Eine verrückte Tanzshow über Gentrifizierung

Der Palast – Eine verrückte Tanzshow über Gentrifizierung

Stell dir du müsstest für deine neue Wohnung bei deinem Vermieter vortanzen? Du würdest in einem wilden Tanzwettbewerb auftreten mit anderen mehr oder weniger begabten Performern um deinen Platz in der überteuerten 1-Zimmer-Wohnung in Wedding zu sichern. Klingt absurd? Genau das ist das Konzept des neuen Gentrifizierungs-Spektakels von Costanza Macras: “Der Palast”.

Mit ihrem Dorky-Park Ensemble, was durch ein paar spannende neue Performer aufgefrischt wurde, ist sie in die Volksbühne eingezogen und hat eine abwechslungsreiche und auf ihre Art und Weise tragisch-unterhaltsame Show auf die Beine gestellt. Wir waren dabei und haben ein paar Eindrücke eingefangen. Mehr über die Inszenierung könnt ihr im englischen Teil des Artikels nachlesen.

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Ein Techno-Ballett: Half Life von Sharon Eyal und Gai Behar

Ein Techno-Ballett: Half Life von Sharon Eyal und Gai Behar

Das zeitgenössische Tanzstück “Half Life” von Sharon Eyal und Gai Behar, das vom Staatsballett Berlin aufgeführt wird, entführt den Betrachter in eine abstrakte Welt, in der Intensität jede Geste und jede Entscheidung prägt.

Ein treibender elektronischer Beat lässt die halbnackten Körper der Tänzer fast trancehaft pulsieren. Das ganze Ensemble bewegt sich im Gleichklang, als wäre es ein Organismus – völlig eins mit der Musik. Der Schweiß auf ihrer Haut lässt jeden Muskel im blassen Licht vor dem schwarzen Hintergrund glitzern. Auch wenn die Choreografie stark auf Wiederholung basiert, baut sich eine Menge Spannung auf und die Erleichterung, die der Zuschauer erlebt, wenn eine Bewegung aus der Formation ausbricht, fühlt sich wie dieser köstlichen “Beat Drop”-Moment während einer verschwitzten Techno-Club-Nacht an.

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Sasha Waltz: Rauschen – Die Maschine Kann Dich Tanzen Hören

Sasha Waltz: Rauschen – Die Maschine Kann Dich Tanzen Hören

Fotos: Olga Khristolyubova

Werden wir Menschen noch gebraucht, wenn die Maschinen die Macht übernommen haben? Oder verbringen wir unser Dasein in einer Warteschleife an Entspannungsprogrammen, mit denen uns die Computer beruhigen. Ein traumloser Schlaf, weggedröhnt aber nicht abwesend. 

Rauschen heißt die neuste Premiere von Sasha Waltz an der Volksbühne Berlin. Darin zeichnet Waltz ein dystopisches Bild einer Zukunft mit Maschinen. Sie spiegelt in ihrem Werk eine fragmentierte toxische Gesellschaft wieder, die nicht weiß wohin mit sich. Ein Ensemble was gemeinsam einsam tanzt. Und alle schauen hin. Ob sie wollen oder nicht. Denn Sasha Waltz schafft es mit wenig Mitteln eine dichte Atmosphäre und starke Bilder zu evozieren. 

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FanFic-Festival – Die queere, kuriose und ehrliche Kraft von Fan-Fiction

FanFic-Festival – Die queere, kuriose und ehrliche Kraft von Fan-Fiction

Collage: house of killing

Eine schwule Version von Harry Potter? Eine Abwandlung von Black Panther, wo der Bösewicht nicht stirbt und stattdessen weiterregiert? Oder eine Akte-X Folge, wo Agent Scully aus versehen Agent Mulder erschiesst? All dies ist möglich mit der einen Fantasy und mit der Macht von Fan-Fiction.

Anfangs als reines Netzphänomen, wo sich eine Community an Fans zusammenschliessen um kreatives Material zu erschaffen, kann Fanfiction mittlerweile als eines der umfassendsten partizipativen Schreibprojekte der Gegenwart verstanden werden. Das spannende an dieser unkonventionellen Kunstform: Sie ist anti-kapitalistisch und oftmals queer-feministisch. Weil hier kommen kreative Köpfe zusammen die sich nicht vom Mainstream vorschreiben wollen, wie eine Geschichte zu enden hat. Sie schreiben ihre eigene Version ihrer Geschichte und sind so Teil der Gegenwarstkultur.

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