Vor kurzem hat der in Barcelona lebende Filmemacher Noel Alejandro sein neuestes Werk veröffentlicht: Den Erotikfilm „Call me a Ghost“. Der 18-minütige Kurzfilm handelt von einem Mann, der von einer übernatürlichen Kraft besucht wird. Doch anstelle einer eher typischen Narration mit Psycho-Spielen und Horror-Elementen zu folgen, stellt dieser Film einen freundlichen Geist vor. Schon bei ihrem ersten Zusammentreffen entsteht eine ungewöhnliche Anziehung. Die Suche nach einem Ausweg aus seiner unmittelbaren Traurigkeit und die Aussicht auf physischen Kontakt zu einer anderen Person, führt den Protagonisten dazu, sich seinem Verlangen und seiner Lust hinzugeben. „Kann Lust eine Waffe werden, um tief sitzende Traurigkeit zu bekämpfen?“ Mit „Call me a Ghost“ führt Noel Alejandro Melancholie, Ernsthaftigkeit und Sex zusammen mit seiner wunderschönen Bildersprache zu einem Kurzfilm, der dir die Scham vor deinem eigenen Voyeurismus nimmt. Beim Zuschauen kamen wir nicht umhin, die Gesichter der Schauspieler Valentin und Pierre wieder zu erkennen. Für jeden, der sich im freizügigen Berliner Nachtleben auskennt oder schon einmal einen Blick auf  die Fotos von unseren Freunden bei Pornceptual geworfen hat, wird womöglich ebenso einen Deja-vu-Moment haben.

Schaut euch am besten auch direkt den Folgefilm „The End“ an, der Anfang 2018 erschienen ist:

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Andy
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on April 29th, 2017
updated on Januar 29th, 2018
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