Wie ich mich in Berlin von weiblichen Schönheitsidealen befreien konnte

Wie ich mich in Berlin von weiblichen Schönheitsidealen befreien konnte

Fotos: Vismante Ruzgaite. 

Wir drei waren früher unzertrennlich. Ich würde sie immer in meine Pläne einbeziehen und das Haus praktisch nicht ohne sie verlassen. Bis vor kurzem hatte ich das Gefühl, dass ich ohne Make-up und BH nicht ganz vollständig bin. Wir sehen uns immer noch, aber manchmal entscheide ich mich einfach, die beiden zu Hause zu lassen.

Da mein üblicher Look früher eine Art 60er Jahre Groupie Wannabe war, war ich von dieser Entwicklung in meinem persönlichen Stil ziemlich überrascht. Wurde ich müde von den zeitraubenden Ritualen? Habe ich versehentlich einen Trend eingeholt? Warum habe ich das Gefühl, dass ich dies überhaupt im Hinblick auf die Mainstream-Schönheitsstandards analysieren muss?

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Show Your Pride – Ein Regenbogen in meinem Haar

Show Your Pride – Ein Regenbogen in meinem Haar

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Vor ein paar Wochen wurde ich von Wella Professionals eingeladen, Teil ihrer neuen #ShowYourPride Kampagne zu werden und an einem Fotoshooting für das Blonde Magazine teilzunehmen. Es war für mich eine recht ungewöhnliche Anfrage, der ich jedoch gerne gefolgt bin, weil es mir die Möglichkeit gab, über Vielfalt und das Anderssein zu sprechen – aber auch, weil ich die Möglichkeit hatte, mich mit Regenbogenfarben in meinen Haaren für mehr Vielfalt und Akzeptanz einzusetzen. Mehr dazu im englischen Teil.

Berlins Schönste Männer

Berlins Schönste Männer

Foto: Hannes Gade

Berlin hat vielleicht nicht den Ruf, der Ort zu sein, wo die schönsten Männer der Welt wohnen, aber das liegt nur daran, dass wir sieben Monate im Jahr dicke Mäntel tragen müssen. Also Rio, du kannst die Koffer packen! Denn dank der Tatsache, dass Berliner Männer so liberal und offen sind, und auch kein Problem damit haben, auf Sozialen Medien alle Hüllen fallen zu lassen, haben wir nun den visuell Beweis: Berlin hat’s einfach drauf, auch was die Männer angeht. Also während du alleine im Bett liegst, dir vielleicht Prinz Charming aus Decken baust, oder vielleicht einen sadomasochistischen Moment hast und dein Selbstwertgefühl zerstören willst – mach ruhig weiter damit und sieh dir die folgende Auswahl Berliner Männer an. Den Rest stellst du dir dann einfach vor… Das ist furchtbar oberflächlich, das ist mir klar. Aber das passiert einfach. Plötzlich starrst du nur noch auf deinen Bildschirm. Diese Männer laden einfach zu viele gut ausgeleuchtete Bilder hoch. Also, seien wir alle ehrlich zu uns selbst und genießen diesen kurzen, seichten Moment des Social-Media-Begehrens. Wissend, diese Männer könnten gleich um die Ecke und nicht erst an der Copacabana warten. Viel Spaß, die Fotos gibt es in der englischen Version.

Konaction und die ungewöhnliche Schönheit Berlins

Konaction und die ungewöhnliche Schönheit Berlins

Konrad alias Konaction ist einer der wichtigsten und einflussreichsten Berliner Instagrammer, über 130-tausend Follower sprechen für sich. Er ist ein Meister darin Berlins ungewöhnliche und unangepasste Schönheit einzufangen: Grauer Himmel, Betonwände, und geometrische Formen. Wir haben uns mit Konaction getroffen und quatschten über nervige Hashtags, photogene Hotspots und wie seine Bilder in allen den plötzlichen Wunsch nach einer Plattenbauwohnung auslösen.

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Eine versteckte Haar-Perle mit dem Namen Brunette

Eine versteckte Haar-Perle mit dem Namen Brunette

Wenn’s haarig wird, spalten sich die Gemüter. Ein paar gehen gerne zum Türken-Barbier um die Ecke. Andere können ohne die Tönung von Udo Walz persönlich nicht mal das Haus verlassen (ich rede hier von einem realen Menschen aus unserem Team). Wie bei vielen anderen Dingen auch, mag ich persönlich Friseure und Barbiere, die auf die persönlichen Beratung setzen.

Fündig geworden bin ich letztens bei Brunette, einem Salon versteckt im zweiten Hinterhof am Tempelhofer Ufer. Geführt von einem sympathischen Pärchen, Lars und André, ist der Reiz des Ladens besonders der warme Umgangston und die Beratung ohne große Allüren. Das Resultat ist aber genauso professionell wie bei Udo Walz und co. (Leider ohne eigenen Erfahrungswerte…)

Mehr Eindrücke vom Salon im folgendem.

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Zins – Eine Schönheitsoase Neukölln

Zins – Eine Schönheitsoase Neukölln

Einige haben Angst vor Schlangen, Spinnen oder Ratten. Bei mir ist es anders. Ich habe Angst vor Friseuren. Diese leicht irrationale Angst hat dazu geführt, das ich die letzten Jahre immer zum gleichen Friseur gegangen bin. Das war kein besonders schlechtes Erlebnis, aber auch kein besonders gutes. Ich war quasi froh jedesmal halbwegs froh,  das das Resultat nicht als Schaden bezeichnet werden konnte. Ziemlich schade, weil Berlin sicherlich viele tolle Friseure zu bieten hat, die es lohnt mal ausprobiert zu werden.

Als ich vor kurzem auf dem Weg zum Körnerpark in Neukölln auf Zins gestossen bin, wusste ich das der Zeitpunkt gekommen ist über meinen Schatten zu springen. Nadine Zins, Friseurmeisterin und zielstrebige Unternehmerin wollte in ihrem Lieblingskiez in Neukölln was Besonderes erschaffen. Das ist ihr mit Zins, ein Friseur der nur nachhaltige Produkte verwendet durchweg gelungen. Auschlagebebend für meine Empfehlung waren die erlebte Wohlfühlatmosphere ohne gekünstelte Freundlichkeit sowie ein schönes Interior-Konzept das elegant und bodenständig zugleich ist. Hier komme ich wieder. Wenn ihr mal reinschauen wollt, gibt es Bilder nach dem Klick und die Adresse.

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Entdecke Berlin: Ein Wellness & Beauty Guide

Entdecke Berlin: Ein Wellness & Beauty Guide

Während die Menschen in Paris, New York und London ein ziemlich stressiges Leben dahin fristen, haben wir es hier in Berlin ja zum Glück ein wenig entspannter. Wir lieben es, jede Gelegenheit zu nutzen um vom Alltag und der Arbeit abzuschalten und es uns gut gehen zu lassen. Kein Wunder, dass es hier so viele tolle Wellness-Einrichtungen gibt und wunderbare Orte zum Relaxen. Ein paar davon haben wir für euch in unserem neuen Wellness Guide zusammengetragen, den ihr im englischen Teil des Artikels nachlesen könnt.

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The Anti-Fashion Week: Fight Lookism

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Passend zu meiner Anti-Fashion Week ist auch die Berliner Streetart und Perfomancebewegung Fight Lookism. Mit Lookism ist laut der Webseite der Mechanismus gemeint, der Menschen aufgrund ihres Körpers irgendwo zwischen den zwei Polen „schön“ und „hässlich“ verortet, wobei Schönsein was positives ist und „hässlich” sein meist negativ bewertet wird. Ich frage mich ob es auch die Leute sind, die auf die Heide Klum -Plakate, auf denen sich das greise Topmodel im Bikini für die neue GNTM-Staffel räkelt, sexistische Kackscheiße geschrieben haben. Die Idee fand ich auf alle Fälle ganz gut.

The Anti-Fashion Week: Miss Landmine

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Weniger schlimm als die Fußball-WM, aber immer noch im Dunstkreis der vom Teufel konzipierten TV-Sendungen, war Germanys Next Topmodel. Mein Verhältnis zur Modelharpie Heidi Klum habe ich bereits hier geklärt. Solche Wettbewerbe können jedoch zum Nachdenken anregen, wenn sie sich gezielt nicht mit gewöhnlichen Schönheitsidealen, sondern mit gesellschaftskritischen Ideen auseinandersetzen. Dies ist auf jeden Fall zutreffend bei dem Wettbewerb Miss Landmine , der 2008 in Angola stattfand. Seit letztem Jahr ist der Wettbewerb, der auf der Idee des norwegischen Künstlers Morten Traavik basiert, in Kambodscha verboten worden. Angeblich weil solch ein Wettbewerb die Ofper von Landminen verhöhnen würde. Ich dagegen verstehe  das dahinterstehende Konzept des Künstlers, welcher damit den beteiligten Frauen wieder vermitteln will das sie auch trotz der Verstümmelung ein Recht auf Schönheit haben. Zudem sorgt der Wettbewerb für Aufmerksamkeit auf die bestehende Landminen-Problematik. Mehr Fotos von Miss Landmine-Teilnehmerinnen nach dem Klick.

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