Stille

2265503665_def28f0011

Foto: mrbula via Flickr

Während Jens sich nach San Francisco sehnt, Julia nach Cuba fährt und Diwa von Malaysia aus versucht die Weltherrschaft zu übernehmen, gefällt mir das eingeschneite Berlin. Nicht, dass ich der Karibik wirklich die Arktis vorziehen würde, aber wenn ich an die witzigen Schneeballschlachten, den Wer-rutscht-als-erster-aus–Wetten, und den Revival des Skioveralls im urbanen Raum der letzten Tage denke, dann hat die Schneedecke auch was für sich. Auf alle Fälle entspannt sie mein sonst eher nervöses Gemüt. Peace and Snow denke ich an meinem Küchentisch, auf dem sich Berge an Arbeit häufen. Aber wo Berge sind, gibt es eben auch Rodelhänge. So verwandeln sich unüberwindbare Riesen in Erinnerungsfetzen der Kindheit, wo alles so unheimlich groß aussah. Aufgrund ausbleibenden Körperwachstums sieht zwar immer noch alles recht groß aus, dafür aber auch weniger gefährlich, denn mit Lebenserfahrung lernt man, dass sich hinter großen Dingen meist auch zu große Erwartungen verbergen. In Wahrheit ist alles nur eine Rodelpartie. Augen zu und durch. Und wenn man stürzt und sich verletzt, stellt man fest, dass der Schmerz nur temporär ist und die Angst verflogen. Und dass man gern noch mal möchte. Wenn bei euch die Berge an Arbeit eher eine Schreibblockade verursachen, gibt es nach dem Klick ein kleines Programm, wie ihr euch die entspannte Stille auf euren Desktop holen könnt.

Weiterlesen…