Foto: Jubal Battisti.
Ende August können die Opern und Theater Berlins nach der Abriegelung wieder geöffnet werden. Wir freuen uns sehr darüber, aber es wird nicht dasselbe sein, mit vielen Einschränkungen auf der Bühne und hinter den Kulissen und mit viel weniger Plätzen im Zuschauerraum. Viele der neuen Produktionen, auf die wir uns so gefreut haben, wurden gestrichen, weil sie entweder nicht den Abstandsregeln entsprachen oder wegen der Einschränkungen einfach nicht geprobt werden konnten.
Seit einigen Monaten konnten die Tänzerinnen und Tänzer des Staatsballetts Berlin nicht mehr gemeinsam auftreten oder üben. In einer früheren Phase des Lockdowns haben wir bereits ein wirklich wunderbares Video gezeigt, das von der Solotänzerin Ksenia Ovsyanick initiiert und geschnitten wurde und das die Tänzerinnen und Tänzer zeigte, wie sie während der Selbstisolation in ihren Häusern und Gärten auftraten. Jetzt, einige Monate später, konnten die Tänzer ihre Häuser verlassen und wieder üben, aber immer noch nicht so zusammen, wie sie es gewohnt waren. Nach dem großen Erfolg des ersten Videos haben sie nun zwei weitere Videos veröffentlicht, die wir hier mit euch teilen möchten. Weiterlesen…
von Frank | Pandemic, Theater, Videos
Foto: Anna Agliardi.
Eines der künstlerischen Genres, das uns bei iHeartBerlin in den letzten Jahren am meisten begeistert hat, ist das Tanz- und Performancetheater. Natürlich lieben wir das Theater im Allgemeinen, aber der Tanz hat einen besonderen Platz in unseren Herzen. Vielleicht, weil es das Einzige ist, was eine Brücke zwischen unserem historischen Schwerpunkt, dem Nachtleben, und der Welt des Theaters schlägt: Ausdruck durch Bewegung. Tatsächlich sind viele der Tanzstücke, die wir hier besprechen, stark von der Musik und dem Stil des Nachtlebens beeinflusst, zu dem auch traditionelle Einrichtungen wie das Ballett gehören.
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von Frank | Theater
Die jüngste Doppelvorstellung des Staatsballetts Berlin vereint zwei außergewöhnliche und unkonventionelle Choreographen: Sharon Eyal und Alexander Ekman. Beide haben für diese Show, die Anfang des Monats an der Staatsoper Unter den Linden Premiere hatte, brandneue Stücke kreiert. Wenn ihr erwartet, hier ein klassisches Ballett zu sehen, werdet ihr überrascht sein, denn das ist alles andere als das! Wir hatten die Möglichkeit, einer der Proben zu besuchen und ein paar Fotos und GIFs für euch zu machen. Verpasst nicht diese unglaubliche Show. Der letzte Termin des Jahres ist heute Abend, weitere folgen im März, Mai und Juni 2020.
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von Frank | Theater
Stell dir vor, du gehst ins Ballett und keiner tanzt. Jetzt ist es endlich soweit: Die von mir lang ersehnte und bei einigen heiß diskutierte Intendanz von Sasha Waltz am Staatsballett hat begonnen. Und damit auch ein Auswahl an zeitgenössischer Tanzkunst, die für das klassische Staatsballett-Publikum sicherlich unerwartet sein wird.
In der Kategorie unerwartet passt auch das Stück von Jefta van Dinther Plateau Effect. Erst verschwinden die Körper der Tänzer in grauen schweren Stoff der sich wie ein lebendiges Wesen bewegt. Dann stehen sie vor einer abgerissenen Zivilisation, die sich nicht mehr wirklich von alleine aufbauen lässt. Am Ende zucken die Körper wie Puppen in der Dunkelheit davon. All dies begleitet von ein feinsinnig inszeniertes Licht und Sound Spiel was das Herz schneller schlagen lässt als eine Achterbahnfahrt.
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von Claudio | Theater
Das zeitgenössische Tanzstück “Half Life” von Sharon Eyal und Gai Behar, das vom Staatsballett Berlin aufgeführt wird, entführt den Betrachter in eine abstrakte Welt, in der Intensität jede Geste und jede Entscheidung prägt.
Ein treibender elektronischer Beat lässt die halbnackten Körper der Tänzer fast trancehaft pulsieren. Das ganze Ensemble bewegt sich im Gleichklang, als wäre es ein Organismus – völlig eins mit der Musik. Der Schweiß auf ihrer Haut lässt jeden Muskel im blassen Licht vor dem schwarzen Hintergrund glitzern. Auch wenn die Choreografie stark auf Wiederholung basiert, baut sich eine Menge Spannung auf und die Erleichterung, die der Zuschauer erlebt, wenn eine Bewegung aus der Formation ausbricht, fühlt sich wie dieser köstlichen “Beat Drop”-Moment während einer verschwitzten Techno-Club-Nacht an.
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von Frank | Theater
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Normalerweise denkt man bei Ballett an sehr familienfreundliche Vorstellungen mit pinken Tütüs und Nussknackerzauber. Das trifft alles gar nicht auf die neuste Trilogie vom Staatsballett zu. Bei Dodas, Goeckes und Duatos Choreographien scheinen die Tänzer von bösen Flüchen befallen ihre Körper aufzugeben und sich in Märchen aus einem schwarzen Buch wiederzufinden. Kein Wunder also, das Kinder erst ab 12 Jahren in die Komische Oper gelassen werden.
Wir verlosen für diesen einzigartigen Abend düsterer Ballettkunst 2×2 Tickets. Wie man gewinnen kann, erfahrt ihr im englischen Teil des Artikels.
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von Claudio | Theater
Foto: Paulio Sovari
Wer hätte gedacht, dass Ballett, eine Kunstform, die mal dazu da war die Königshäuser Europas mit Pirouetten und Sprüngen in märchenhaften Szenarien zu unterhalten, irgendwann mal zum Kommunikationsmedium für soziale Fragen wird.
Aber genau dem widmet sich Nacho Duato, Intendant des Staatsballett Berlins und Choreograph der aktuellen Premiere “Erde”. Darin widmet sich Duato dem Klimawandel und den ökologischen Fragestellungen dahinter auf höchst ästhetischer und dennoch frappierend emotionaler Art und Weise.
Als Doppelpremiere geht an dem Abend auch die Choreographie von Hofesh Shechter über die Bühne. Mit „The Art of Not Looking Back“ hat der gefeierte britisch-israelische Choreograph nun dem Staatsballett Berlin eine seiner Arbeiten überlassen, die er mit der Compagnie selbst einstudiert.
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von Claudio | Theater
Alle Fotos: Jacob Schickler
Der klassische Tanz und die Oper haben sich seit Jahrhunderten eine Aura der Exklusivität bewahrt. Sicherlich einerseits durch die extreme Hingabe, die man mitbringen muss um diese Kunstformen zu beherrschen. Aber auch durch ein klares Regelwerk und eine strenge hierarchische Struktur. Eine Hierarchie, die eben besagt das Tänzer nur tanzen sollen was ihnen der Choreograph vermittelt. Künstlerische Selbstbestimmung ist hier nicht erwünscht. Bis jetzt!
Als choreographisches Labor, welches versucht die Zukunft des klassich-zeitgenössischen Tanzes zu erforschen findet dieses Wochenende die Dance\\\Ruption statt. Eine Reihe noch nie aufgeführten Choreographien, die von Tänzern des Staatsballetts für ihre Kollegen entwickelt wurde.
Wir hatten die Chance auf eine kleine Preview, wo wir schon einen spannenden Einblick bekommen durften. Letzlich bleiben wir gespannt wie das Konzept letzendlich von den verschiedenen Tänzern umgesetzt wird. Fotos und Daten nach dem Klick.
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von Claudio | Kunst, Fotos, Theater
Foto: Jule Müller
Hinter jeder Inszenierung in einer der großen Opernhäuser Berlins, arbeiten unzählige fleißige Hände um an der Vollendung des Stückes mitzuwirken. Für die aktuelle Produktion des Staatsballetts “Jewels” durften wir ein wenig hinter die Kulissen blicken und in den Kostümwerkstätten sowie bei den Proben ein Besuch abstatten. Für mich, der schon immer ein großer Fan von Tanz in allen Ausdrucksformen ist, war es ein wunderbare Gelegenheit hautnah bei der Arbeit von den unsichtbaren Kreativen, die in solchen Werkstätten arbeiten, dabei zu sein. Fotografische Eindrücke von meinem Besuch sowie eine kleine Ticketverlosung gibt es nach dem Klick.
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von Claudio | Theater
Fotos: Yan Revazov
Kann Tanz eine klare politische Aussage treffen? Oder ist diese Kunstform aufgrund des Abstraktionsgrad gezwungen auf direkte Meinungsbildung verzichten zu müssen? Dieses Wagnis lässt sich der neue Intendant vom Staastballett Nacho Duato nicht nehmen. Mit Duatos neunem Stück „Herrumbre“ betritt das Staatsballett Berlin ästhetisches Neuland. Entstanden ist „Herrumbre“ 2004, in jenem Jahr, als in Madrid morgendliche Pendler terroristischen Bombenanschlägen zum Opfer fielen. Nacho Duato wohnte nur wenige hunderte Meter von einem der vier Anschlagsorte entfernt. 2004, das war auch das Jahr, in dem Fotos von gefolterten Häftlingen des US-amerikanischen Gefangenenlager Guantanamo um die Welt gingen. Aufbauend auf diese Erlebnisse hat er einzigartige Choreographien geschaffen, die nächste Woche zu sehen sein werden. Bilder von den Proben und die Möglichkeit Tickets zu gewinnen, gibt es nach dem Klick.
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von Claudio | Kunst, Theater