Haben wir in Berlin noch Träume?

Haben wir in Berlin noch Träume?

Als ich klein war, dachte ich, dass alle Dinge im Leben einer bestimmten Struktur folgen müssen. Wie ein Brief durch das Postsystem läuft oder wie meine große Schwester, die dem Schulsystem folgt. Es schien so, als ob das die Art wäre, wie das Leben nun mal funktioniert und die Art, wie wir wachsen und uns weiterentwickeln. Wie Pacman bewegen wir uns in einem bestimmten Rahmen von A nach B, so schnell und effizient wie auf Eisenbahnschienen, mit den wenigen Stops, bei denen wir aussteigen oder umsteigen können. Es ist sicher, das habe ich gelernt. Es ist bequem. Wir gehen in den Kindergarten, die Vorschule, das Gymnasium, zur Universität und beginnen zu arbeiten, beginnen eine Karriere aufzubauen, die letztlich viel Engagement und Ausdauer fordert. Junge Menschen in ihren 20ern, wie ich, die ihr ganzes Leben solchen Systemen gefolgt sind, werden nun langsam ungeduldig – wars das? Warte, was war das nochmal für ein Traum, dem ich bisher immer gefolgt bin?

Die Möglichkeiten, wie du dich und dein Leben gestalten kannst, sind endlos. Die Geschichten von Leuten, die es gewagt haben, aus diesen Systemen auszubrechen, sind überall im Netz verstreut. Haben wir denn eigentlich noch diesen einen Traum, oder ist es der Traum, so viele Errungenschaften wie möglich anzuhäufen? Gibt es diesen einen Beruf, in dem du immer noch träumst zu arbeiten, oder sind es viele oder sogar gar keine?

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Wie man ein erfolgreicher Kreativer in Berlin wird

Wie man ein erfolgreicher Kreativer in Berlin wird

photo: BORSHCH

In den letzten Jahren ist Berlin zu einer Bubble für internationale aus aller Welt geworden. Bezahlbare Mieten, kreative Freiheit, und die Aura noch nicht ausgetretener Pfade sorgen dafür, dass sich heute viele eher für die deutsche Hauptstadt entscheiden, anstelle von Metropolen wie London oder New York. Und an Orten mit solch pulsierender kreativer Energie, kommen Leute zusammen, um neue, aufregende Projekte zusammen zu starten, ob in Musik, Film, Mode, oder ganz anderen Bereichen. Aber oft ist dieses “Etwas gemeinsam starten” einfacher gesagt als getan. Womit muss man also rechnen, wenn man mit seinem “Do It Youself” Projekt in Berlin loslegen will? Und welche Rolle spielt Berlin bei dem Vorhaben? Wir haben uns mit zwei “DIY” Experten getroffen, und sie nach ihren Erfahrungen gefragt.

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Und die Mauer fiel

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Während die Berliner heute das Ende der Berliner Mauer unterm Brandenburger Tor feierten, hatte ich meinen Mauerfallmoment bereits gestern Nacht bei der finalen Performance von DreamYourTopia im Stattbad Wedding. Die Öffnungszeiten des Grenzübergangs in das Land der Träume hatten wir leider verpasst, aber wenigstens konnten wir uns ansehen, wie der Grenzposten samt Mauern von einer wilden Meute eingerissen und zertrampelt wurde. Eindrücke nach dem Klick.

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Checkpoint DreamYourTopia

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Am kommenden Wochenende könnt ihr euch endlich alle in eure eigenen Traumwelten fallen lassen. Alles, was ihr dazu machen müsst, ist, beim Checkpoint DreamYourTopia im Stattbad Wedding aufzuschlagen. Das ist eine große Kunstperformance des niederländischen Künstlers Dadara. Dieser Tage baut er gerade den Grenzübergang, den ihr oben seht, in eines der Becken des Stattbads. Was auf der anderen Seite passiert, dass erfahrt ihr nach dem Klick.

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Was kostet ein Traum?

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Nach einigem Hick-Hack mit meinem Bewerbungsformular (welches ich nochmal abschicken musste, da ich es nicht vollständig ausgefüllt hatte, soviel zu bürokratiefreiem Träumen…) habe ich nun endlich meinen neuen Reisepass für das Land der Träume erhalten. Ich habe sogar ein bisschen Begrüßungsgeld in eigener Währung bekommen. Haha, ich dachte sowas gibt es nur hier in Berlin…

Ich mag die Idee, dass in unseren Träumen eine andere Währung vorherrscht. Euros und Dollar werden bedeutungslos, denn hier können wir alles haben, ohne dafür reich sein zu müssen. Dein Lieblingsdrink kostet dich nicht mehr als einen Moment träumen. Doch was ist der Preis, den man dafür zahlt, sich in seine Traumwelt fallen zu lassen, wo man doch am Ende sowieso wieder zurückkehren muss in die Realität, die von unserem finanziellen Status bestimmt wird.

Das werde ich wohl bald rausfinden. Meine Reise ins Land der Träume ist für kommenden Samstag geplant…

Ein Weg in unsere Träume?

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Foto: Sol S.

Nachdem ich letzte Woche diesen kleinen Artikel über Traum und Wirklichkeit geschrieben hatte, erreichte mich eine Nachricht von einem gewissen Sam. Er sagte mir, dass es tatsächlich einen Weg geben würde, das zu finden, was ich in  dem Text beschrieben hatte. Äh, ja, alles klar… Doch er meinte, dass er nicht von irgendeinem Science Fiction Quatsch reden würde, sondern eher von etwas Mentalem. Okay…

Er erklärte mir dann, dass es einen bestimmten Prozess geben würde. Er sprach dabei von diversen Formalitäten, einer Art Pass und irgendeinem Grenzübergang. Klang alles irgendwie etwas abgefahren. Aber um ehrlich zu sein, egal was es jetzt sein mag, etwas angefixt bin ich jetzt schon!

Traum und Wirklichkeit

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Foto: Sol S.

Vergangene Nacht war die erste Freitagnacht seit sehr langer Zeit, in der ich mal nicht aus war, sondern früh ins Bett gegangen bin. Normalerweise komme ich irgendwann Samstag früh heim, falle tot ins Bett und schlafe wie ein Stein bis irgendwann am frühen Nachmittag. Aber diese Nacht war gefüllt von wachen Momenten und Träumen. Einmal mehr ist mir aufgefallen, wie schön es ist zu träumen. Ich meine diese Träume, die anfangen, wenn man in Gedanken mit seinen Wünschen und Verlangen anfängt zu spielen, dann aber in den Schlaf abdriftet und sich diese Wachträume verselbstständigen. Manchmal werden sie dann plötzlich ganz eigenartig, manchmal sexuell, manchmal auch gruselig – aber in den meisten Fällen sehr interessant. Und es ist dann irgendwie aufregend, sich am nächsten Morgen daran zu erinnern.

Besonders an einem grauen Herbsttag scheinen diese Träume um einiges reizvoller als die triste Realität. Ich will ja nicht all zu melancholisch erscheinen, aber ich kann mich noch sehr gut an eine Zeit erinnern, in der ich mich sehr stark danach gesehnt habe, einfach in diese Traumwelt überwechseln zu können, um der Realität zu entfliehen. Wenn auch nur für ein kleines bisschen.

Aber wäre das nicht schön?