Im Bett mit einem Bären – Die Pension

Im Bett mit einem Bären – Die Pension

Was haben John Irving, schwule Männer und Berlin gemeinsam? Ganz genau! Die Faszination für Bären. Kein anderer Autor der zeitgenössischen Literatur liebt es so dem Bärentier eine tragende Rolle in seinen absurden Büchern zu verleihen. Wer bisehr noch nie auf den Geschmack von Irvings Geschichten gekommen ist, hat nun die Gelegenheit sie sich Live erzählen zu lassen.

Bei dem Stück Die Pension wird eine Kurzgeschichte von Irving überarbeitet auf die Bühne des Ballhaus Ost gebracht. Anders als bei einer klassischen Inszenierungen wird bei dem Künstlerkollektiv aus Lisa Buchholz, Robert Kraatz und Konstantin Buchholz eine neue Herangehensweise an die Theaterperformance gesucht. Eine wilde Mischung aus Cabaret, Bühnenshow, Bartristesse und Berlin erwartet euch heute bei der heutigen letzten Vorstellung. Den Trailer gibt es nach dem Klick.

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Berlin Diary – Ein Theaterstück über eine Berliner Familien-Vergangeheit

Berlin Diary – Ein Theaterstück über eine Berliner Familien-Vergangeheit

Foto: Berlin Scrapbook / CC

Was für ein Verhältnis hat man zu Berlin, wenn die eigene Familie in der Vergangenheit aus Berlin fliehen musste? Eine wirklich schwierige Frage. Trotzdem wir uns ziemlich viel mit dem Holocaus und dessen Folgen beschäftigen ist die empathische Begegnung mit Angehörigen dessen Eltern oder Großeltern aus Deutschland fliehen mussten ein emotionaler Kraftakt.

Die Autorin Andrea Stolowitz ist eine solche Angehörige. Ihr Urgroßvater, Dr. Max Cohnreich, ist 1933 aus Berlin geflohen. In New York beginnt er ein neues Leben. Für seine Kinder und Kindeskinder verfasst er ein Tagebuch aus seinen Erlebnissen in Berlin. Mit genau diesem Tagebuch geht nun seine Urenkelin auf die Suche nach den Orten, die in dem Leben ihres Urgroßvaters eine große Rolle gespielt haben.

Eine spannende und wahre Geschichte, die nun in Form eines Theaterstücks auf der Bühne des English Theater Berlin uraufgeführt wurde. Wir haben mit allen kreativen Beteiligten des Stückes gesprochen. Jeder hat uns ein Stück seines persönlichen Berlin-Tagebuchs geschenkt. Die Spieltermine und die kleinen Interviews findet ihr im englischen Teil des Artikels. Weiterlesen…

20 Jahre Sophiensaele: The Greatest Show on Earth

20 Jahre Sophiensaele: The Greatest Show on Earth

Fotos: Anna Agliardi

Gestern Abend hatte ich die Ehre Teil einer Jubiläumsfeier zu sein, die ihres gleichen sucht. Die Sophiensaele existieren nun bereits seit 20 Jahren in Berlin und sind mittlerweile eine deutschlandweite Institution für zeitgenössisches Theater. Begleitet wurde die Feier von der Berlin-Premiere von “The Greatest Show on Earth”.

Unsere Theater-Fotografin Anna Agliardi hat von dieser einzigartig-grotesken Show zwischen Zirkus, Tanz und Perfomance Art wunderbare Eindrücke gesammelt. Viel Spaß mit einer wilden Mischung aus Cat-Content, Zombie Apocalypse und Musical-Horror. Mein Favorit war die musikalische Untermalung von Les Trucs – ein Spitzenduo.

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Tanz im August Berlin

Tanz im August Berlin

Tanz im August, eines der größten deutschen zeitgenössischen Tanzfestivals, findet wie der Name vermuten lässt alljährlich im Sommer statt. Das Programm präsentiert eine große Vielfalt aus internationalen Star-Produktionen und Off-Inszenierungen. Wir freuen uns auf das Festival und empfehlen unsere Highlights im englischen Teil des Artikels.

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Monypolo – Spielsucht in einer verlassenem Supermarkt

Monypolo – Spielsucht in einer verlassenem Supermarkt

Was ist eigentlich dieser Kapitalismus, von den alle immer reden. Und warum macht er mir mein Leben eigentlich so kompliziert? Diese Fragen klingen zwar ganz simpel. Die Antworten darauf sind allerdings dann doch etwas komplexer.

Prinzip Gonzo haben sich die Komplexität des Hyper-Kapitalismus mit ihrem neuen Theaterstück Monypolo näher angeschaut. Wer wissen möchte, was wir so erlebt haben, sollte im englischen Teil des Artikels weiterlesen.

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Hinter den Kulissen des Staatsballetts Berlin

Hinter den Kulissen des Staatsballetts Berlin

Foto: Jule Müller

Hinter jeder Inszenierung in einer der großen Opernhäuser Berlins, arbeiten unzählige fleißige Hände um an der Vollendung des Stückes mitzuwirken. Für die aktuelle Produktion des Staatsballetts “Jewels” durften wir ein wenig hinter die Kulissen blicken und in den Kostümwerkstätten sowie bei den Proben ein Besuch abstatten. Für mich, der schon immer ein großer Fan von Tanz in allen Ausdrucksformen ist, war es ein wunderbare Gelegenheit hautnah bei der Arbeit von den unsichtbaren Kreativen, die in solchen Werkstätten arbeiten, dabei zu sein. Fotografische Eindrücke von meinem Besuch sowie eine kleine Ticketverlosung gibt es nach dem Klick.

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Monypolo – Liebe dein System im Theater

Monypolo – Liebe dein System im Theater

Photos: Olga Khristolyubova

Das echte Business hat genauso viel mit Berlin zu tun wie Buxtehude. Wer schon mal in Frankfurt oder Hamburg war, der weiß, wo das echte Geld auf den Tisch geblättert wird. Dennoch beschäftigt sich die Kreativszene der Hauptstadt ausgesprochen gerne mit dem Thema Geld. Die einen vielleicht, in dem sie versuchen ihr kreativ Start-Ups an irgendeinen Investor für viel Geld zu verschachern, die anderen in dem sie Theaterstücke machen in dem die Mechanismen der Geschäftswelt auseinandergenommen werden.

In der Serie Monypolo – Liebe dein System vom Prinzip Gonzo im Ballhaus Ost, geht es um Geld, Wirtschaft, Macht, Spekulation und alles, was damit zusammenhängt. Irgendwann im Sommer werden die Macher vom Spiel des Lebens, uns alle wieder in ihren Bann ziehen mit einem großen Sandbox-Game. Bis dahin dürfen wir uns aber über kleine Theater-Häppchen freuen. Heute ist die Premiere von DAS UNTERNEHMEN. Darin  stellen Katharina Schenk, Toni Jessen und Christian Wisch als Unternehmensberater Strategien der Unternehmensführung vor. Sie zeigen euch den Weg zu eurem ganz persönlichen Erfolg, zu eurem Heart of Gold!  Bilder und Infos nach dem Klick.

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Ein Fotografischer Einblick in die Proben vom Staatsballet Berlin

Ein Fotografischer Einblick in die Proben vom Staatsballet Berlin

Auch wenn wir inhaltlich und interessentechnisch mehr mit der zeitgenössischen Tanz- und der Performance-Szene Berlins zu tun haben, ist hin und wieder ein Stück vom Staatsballett Berlin eine wirkliche Bereicherung. In dem neuen Ballett-Abend Duato | Kylian | Naharin geht es um dunkle menschliche Emotionen und Abgründe der Angst, Verletzlichkeit und Leidenschaft. Während „Castrati“ von Nacho Duato sich um die Furcht eines angehenden Sängers vor der Kastration dreht, beschäftigt sich Jiří Kyliáns „Petite mort“ mit den aggressiven wie auch den verletzlichen Seiten von Macht und Sexualität. „Secus“ ist eine abstrakte Arbeit von Ohad Naharin, ausgehend von Kraft, Energie und rohem Fleisch.

Der Fotograf Yan Revazov hat die Tänzer bei den Proben begleitet. Entstanden sind extrem intensive Aufnahmen, die wir euch nicht vorenthalten wollen. Infos zu den Spieldaten, ein Trailer und wie man Tickets für die kommenden Show gewinnen kann gibt es nach dem klick.

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Monster Truck: Welcome to Germany – Ein Horrorkabinet

Monster Truck: Welcome to Germany – Ein Horrorkabinet

Fotos: Skylar Kang

Ein Stück, das vor der Erstaufführung von einem Intendanten verboten wird, davon hört man mittlerweile in der schockresistenten deutschen Theaterlandschaft nicht so häufig. Bei Monster Truck: Welcome to Germany war dem Leipziger Intendanten nicht recht, dass da ein Schwein auf der Bühne zu Wurst verarbeitet wird. Was da so schockierend dran sein soll, weiß keiner so richtig (zumindest in Berlin).

In ihrer neuen Arbeit wenden sich Monster Truck dem Schreckbild des Eigenen zu. Mit Seppelhose und Geißpeterhut lassen sie Deutschland als Horrorkabinett auferstehen. Das perfekte Modell dafür haben sie am Fuße der chilenischen Anden entdeckt: Die bajuwarisch herausgeputzte deutsche Enklave „Villa Baviera“, bis vor kurzem noch „Colonia Dignidad“ genannt. Ein Musterbild an Tüchtigkeit, Ordnung und Musikalität. Ein Ort, an dem Auswärtige seit jeher Vollkornbrot und Wurst kaufen konnten und wo für ausgewählte Gäste in Dirndl und Lederhosen Volkslieder gesungen wurden. Ein Ersatz-Deutschland, das hinter seinen idyllisch-folkloristischen Fassaden auf brutale Weise wirklicher war als die Wirklichkeit: geheimes Folterzentrum des Pinochet-Regimes, Heimathafen rechtsradikaler Todesschwadronen, Schauplatz systematisierten Kindesmissbrauchs. Unantastbar dank Beziehungen in höchste Regierungskreise hinein – ein Mikrokosmos, der von Angst und Misstrauen lebte, von Schuldgefühlen, gegenseitigen Bespitzelungen, ständigen Demütigungen durch drastische Strafmaßnahmen neben täglich praktizierter Volksmusik.

Heute ist „Villa Baviera“ ein Ferienressort – und bietet das perfekte Setting für einen zünftigen Heimatabend zwischen Gastfreundschaft und unverhohlener Fremdenverachtung. Ausgehend von Berichten von Menschen, die dort Erfahrungen mit “den Deutschen” gesammelt haben, konfrontieren Monster Truck sich und uns im Spagat zwischen Dokumentartheater und surrealistischer Installation mit unserer nationalen Willkommenskultur. Bilder und die Daten nach dem Klick.

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Spiel des Lebens – Wiederaufnahme des Biographiespiels

Spiel des Lebens – Wiederaufnahme des Biographiespiels

Berlin ist die Stadt der einmaligen Ereignisse. Und während man das Gefühl hat, dass es mehr verpasste Möglichkeiten als reale Chancen zu verfolgen gibt, hat ja auch jede Regel zum Glück ihre Ausnahme. Das einmalige Theatererlebnis Spiel des Lebens kommt wieder in die Stadt und wird 10 mal stattfinden. Darin kann man von der Wiege bis zum Tod (ähnlich wie bei dem gleichnamigen Brettspiel) sein eigenes Leben neu schreiben. Wer Lust hat, das Ganze zu unterstützen kann sich hier unterstützend einbringen und hier noch ein paar der wenigen Tickets bestellen. Die Daten und Bilder vom letzten Jahr gibt es nach dem Klick.

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