Berlin, wie wir es kennen und lieben, macht dicht

Berlin, wie wir es kennen und lieben, macht dicht

Mit der bevorstehenden Schließung des beliebten Neuköllner Nachtclubs Griessmühle, dem ältesten Kino Berlins, dem Moviemento, das um sein Überleben kämpft, und dem ikonischen Clärchens Ballhaus, was bereits geschlossen hat, ist die aktuelle Stimmung in der Stadt schon ziemlich im Keller. Wird das Berlin, das wir kennen und lieben, jetzt allmählich geschlossen? Haben die kommerziellen Mächte, endlich gewonnen und das alternative, unbezähmbare, freiheitliche Berlin geschluckt? Ich mache euch keinen Vorwurf, wenn ihr so empfindet.

Als jemand, der Berlin seit 20 Jahren beobachtet, habe ich viele geschätzte Clubs und kulturelle Orte gehen sehen, einige werden heute sogar noch sehr vermisst. Die Teilung der Stadt, die ungewollten und verlassenen Orte, die Relikte der Industrialisierung, sie alle boten so viel Raum, dass die Untergrund- und Nachtclub-Szenen sich entwickeln und gedeihen konnten, besonders seit dem Fall der Mauer. Sie schuf einen immer durstigen und unbeirrbaren Geist, um Räume, Objekte und Ideen neu zu erfinden, neu zu nutzen und mit ihnen zu experimentieren. Sie schuf eine Stadt, die ihren Mangel an pompösen Sehenswürdigkeiten zu einer Tugend und ihren Lebensstil zu jener magnetischen Qualität machte, die in den letzten Jahrzehnten unzählige Menschen hierher brachte.

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Wie es war, vor 20 Jahren nach Berlin zu ziehen

Wie es war, vor 20 Jahren nach Berlin zu ziehen

photoPatrick1977Bln / CC-BY-SA

Wir schreiben das Jahr 2000. Ich war bereits in meinen späten Teenagerjahren und frisch von der Schule, während der Rest der iHeartBerlin-Crew, wie ihr sie heute kennt, noch Fruchtzwerge gelöffelt hat. Es ist das Jahr, in dem ich in Berlin angekommen bin, und das war – da übertreibe ich nicht im geringstens – eine komplett andere Angelegenheit als heute. Stellt euch vor, ihr kommen hierher, ohne jemanden zu kennen, weil es keine sozialen Medien gab, um mit den Leuten in Kontakt zu treten, bevor man überhaupt ankommt. Und stellt euch vor, mit einer faltbaren Stadtkarte durch die Gegend zu laufen, weil es keine Google Maps gab. Stellt euch vor, dass der Eberswalder Straße U-Bahnhof im heutigen gediegenen Prenzlauer Berg das damalige Kottbusser Tor war (keine Ahnung, wie das echte Kottbusser Tor gewesen ist, denn man ist dort einfach NICHT hingegangen). 

Es war die Zeit vor dem großen Berlin-Hype, die Zeit vor Kellnern, die nur Englisch sprechen, vor dem Berghain-Kult, vor all diesen großen Shopping Malls, vor dem Berliner Hauptbahnhof, vor dem Gemecker über hohe Mieten oder Gentrifizierung, vor den zwanglosen Gesprächen über Drogenkonsum, vor den Mobs von Touristen, vor den Gesetzen gegen das Hinterlassen von Hundekacke auf den Straßen, vor dem Bankrott von Air Berlin, bevor Tempelhof in einen riesigen Park verwandelt wurde, bevor es richtige Jobs in Berlin gab. Damals war es eine ganz andere Welt. Es war ein Berlin an der Grenze zwischen den rohen, unverdorbenen 90er Jahre nach dem Mauerfall, das so viele von uns älteren Neu-Berlinern idealisieren, und dem Berlin von heute.

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Was ich an Berlin vermisse, wenn ich im Ausland bin

Was ich an Berlin vermisse, wenn ich im Ausland bin

Wenn es mich länger ins Ausland verschlägt und ich viel Zeit in fremden Großstädten verbringe, wird mir jedes Mal vor Augen geführt, was ich an Berlin besonders schätze. Es kann noch so schön sein, durch das umtriebige Bangkok zu schlendern oder am Strand bei LA ein Eis zu schlecken, niemals würde ich Berlin gegen irgendeine andere Stadt auf dieser Welt eintauschen. Vielleicht hat es damit zu tun, dass ich hier aufgewachsen bin, doch ich glaube wer sich einmal in Berlin verliebt hat, ist ihr unheilbar verfallen. Die Dinge, die ich in fernen Städten an Berlin am meisten vermisse, habe ich euch mal zusammengetragen.

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Berlin Bleibt Sexy: 10 Sexfluencer, die gegen Zensur kämpfen

Berlin Bleibt Sexy: 10 Sexfluencer, die gegen Zensur kämpfen

Diese zehn Männer und Frauen haben keine Angst nackte Haut zu zeigen.

Mit ihrer Arbeit verwischen sie die Grenzen von Kunst, Pornografie, Sexarbeit, politischem Aktivismus oder was als “professionelle” Arbeit angesehen wird. Doch ihr Mut sich gegen Zensur und für sexuelle Freiheit einzusetzten hat auch seinen Preis. Die explizite Natur ihrer Arbeit oder Online-Auftritts ist für viele wie eine Freikarte zum sexuellen Übergriff, verbal oder sogar physisch. So à la: “Mit der/dem kann man’s ja machen!”

“Ich habe mich in einigen sehr gefährlichen und unbequemen Situationen wiedergefunden”, berichtet unser Cover-Model Sam Morris gegenüber der Gay Times. “Ich wurde sexuell erpresst, angegriffen, verbal belästigt und vergewaltigt. Diese Situationen entstanden zwischen angesehenen Fotografen, erfolgreichen Zeitschriftenredakteure, und anderen schwulen Männer, die mir begegnet sind. ”

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