Assimilation: Mit Absicht Vergessen, Wer Man Einmal War

Assimilation: Mit Absicht Vergessen, Wer Man Einmal War

Bei dem Versuch, wieder zu einem Gefühl der Normalität zurückzufinden, ist viel passiert. Menschen haben ihr Leben verloren. Kinder haben sich aus den familiären Verpflichtungen an weit entfernte Orte geflüchtet, um die Sicherheit ihrer Eltern zu gewährleisten. Pläne wurden verworfen, geändert und aufgeschoben. Jobs, Beziehungen und viele andere Möglichkeiten haben sich in Luft aufgelöst. Universitäten, Geschäfte und Restaurants haben ihre Dienste eingestellt. Schulen und andere Institutionen haben ihre Türen geschlossen und sich dem Digitalen zugewandt. Und wir lernen jetzt neue Wege, mit uns selbst und miteinander umzugehen, während wir bessere Alternativen für unser Leben finden. Im Sinne eines neuen Aufbruchs habe ich etwas getan, was ich schon lange nicht mehr getan habe. Ich zwang mich, mich zu erinnern. Ich reflektierte über meine Vergangenheit. Ich reiste durch bestimmte Ecken meines Geistes, die ich aus Gründen, die ich nicht laut aussprechen kann, ohne zu riskieren, mich in eine unangenehme Lage zu bringen, völlig abgeschnitten hatte.

Weiterlesen…

Heute fühle ich mich Deutsch

Heute fühle ich mich Deutsch

In unserem heutigen Gastbeitrag geht es um ein Thema, was uns als Publikation, der der kulturelle Ausstausch in Berlin äußerst wichtig ist, sehr am Herzen liegt: Identität.

In einer Stadt, die eine ausgesprochen große Anzahl an Menschen beherbergt, die nicht-deutsche oder gemischte nationale Identät haben, kommt dieses Thema natürlich immer wieder auf, leider viel zu oft in einem negativen Kontext. Wie wichtig ist überhaupt nationale Identität oder nationale Zugehörigkeit und wie erlangt man sie? Bereits vor ein paar Jahren haben wir uns die Perspektive eines jungen Deutschen mit türkischen Eltern mit Hilfe dieses kleinen Kurzfilms angesehen, der darüber spricht, dass er sich durch seinen Hintergrund oft weder deutsch noch türkisch fühlt, obwohl er im Grunde beides ist.

In unserem Gastbeiträg von Henry Lyonga, der in Kamerun aufgewachsen ist, nun aber in Berlin als Community Manager bei Spacebase arbeitet und nebenbei einen Master in Englisch und Amerikanistik an der Humboldtuniversität macht, geht es um eine ganz andere, weitaus optimisterische Perspektive. Obwohl er aufgrund seiner Herkunft und Hautfarbe in Deutschland auf Ausgrenzung und Diskriminierung stößt, lässt er es sich nicht nehmen, sich lieber auf die positiven Aspekte seiner Wahlheimat zu fokussieren.

Seinen Beiträg gibt es im englischen Teil des Artikels.

Eine Rugby-Mannschaft die gegen Vorurteile aufs Spielfeld geht

Eine Rugby-Mannschaft die gegen Vorurteile aufs Spielfeld geht

Foto: Slawomir Urban – URBANKAMERA

Wir alle haben unsere Vorurteile. Wenn es um Sport und Geschlechter oder sexuelle Präferenzen geht, öffnet sich meist folgende Cliche-Kiste: Hetero-Männer mögen Fussball und Rugy (harte Sportarten) whärend Schwule Männer vor allem Turnen, Eiskunstlauf und Yoga mögen. Klar helfen uns Cliches, Menschen schneller einzuordnen. Aber für alle, die diesen Cliches nicht entsprechen oder nicht entsprechen wollen sind Stereotype wie ein unsichtbares Korsett. Erdrückend!

Die Berliner Rugby Manschafft Berlin Bruisers möchte genau mit solchen Sport-Cliches aufräumen. Aus der LGBTQ-Community entstanden sind die meisten Mitglieder schwule Männer. Aber ihr Konzept ist es wirklich inklusiv zu sein. Das heißt das sexuelle Präferenzen keine Rolle spielen auf dem Spielfeld (wie es eigentlich immer sein sollte beim Sport, aber naja).

Die Berliner Werbeagentur Zum Goldenen Hirschen haben eine neue Kampagne für die Berlin Bruisers umgesetzt, die mit viel Provokation für Aufsehen gesorgt hat. Mehr dazu erfahrt ihr im englischen Teil des Artikels.

Weiterlesen…

Vom Suchen & Finden der eigenen Identität in Berlin

Vom Suchen & Finden der eigenen Identität in Berlin

Fotos: Dario-Jacopo Laganà

Obwohl sich Berlins Gesicht über die Jahre stets verändert hat, war die Hauptstadt stets ein Zufluchtsort für jeden, der auf der Suche war nach einem Ort, um die eigene Identität zu finden. Wir leben in Zeiten, wo unsere Selbstwahrnehmung stetig beeinflusst wird durch perfekt polierte Online-Präsenzen. Umso schwieriger wird es für jede/n auf der Suche nach einem Selbst außerhalb dieser polierten Norm. Freie, liberale Spielwiese wie Berlin helfen uns, um herauszufinden, wer wir wirklich sind und wie die Welt uns wahrnehmen soll.

Weiterlesen…

Der Berlin-Code: Wie man die Stadt verstehen kann

Der Berlin-Code: Wie man die Stadt verstehen kann

In der Zeit, die wir entweder als Besucher oder als Einwohner in Berlin verbracht haben, wieviel Energie haben wir eigentlich darin investiert, Berlin zu entdecken und kennenzulernen? Sind wir überhaupt in der Lage, etwas Aufschlussreiches über die Stadt zu sagen, von der wir so gerne immer wieder schwärmen?

Basierend auf dieser Problematik ergibt Brenda Strohmeiers und Alexander S. Wolfs “Der Berlin-Code” einen einzigartigen Leitfaden, welcher sich an alle richtet, die nach den Grundwerten der Stadt suchen. Das Besondere am Berlin-Code ist, dass er über die üblichen Fragen “Wohin soll man zum essen bzw. trinken gehen?” hinausgeht und sich in Thematiken vertieft, mit denen man sich nicht durch eine einfache Suche auf Google auseinandersetzen kann.

Weiterlesen…

Gender as a Spectrum

Gender as a Spectrum

Fotos: Joseph Wolfgang Ohlert

Gender, Identität und Selbstausdruck sind sehr empfindliche, intime Lebensthemen.

Das wahrhaftige Kaleidoskop menschlicher Identitäten, Facetten oder Präferenzen ist so vielfältig wie es Menschen auf diesem Planeten gibt. Jenseits der Schwarz-Weiß-Welt gibt es eine ganze Spanne von Farben, die das Leben erst interessant machen. Und doch wollen wir bei aller Diversität das Gleiche: Anerkennung. Anerkennung dafür, wer wir sind und was wir fühlen.

Um besagte Anerkennung zu erhalten, ist Sichtbarkeit unerlässlich.

„Gender geht jeden etwas an und ist Teil einer jeden Identität“ sagt Joseph Wolfgang Ohlert, Autor des neu erschienenen Buches „Gender as a Spectrum“.

Der Fotograf hat zusammen mit Entertainerin, Künstlerin und Transgender-Aktivistin Kaey Menschen aus Berlin und verschiedenen Orten der Welt porträtiert. Alle sind eine Facette des Kaleidoskops, bewegen sich auf der Skala zwischen der Gender-Polarität. Über zwei Jahre hat Ohlert mit Kaey an dem Buch gearbeitet, hat Menschen auf eine authentische, nahe Weise eingefangen, die nicht nur roh sondern auch rar ist. Während Ohlert die Fotografien anfertigte, widmete sich Kaey dem Interviewen der Porträtierten. So kann der Leser auf über 200 Seiten die Menschen, ihr persönliches Selbstverständnis und Selbstdefinition, ihre Ansichten und Wünsche noch besser kennenlernen.

Weiterlesen…

Von Hier Zu Mir – Künstler zwischen Balkan und Berlin

Von Hier Zu Mir – Künstler zwischen Balkan und Berlin

Die Suche nach Zugehörigkeit und die Definition von Heimat sind immer wiederkehrende Themen in einer globalisierten Welt. Berlin ist ein Schmelztiegel der Kulturen, in dem sich Menschen aus der ganzen Welt kreuzen, treffen – und im besten Fall – lieben. Die wahrscheinlich lebenslange Frage nach Identität erweitert sich noch durch verschiedene kulturelle Backgrounds. Die Distanz zum eigenen “Heimatland” (welches vielleicht nur eine Sache der Definition ist) lässt einen Raum entstehen, der manchmal romantisierte, manchmal kritische Perspektiven aufkommen lässt.

All dies sind häufig in der Kunst bearbeitete Themen.

“Von Hier Zu Mir” ist eine Gruppenausstellung, bei der acht Künstler aus den Balkanstaaten, Griechenland und der Türkei mit ihrer Heimat, der Ästhetik Berlins und die Verschmelzung beider Orte auseinandersetzen. Die Arbeiten bieten eine Innenansicht der Künstler auf ihre äußere Umwelt. Weiterlesen…