Anfang des Monats fand im Hebbel am Ufer HAU2 Theater der Revolution Ball statt, der vom Iconic House of Saint Laurent veranstaltet wurde. Es handelte sich um einen Major-Ball, und solche Bälle sind hierzulande eher selten geworden, seit die Kiki-Szene in den letzten Jahren auf dem Vormarsch ist und immer häufiger Bälle veranstaltet. Umso mehr haben wir den Revolution Ball zu schätzen gewusst, denn er brachte viele internationale Ballroom-Mitglieder nach Berlin, die als Juroren, MCs und Special Guests auftraten. Das Line-up war vollgepackt mit Icons, Legends und Stars: European Catalyst Grandfather Archie Burnett Ninja, Icon Arnold Saint Laurent, Icon Arturo Miyake-Mugler, Icon Founding Father Michael Margiela, Icon Queen Tempress, Tabytha Maison-Margiela, Legendary Overall Mother Asia Allure, Legendary Mother Fujiko Ninja, Legendary NYC Mother Jonovia Lanvin, Legendary Mother Lasseindra Lanvin, Legendary Father Suave Saint Laurent, Legendary Naïmah 007, Legendary Father Typhoon Basquiat und die frisch gekürte Legend Zoe 007. Dies war keine typische Jury für Berlin, noch nie haben wir so viele wichtige, einflussreiche und Gründungsmitglieder der internationalen Szene hier in der Stadt gesehen. Und die unglaubliche Energie während des LSS-Calls hat das auch gezeigt.
Respekt und Applaus für die Legendary European Mother Leo Saint Laurent und Litchi Saint Laurent – die Organisator:innen des Balls – die diesen Abend auf die Beine gestellt haben. Es war mir eine besondere Ehre, dabei zu sein und diesen Ball zu fotografieren. Für mich schloss sich ein Kreis, denn vor 8 Jahren habe ich meinen ersten Ball hier im HAU2 fotografiert und es war ein wichtiger Moment in unserer eigenen Geschichte der Dokumentation der Berliner Ballroom-Szene.


Fotos: Frank R. Schröder
Wie es sich für einen großen Ball gehört, war die Nacht lang und es gab eine wahnsinnige Anzahl von Kategorien und Trophäen. Die Licht- und Raumgötter waren auf meiner Seite, denn ich hatte mehr Bewegungsfreiheit und Blickwinkel als sonst, was zu einem Fotoset führte, das dreimal so groß ist wie üblich – auch wenn ich am Ende ein paar Kategorien verpasst habe. Aber es war auf jeden Fall eine aufregende Erfahrung – angesichts der Wichtigkeit dieses Balls waren die Looks und Performances auf einem anderen Niveau. Selbst in den Nicht-Mode- oder Laufsteg-Kategorien waren die Outfits der Wahnsinn – it’s giving Couture, it’s giving nächtlicher Museumseinbruch. Ich war völlig sprachlos – obwohl ich zum Glück noch in der Lage war, meine Kamera auszurichten und den Knopf zu drücken.
Ich hab die Face-Kategorien, die Enby-Performance-Kategorie, die Realness-Kategorien geliebt – es gab so viele Highlights! Ich kann es kaum erwarten, dass ihr meine Eindrücke seht… Und los geht’s. Wie immer können Ballroom-Mitglieder, Judges und Organisator:innen die Fotos hier herunterladen und teilen. Bitte seid respektvoll zu meiner Arbeit und Mühe und taggt entweder @iheartberlin oder meinen Fotografen-Account @frankfromberlin. Vielen Dank dafür!

