Musician & Songwriter VELVE in I‘ VR. 

Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass es eine gewisse Kontroverse über selbstgemachte oder nicht-medizinische Gesichtsmasken gibt. Die deutsche Regierung hat sich bisher gescheut, den Menschen das Tragen von Gesichtsschutz anzuordnen, vor allem wegen des extremen Mangels an verfügbaren zertifizierten Masken, aber auch, weil die Wirksamkeit von Masken noch immer diskutiert wird. Eines ist jedoch sicher: Die wenigen Länder, die eine Maskenpolitik betreiben, scheinen wesentlich flachere Kurven zu haben. Dies kann natürlich verschiedene Gründe haben. Aber andererseits, wenn man nur darüber nachdenkt. Je mehr Menschen eine Maske tragen, desto weniger werden sie in den frühen Stadien der Infektion versehentlich ins Freie husten oder niesen, wenn sie am ansteckendsten sind und noch am wenigsten Symptome zeigen.

Während die Deutschen vor einigen Wochen noch recht zurückhaltend mit Masken zu sein schienen, hat sich das in der letzten Woche dramatisch geändert, und ich sehe viele Menschen mit selbstgemachten oder anderen Stoffmasken auf der Straße. Und ich gebe zu, dass ich mich dadurch etwas sicherer fühle, wenn ich mehr Menschen um mich herum sehe, die andere bewusst davor schützen, sie versehentlich damit anzustecken.

Aber woher soll man eine Maske bekommen, wenn man keine DIY-Skills hat und vielleicht keine gefalteten Küchentücher mit Gummibändern in der Öffentlichkeit tragen möchte? Hier kommen die Berliner Designer ins Spiel. So ziemlich alle mussten wegen der Quarantäne derzeit ihre Geschäfte schließen, und wenn sie kein bereits florierendes Online-Geschäft haben, werden sie es in den kommenden Wochen schwer haben, Umsätze zu erzielen. Wie für viele kleine Unternehmen werden sie ein paar harte Monate vor sich haben, um mit der Krise fertig zu werden. Es macht also sehr viel Sinn, dass sie den Menschen das geben, wonach sie dringend suchen: Gesichtsschutz.

Natürlich entspricht keiner von ihnen dem medizinischen Standard zertifizierter Masken, aber hey, es ist besser als gar keine Maske. Wir haben ein paar Berliner Designer und Kreative gefunden, die derzeit wiederverwendbare Masken in verschiedenen Designs herstellen. Denkt daran: Wenn diese Masken irgendeine schützende Eigenschaft haben sollen, müssen sie sehr oft mit heißem Wasser gewaschen oder irgendwie desinfizieren werden, bevor man sie trägt.

 

Isabel Vollrath – I´VR

 

Die Avantgarde-Designerin Isabel Vollrath war eine der ersten Designerinnen, die mir auffiel und die ein recht aufwendiges und elegantes Design für eine Gesichtsmaske zum Schutz von Mund und Nase entwarf. Vor allem ihre Ballerina-Edition sieht ziemlich umwerfend aus. Auf Anfrage erhältlich.

 

  

  

 

UY

 

iHeartBerlin-Favorit UY serviert mit seiner minimalen Gesichts- und Schlauchmaske schlanke, schwarze Club-Realität. Wenn der ganze Corona-Schreck vorbei ist, kann man sie sicherlich beim nächsten sex-positiven Rave weiter tragen – better be safe than sorry! Hier erhältlich.

 

  

 

Paula Immich

 

Die Berliner Design-Veteranin Paula Immich gibt uns mit ihren neuen Gesichtsmasken aus Baumwolle oder Seide mit verschiedenen Farb- und Mustervariationen süße, seidige Polka-Dot-Vibes. Besonders praktisch ist der oben eingebaute Metallstreifen, damit man die Maske abschließend an die Form der Nase anpassen kann. 50% des Erlöses werden an den COVID-19-Solidarity-Response-Fonds der WHO (Weltgesundheitsorganisation) gespendet. Verfügbar hier.

 

  

 

Tata Christiane

 

Auch Berlins farbenfrohste Designerin Tata Christiane hat kürzlich angekündigt, dass ihre eigenen Gesichtsmasken auf dem Weg sind und uns einen kleinen Vorgeschmack auf die Stoffe und Muster geben, die wir erwarten können. Es sieht auf jeden Fall funky aus! Erhältlich sind sie hier.

 

  

 

Obectra

 

Das Berliner Label Obectra hat uns Anfang des Jahres mit seiner großen Modenschau im schönen Delphi-Theater begeistert. Es hat auch eine schöne, minimalistische schwarze Maske herausgebracht, die in einem Plissee-Design mit schwerem doppellagigem Jersey geliefert wird. Hier erhältlich.

 

  

 

Kaey

 

Unsere Berliner Lieblingsdiva Kaey ist eine der vielen darstellenden Künstlerinnen, die von der Absage von Veranstaltungen und der Schließung von Clubs und Bars betroffen ist. Während ihre Shows jetzt nur noch als Live-Streams stattfinden, nutzt sie derzeit ihr Modetalent, um Masken aus witzigen, queeren Stoffen zu kreieren. Bisher hat sie eine niedliche Regenbogenfahne, ein verruchtes Tom of Finland-Design und aufwendige Pailletten entworfen. Wenn ihr euch für diese Masken interessiert, könnt ihr über Facebook mit ihr in Kontakt treten.

 

  

  

 

Wenn ihr andere Designer kennt, die derzeit Gesichtsmasken nähen, teilt uns dies bitte in den Kommentaren unten mit! Stay safe!

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Frank
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on April 8th, 2020
updated on April 28th, 2020
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