Bevor ich mit iHeartBerlin angefangen habe, war mein Leben nicht so ​​bunt und voller kreativer Köpfe wie heute. Ohne es jemals geplant zu haben, bereicherte der Blog mein Leben mit so vielen Begegnungen mit wundervollen Menschen, die zu meiner unendlichen Inspirationsquelle wurden. Ich traf Designer, die mich dazu motivierten, Modeschauen zu organisieren. Ich traf Ladenbesitzer, die mich dazu brachten, meine eigenen Produkte zu kreieren, DJs, die mich dazu veranlassten, meine eigenen Partys zu veranstalten, Tänzer, die mich in die Theaterszene einbezogen haben, Künstler, die Teil meiner Ausstellungen wurden.

Bis zu diesem Zeitpunkt war Inspiration meistens etwas, was ich selbst herausfinden musste. Und das war auch ok so für mich. Ich kann mich nicht erinnern, Vorbilder oder Menschen gehabt zu haben, nach denen ich strebte. Es bedurfte der Perspektive einer Publikation wie iHeartBerlin, die mich lehrte, mich für das zu öffnen, was andere Leute tun, ihren Einfluss zu schätzen und ihre Kreativität meine eigene einfärben zu lassen. Während ich über ihre Arbeit schrieb, drangen einige Aspekte ihrer Denkweise Stück für Stück in meine ein. Ich wurde in ihre Welten gezogen, die oft so weit von meinen entfernt waren. Aber diese fremden Kontexte haben mich wie kaum etwas anderes in meinem Leben geprägt.

Was mich am meisten inspiriert, ist, wenn Künstler und Kreative ihre eigenen Genres auf den Kopf stellen und neu erfinden. Der Mut, den es braucht, die Ausdauer, das Vertrauen – das beeindruckt mich.

Dieses neue Videoporträt, das wir in Zusammenarbeit mit dem neuen Magazin LVRE gedreht haben, ist eine Hommage an einige der kreativen Geister, die mich in den letzten 12 Jahren geprägt haben und die das “Herz” in iHeartBerlin ausmachen. Wir stellen 6 Berliner Kreative vor, die für mich besonders herausstechen: Hungy, der sein eigenes Genre des “Distorted Drag” kreierte. Raquel und Chris, die mit ihrem multidisziplinären Projekt Pornceptual die Grenzen zwischen Porno und erotischer Kunst vermischen. Laetitia, die eine vielfältige und inklusive Plattform für feminine Kunst kuratiert. Gal, der Gebärdensprache mit Tanz- und Theateraufführung mischt. Und Kristiane, die Skulpturen schafft, die man essen kann.

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Frank
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on Juni 4th, 2019
updated on August 8th, 2019
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