Der Berliner CSD feierte 50 Jahre Stonewall

Der Berliner CSD feierte 50 Jahre Stonewall

Am vergangenen Samstag kamen rund 1 Million Menschen in Berlin auf die Straße, um am 40. Berliner CSD teilzunehmen. Es war ein großes Jubiläum für Berlin und vielleicht auch die größte Beteiligung, die bisher beim Berlin Pride gezählt wurde. Aber es war auch ein bedeutungsvolles Jubiläum für die gesamte Pride Bewegung weltweit. Vor genau 50 Jahren fanden die Stonewall Riots in New York statt, die in den folgenden Jahren und Jahrzehnten die gesamten LGBTQI-Bewegungen und alle Pride Parades im Rest der Welt auslösten.

Auch wenn die Parade wie ein großes buntes und freudiges Straßenfest aussehen mag, das sexuelle Freiheit und Hedonismus feierte, gibt es immer noch wichtige Botschaften, die mit solchen Ereignissen in die Welt hinausgeschickt werden. Wir müssen nicht einmal sehr weit weg suchen: Hassdelikte gegen LGBTQI-Menschen sind in den letzten Jahren in Berlin angestiegen. In vielen Ländern der Welt werden Pride Parades von Regierungen unterdrückt, wie in Russland, der Türkei und Polen. Und am dramatischsten ist, dass viele Länder Homosexualität immer noch kriminalisieren – im schlimmsten Fall sogar mit dem Tod bestrafen.

Wenn wir also in Berlin auf die Straße gehen, marschieren wir nicht nur für unsere eigenen Errungenschaften im Bereich der LGBTQI-Rechte, sondern auch in Solidarität mit all den queeren Menschen auf der Welt, die noch immer für Akzeptanz und Gleichheit kämpfen.

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Diese Berliner haben eine wichtige Botschaft

Diese Berliner haben eine wichtige Botschaft

Fotos: Joseph Wolfgang Ohlert

Am Montag hab ich euch bereits über unsere kleine T-Shirt Aktion zusammen mit der Ehe für Alle Organisation und SKYY Vodka berichtet. Heute möchte ich euch die Resultate des Photoshoots zeigen, welches wir mit den Shirts zusammen mit ein paar Bloggerkollegen und Instagrammern gemacht haben. Wir haben damit einen Fotografen beauftragt, den wir schon oft hier auf dem Blog gefeatured haben, weil wir seine Arbeit unheimlich schätzen und schon immer mal mit ihm zusammen arbeiten wollten. Joseph Wolfgang Ohlert hat sich mit seinen gefühlvollen, authentischen Analogportraits einen Namen in Berlin gemacht. Mit seinem Buch Gender is a Spectrum hat er sich selbst schon für die Aufklärung und Akzeptanz für Menschen aus der LGBTQI Szene stark gemacht. Die Ergebnisse unseres Shootings mit Joseph gibt es hier. Wir danken allen Leuten, die sich an unserer Aktion beteiligt und sich damit stark für die Gleichberechtigung von LGBTQI Menschen gemacht haben. Ein besonderer Dank gilt der Initiative Ehe für alle und allen Organisationen, die dazugehören, für ihren Einsatz im Kampf um die Eheöffnung.

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Warum der Kampf um die Ehe für Alle so wichtig ist

Warum der Kampf um die Ehe für Alle so wichtig ist

Am 30. Juni 2017 ereignete sich eines der schönsten gesellschaftspolitischen Ereignisse der letzten Zeit hier in Berlin: Der Bundestag stimmte bei seiner Versammlung für die Ehe für Alle mit großer Mehrheit. Nachdem in der Bevölkerung der Zuspruch bereits sehr groß war und auch im Rahmen des diesjährigen Wahlkampfes diese scheinbar letzte Hürde der Gleichberichtigung von Menschen der LGBTQ Community heiß diskutiert und politisiert wurde, war dieses Ergebnis zwar absehbar, aber dennoch eine Überraschung, denn die regierende CDU hat sich so viele Jahrzehnte strikt dagegen gewehrt.

Für Lesben, Schwule und Transmenschen war das ein wichtiger Schritt und eine große Befreiung, dass nach der Mehrzahl der Westeuropäischen Staaten nun auch endlich Deutschland nachgezogen hat in Sachen Eheöffnung (übrigens kurz darauf gefolgt vom Inselstaat Malta). Doch es war ein langer Kampf, und die späte Einführung in Deutschland wurde europaweit hart kritisiert.

Besonders die Initiative Ehe für Alle hat sich hier in Deutschland seit 2015 politisch und gesellschaftlich stark gemacht und damit einen großen Anteil an der letztendlichen Einführung. Zusammen mit SKYY Vodka haben wir uns mit der Initiative zusammengetan um eine kleine Aktion ins Leben zu rufen, um uns für mehr Support für die LGBTQ Community einzusetzen. Mehr dazu im englischen Teil des Artikels.

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Legal lieben!

Legal lieben!

Der Valentinstag ist nur eine große Marketingaktion. Und manchmal hab ich das Gefühl, dass von der McDonalds Werbung (ich liebe es) bis hin zu Volkswagen Claim (Aus Liebe zum Automobil) auch die Liebe nur noch eine sinnentleerte Marketinghülse ist. Je mehr Marken uns ihr Liebes-Coming-Out schenken, desto weniger hören wir noch auf die realen Liebesbotschaften unserer Mitmenschen.

Eine Botschaft, die ich nicht überhören konnte, da sie seit einer Woche durch die italienische Bloglandschaft hallt, ist die Liebesgeschichte von Federico und Stefano. Beide werden heute in New York heiraten. Nicht weil sie es besonders romantisch finden, sondern weil sie es in Torino, in der Stadt, wo sie sich vor 11 Jahren kennen und lieben lernten, nicht dürfen. In ihrem Video erzählen uns die beiden auf sehr poetische und liebevolle Weise ihre Geschichte und protestieren dabei nicht nur gegen den Stand der Homo-Ehe in Italien, sondern animieren auch zum aktiv werden. Denn erst wenn die Leidtragenden der Gesetze anfangen ihre Geschichten immer wieder publik zu machen, gibt es eine Chance auf Gehör. Unbedingt das Video nach dem Klick anschauen.

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