Ein Fotografischer Einblick in die Proben vom Staatsballet Berlin

Ein Fotografischer Einblick in die Proben vom Staatsballet Berlin

Auch wenn wir inhaltlich und interessentechnisch mehr mit der zeitgenössischen Tanz- und der Performance-Szene Berlins zu tun haben, ist hin und wieder ein Stück vom Staatsballett Berlin eine wirkliche Bereicherung. In dem neuen Ballett-Abend Duato | Kylian | Naharin geht es um dunkle menschliche Emotionen und Abgründe der Angst, Verletzlichkeit und Leidenschaft. Während „Castrati“ von Nacho Duato sich um die Furcht eines angehenden Sängers vor der Kastration dreht, beschäftigt sich Jiří Kyliáns „Petite mort“ mit den aggressiven wie auch den verletzlichen Seiten von Macht und Sexualität. „Secus“ ist eine abstrakte Arbeit von Ohad Naharin, ausgehend von Kraft, Energie und rohem Fleisch.

Der Fotograf Yan Revazov hat die Tänzer bei den Proben begleitet. Entstanden sind extrem intensive Aufnahmen, die wir euch nicht vorenthalten wollen. Infos zu den Spieldaten, ein Trailer und wie man Tickets für die kommenden Show gewinnen kann gibt es nach dem klick.

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Tanz über den Dächern Berlins – Fashion Shooting mit dem Staatsballett Berlin

Tanz über den Dächern Berlins – Fashion Shooting mit dem Staatsballett Berlin

Das Ballett ist eine der feinsten Errungenschaften der europäischen Kulturgeschichte. Auch der heutige zeitgenössische Tanz wäre ohne das klassische Ballett vollkommen anders positioniert. Persönlich finde ich, ist die Erfahrung einem Balletttänzer beim Tanzen zuzuschauen einer der stärksten visuellen Erlebnisse, die man haben kann. Zum Glück haben wir mit dem Staatsballett in Berlin eine hervorragende Tanzkompanie, die uns immer wieder mit spannenden Produktionen begeistert.

Um der klassischen Kultur dieser Stadt eine andere Bühne zu verschaffen, hatten wir folgende Vision: Über den Dächern Berlins wollten wir ein einzigartiges Modeshooting inszenieren. Fashion Fotografin Olga Khristolyubova hat zwei der talentiertesten Tänzer – Sarah Mestrovic und Kevin Pouzo – bei einer Ballettprobe begleitet und fotografisch festgehalten. Sarah tanzt bereits seit 10 Jahren für das Staatsballett und kombiniert ihre Erfahrung mit mädchenhafter Leichtigkeit und Grazie. Kevin ist ein französischer Tänzer und schon über 8 Jahre in Berlin. Er beeindruckt nicht nur mit Schönheit, sondern auch mit unglaublicher Kraft von Körper und Geist.

Über ihrer Probekleidung trugen sie ultraleichte und dennoch wärmende Jacken von Goose Feel, die sie in ihrer Beweglichkeit in keinster Weise einschränkten. Dazu kombinierten wir noch Accessoires vom spanischen Stricklabel We are Knitters. Das Ergebnis vom Shoot gibt es nach dem Klick. Außerdem dürft ihr euch bald auch auf die animierten Fotos vom Shooting freuen . Weiterlesen…

The Nights: Ein erotischer Märchentraum

The Nights: Ein erotischer Märchentraum

Alle Fotos: Bettina Stöß

Das Morgenland hat mich schon immer fasziniert. Die Ästhetik der arabischen Welt mit ihren abstrakten Illustrationen und symmetrischen Architekturgestaltungen hat mich schon immer angesprochen. Weniger angesprochen hat mich allerdings der islamische Konservatismus und die Tabuisierung (bis hin zur Verteufelung) von Sexualität. Die scheint jedoch nicht in jeder Epoche der Fall gewesen zu sein. Eines der bekanntesten Werke der persisch-arabischen Literatur sind die Erzählungen von 1001 Nacht. Darin wird erzählt, wie die schöne Scheherazade um ihrer unverschuldeten Hinrichtung zu entfliehen dem Prinzen jede Nacht aufs Neue mit einem Märchen verführt.

Sehr verführerisch ist auch das aktuelle Ballett vom Staatsballett Berlin mit dem Titel The Nights vom etablierten französischen Choreografen Angelin Preljocaj, der auch schon für die sehr erfolgreiche Schneewittchen-Inszenierung verantwortlich war. Auch diesen Abend sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen, denn allein die wunderbare Musik von Natacha Atlas die Kostüme von Azzedine Alaïa geben den  Choreografien von Preljocaj den letzten Schliff. Mehr Bilder und die Termine nach dem Klick.

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The Open Square – Zwischen Licht und Schatten

The Open Square – Zwischen Licht und Schatten

Photo: Enrico Nawrath

Es gibt wenige Tanz- und Theaterstücke, die mich so begeistern, dass es mir schwer fällt, die Begeisterung zu verschriftlichen. Dabei geht es weniger darum Worte zu finden, die der Erfahrung gerecht werden könnten, sondern vielmehr darum, dass ein Tanzstück so gut ist, dass sich der Kopf ausschaltet und man sich komplett der sinnlichen Erfahrung hingibt. Diesen seltenen Zustand hatte ich vor über einem Jahr der Inszenierung The Open Square von Itzik Galili am Staatsballett Berlin zu verdanken. Trotz meiner Wortlosigkeit will ich es nicht verpassen euch diese einzigartige tänzerische Arbeit aus Körper, Licht und Schatten zu empfehlen. Mit Open Square bewegt sich das Staatsballett in eine neue, fast postmoderne Richtung und schafft es klassiche Ballettbewegungen in neue Kontekte und sinnliche Formen zu platzieren. Sowohl ensembletechnisch als auch solistisch ein herausragender Abend, wo man sich wünscht, er würde nicht vorbeigehen. Mehr Bilder und die Spieldaten nach dem Klick.

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Masse – Alptraumtänze im Berghain

Masse – Alptraumtänze im Berghain

Fotos: Bettina Stöß

Mir wird jedes Mal beinahe schlecht, wenn ich lese, wie klassische Medien (Tageszeitungen) über Berliner Clubkultur und insbesondere über das Berghain schreiben. So auch, als ich mir die Kritiken zu der neuen Kooperation zwischen dem Staatsballett Berlin und dem Berghain durchlas. Ich finde an der Kooperation überhaupt nichts Schockierendes oder Aufsehenerregendes. Beide Institutionen schaffen es seit langer Zeit, diese Stadt für guten Tanz zu begeistern. Warum sollten sie also nicht auch gut zusammenarbeiten? Meine Eindrücke von dieser gemeinsamen Produktion nach dem Klick.

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Oz: The Wonderful Wizard

All pictures: Enrico Nawrath

Betrachten wir die Geschichte vom Zauberer von Oz etwas feministisch, sieht sie folgendermaßen aus: Drei Männer und eine Frau auf der Suche nach dem, was ihnen am meisten fehlt. Während die Männer aber nach persönlichen Attributen trachten (Intelligenz, Gefühle, Mut), geht’s der Frau nur darum, schnellstmöglich vom diesem Vierer-Date zu verschwinden und wieder nach Hause zu fahren. Denn diese ist im Gegensatz zu den Männern ziemlich zufrieden mit sich selbst. Etwas weniger zufrieden mit sich hätte die Tänzerin Iana Salenko sein dürfen, welche die Hauptrolle Dorothy im Zauberer von Oz beim gleichnamigen Ballett vom Staatsballett Berlin getanzt hat. Wie ich den Abend zum vor kurzen stattgefundenen Flashmob erlebt habe und vielen Bilder von diesem nach dem Klick.

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Ein Zug nach Oz

Foto: Svenja Klein

Auch wenn man nicht Black Swan gesehen hat, weiß man, dass die Ballettwelt nicht gerade für dessen Freigeist bekannt ist. Ganz im Gegensatz zum Berliner Staatsballett, welches immer wieder durch moderne Inszenierungen und schöne Aktionen auf sich aufmerksam macht. So hat sich die Marketingabteilung des Balletts ganz gewagt an etwas herangetraut, was bei Musicals eigentlich schon ein alter Hut ist: Flashmobs. Letzten Donnerstag hat sich eine Gruppe an Tänzern in die Passantenmenge des Hauptbahnhofs vermischt und mit einer kleinen Choreographie aus dem neuen Ballett OZ – The Wonderful Wizard die Reisenden vergnügt. Sicherlich kein Flashmob, welches durch Originalität heraussticht, jedoch hatte das Ende, wo die Lautsprecherdurchsage den nächsten Zug nach Oz ankündigte, zumindest für die Harry Potter Fans den kleinen Gänsehautnerv getroffen. Das Video und das Datum der Premiere nach dem Klick.

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Tiefe Wasser

Flammendes Herz, photo by Enrico Nawrath

Fotos: Enrico Nawrath

In tiefe Wasser ist Wladimir Malakhov, der erste Solotänzer und Leiter des Staatsballett Berlins, für die Fotos zu der Inszenierung Das Flammende Herz getaucht. Nach dem Erfolg von Schneewittchen kehrt das Staatsballett wieder ein Stück mehr in die Richtung des klassischen Balletts und zeigt einen eher intellektuellen Abend, welcher sich mit der Lebensphilosophie des Dichters Peter Shelley beschäftigt. Die surrealen Bilder finde ich gelungen und es wird sich zeigen, ob es in der Inszenierung wieder an der Zeit ist, dem alten Staatsballett Publikum zu gefallen, oder ob das neu gewonnene, junge, Schneewittchenbegeisterte Publikum weiterhin gefesselt werden soll. Die Fotos versprechen jedenfalls mehr als nur Tütükitsch. Die Termine der Aufführungen und ein weiteres Bild nach dem Klick.

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