Berliner Indoor Clubs Dürfen Wieder Öffnen – Ohne Masken und Abstandsregeln

Berliner Indoor Clubs Dürfen Wieder Öffnen – Ohne Masken und Abstandsregeln

Wir können nicht glauben, dass wir das schreiben, aber nach 1,5 Jahren Schließung dürfen Berlins Indoor-Clubs endlich wieder ohne Maskenpflicht und Distanzierungsregeln öffnen. Das gab die Berliner Clubcommission gestern bekannt, nachdem der Berliner Senat ein Gerichtsverfahren darüber verloren und beschlossen hatte, die Entscheidung nicht weiter anzufechten. Ab Freitag, dem 3. September, dürfen die Clubs ihre Tanzflächen wieder öffnen. Natürlich gibt es einen Haken, denn wir befinden uns immer noch mitten in einer Pandemie: Der Zutritt wird nur geimpften und genesenen Personen gestattet. Vor allem, da die Durchsetzung der Maskenregeln bei Partys im Freien in letzter Zeit für einige Reibereien in der Nachtleben-Szene gesorgt haben soll, scheint dieser letzte Punkt für viele eine Erleichterung zu sein.

Die Nachricht ist natürlich willkommen, nicht nur für die angeschlagenen Veranstalter des Nachtlebens, sondern auch für hungrige Partygänger, die von ihrer Lieblingsbeschäftigung abgehalten wurden. Wir fühlen mit euch. Aber die Entscheidung kommt nicht ohne einige Bedenken.

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Clubkultur: Die Neue Nightlife Doku tourt durch Berliner Clubs

Clubkultur: Die Neue Nightlife Doku tourt durch Berliner Clubs

Wenn wir schon nicht in Berliner Clubs tanzen können, können wir wenigstens eine Dokumentation über das Clubbing dort sehen, oder? Mit den Corona-Bestimmungen ist es wirklich schwierig geworden, einen Club zu betreiben und das bedroht die eine Sache, die Berlin in den letzten paar Jahrzehnten weltweit bekannt gemacht hat. Während alles wieder offen ist nach dem endlosen Lockdown, sind Clubs immer noch die eine Art von Ort, der nicht geöffnet werden darf. Nicht, dass das nicht verständlich wäre – aber es macht es nicht besser oder fair für die Menschen dahinter.

Die neue Dokumentation Clubkultur der Filmemacherinnen Leonie Gerner und Andrea Schumacher für Hauptstadt.tv beleuchtet die Bedeutung der Berliner Clubszene mit verschiedenen Interviews mit Clubbesitzern, Nightlife-Künstlern, DJs und Musikern, aber auch Politikern und der Berliner Clubcommission. Wir bekommen auch eine Menge Filmmaterial von einigen wilden Berliner Nächten zu sehen, die uns super nostalgisch machen und sich anfühlen, als ob sie aus einer fernen Zeit Jahrzehnte in der Vergangenheit stammen.

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Diese Berliner Clubs sind die Ersten, die wieder aufmachen

Diese Berliner Clubs sind die Ersten, die wieder aufmachen

Foto: Birgit & Bier. 

Trotz vieler verschiedener Bemühungen und vieler alternativer Konzepte ist es die Berliner Clubszene, die wohl am meisten unter der Pandemie in der Berliner Kulturlandschaft leidet, denn die meisten der Orte sind nun schon seit über einem Jahr geschlossen. Während ihre Zukunft in der Schwebe ist und eine Wiedereröffnung für Indoor-Partys nicht wirklich drin ist, hat zumindest eine politische Bewegung erreicht, dass sie als Orte der Kultur anerkannt werden, was einen großen Unterschied für sie macht, wenn es um Steuern und Finanzierung geht.

Aber die Berliner Nachtleben-Szene war schon immer erfinderisch, und so ähnlich wie letztes Jahr nach dem ersten Lockdown, wo die wenigen Clubs, die den Luxus eines Außenbereichs haben, mit alternativen Nutzungskonzepten wie Biergärten aufwarteten, um über den Sommer teilweise wieder öffnen zu können, passiert das Gleiche jetzt mit den ersten Clubs, die bereits wieder für Gäste geöffnet haben.

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Erlebt einen letzen Rave in der Griessmuehle

Erlebt einen letzen Rave in der Griessmuehle

Völlig unabhängig von der laufenden Pandemie musste der beliebte Neuköllner Club Griessmuehle vor einem Jahr aus Gründen schließen, die ihr hier nachlesen könnt. Es war ein Schlag für das Berliner Nachtleben, da es für die besorgniserregenden jüngsten Entwicklungen der Stadt Berlin und die ständigen Clubschließungen steht, die wir nun seit einem Jahrzehnt und mehr erleben. Die Stadt ist voll von Nachtclubs, aber seltsamerweise hat der beliebte Bezirk Neukölln nicht wirklich viele, also war es ein großer Verlust für die Partykids des Viertels.

Zum Glück konnten die Clubmacher der Griessmühle ihr hervorragendes Programm im letzten Jahr in die Alte Münze verlegen und fanden auch in Schöneweide im Revier Südost eine neue Location. Da die Genehmigung für Outdoor-Raves aber erst relativ spät im letzten Sommer kam, war mit dem Raven nicht mehr viel los.

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Ab diese Woche gibt’s Corona Schnelltests im KitKatClub

Ab diese Woche gibt’s Corona Schnelltests im KitKatClub

Foto: KitKatClub. 

Wie ein Facebook- und Instagram-Posting berichtet, bietet der legendäre Berliner Fetischclub KitKat ab diesem Freitag, 4. Dezember, für nur 25 Euro Corona-Schnelltests an. Corona-Schnelltests sind in Berlin noch schwer zu bekommen, normale COVID-Tests kosten in der Regel um die 150 Euro. Im Einklang mit dem hedonistischen Ruf des Clubs forderte der Beitrag die Gäste auf, “nackt und wild” zu kommen, änderte dies aber schnell und gab zu, dass, obwohl es lustig wäre, eine Schlange nackter Menschen um den Block wahrscheinlich zu rechtlichen Schritten gegen den Club wegen vermuteter illegaler Partys führen würde. Der Beitrag wies darauf hin, dass KitKat trotz eines sich abzeichnenden Impfstoffs Schnelltests für die Wiedereröffnung des Nachtlebens für äußerst wichtig hielt. Alle Tests werden von medizinischem Fachpersonal durchgeführt.

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Tanzen Ohne Clubs: Wo Berlin’s Raver Feiern Ohne Ihre Clubs

Tanzen Ohne Clubs: Wo Berlin’s Raver Feiern Ohne Ihre Clubs

Die Berliner Clubs haben mit neuen, Corona-freundlichen Tageskonzepten wiedereröffnet, aber ein Schlüsselelement fehlt: das Tanzen. Das hat die Berliner gezwungen, die Idee des Clubbing zu dekonstruieren und sich zu fragen, was sie früher in den Clubs gesucht haben und wo sie es jetzt finden können.

Auch auf die Gefahr hin, das Offensichtliche festzustellen: Tanzen ist ein großer Teil der Clubkultur. Es macht Spaß, es ist eine Möglichkeit, die Musik zu genießen, und es ist erfrischend, nicht die ganze Zeit aufrecht zu sitzen und ein Gespräch zu führen, während man berauscht ist. Folglich hat der Lockdown der kürzlich etwas vernachlässigten illegalen Rave-Kultur neues Leben eingehaucht. Der zweite Teil dieser Reihe untersucht die illegalen, privaten und spontanen Tanzpartys, die überall in der Stadt auftauchen, und die Kontroversen, die sie umgeben.

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Clubs ohne Tanzen: Was Berliner Clubs ohne Raves machen

Clubs ohne Tanzen: Was Berliner Clubs ohne Raves machen

Halle, Foto: Roman März. 

Neben den Clubs gibt es noch viele andere Gründe, nach Berlin zu kommen, aber sie gehören definitiv zu den beliebtesten. Techno hat seine Wurzeln in Detroit und in der Afrofuturismus-Bewegung, aber sowohl der Name als auch die derzeit weit verbreitete Popularität haben damit zu tun, was daraus in Berlin geworden ist.

Während diese Partys in vielen Städten noch relativ im Untergrund stattfinden, hat sich Berlin die Rave-Kultur zu eigen gemacht und eine besondere Beziehung zu seinen Clubs und deren Publikum aufgebaut. Das Berghain hat sich bereits einen legalen Status als kulturelle Institution gesichert, und andere Clubs kämpfen um den gleichen Status. Auch die Clubtouristen werden von der Stadtregierung als wichtiger Beitrag zur Wirtschaft geschätzt.

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Träumen in Quarantäne: Wilden Renates Overmorrow Installation

Träumen in Quarantäne: Wilden Renates Overmorrow Installation

Wilden Renate’s Overmorrow ist eine immersive begehbare Kunsterfahrung, die von über 40 Künstlern geschaffen wurde, von bekannten Kollektiven wie Bad Bruises und TrashEra bis hin zu Newcomern. Die Installationen, Performances und Ausstellungen nehmen die meisten Innenräume der Wilden Renate ein und bieten etwa 1 Stunde Erkundung in dunklen, sich verwandelnden Räumen.

Das Publikum betritt in Zweiergruppen mit 5-Minuten-Intervallen, was in etwa der Zeit entspricht, die für jeden Raum vorgesehen ist, und bahnt sich seinen Weg durch die 17 miteinander verwobenen “Positionen”. Die “Positionen” reichen von Ausstellungen von Ölgemälden über interaktive Installationen bis hin zu Performances und sind durch die Themen Isolation und Zukunft lose miteinander verbunden. Sie überschneiden sich oft, reflektieren sich gegenseitig und können im Voraus gesehen oder gehört werden, was zur traumhaften Natur der Reise beiträgt.

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Dose of Pleasure ist der Rave auf Distanz für den perfekten Sommerabend

Dose of Pleasure ist der Rave auf Distanz für den perfekten Sommerabend

Der Sommer lässt ganz Berlin langsam aus einem langen Winterschlaf erwachen. Umso mehr vermissen viele Berliner die Nächte mit ihren Freunden in ihren Lieblingsclubs. Während viele Clubs jetzt Techno-Biergärten im Freien anbieten, ist dies leider nicht die Erfüllung für die leidenschaftlichen Raver*innen und Tänzer*innen unter uns. 

Es ist daher traurigerweise keine Überraschung, dass die Zahl der illegalen Raves in der Hasenheide und in den Wäldern rund um die Stadt in den letzten Wochen dramatisch zugenommen hat. Viele fühlen sich vielleicht nicht wohl bei dem Gedanken, sich in eine große Menge von Fremden zu stürzen. Andere können ihr Verlangen nach einer Nacht mit Musik und Tanz nicht mehr unterdrücken. Es fühlt sich ein bisschen verdreht an, dass man etwas so Natürliches wie gemeinsam Tanzen auf unbestimmte Zeit erstmal ad acta legen muss. Dennoch: Die aktuellen Entwicklungen sprechen nicht für sorgenfreie Club-Besuche. Ganz im Gegenteil. 

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Dumm und Fahrlässig: Warum das YAAM nicht Schließen darf!

Dumm und Fahrlässig: Warum das YAAM nicht Schließen darf!

Foto: Spyrosdrakopoulos / CC BY-SA

Das YAAM, der einzigartige Kulturraum an den Ufern der Spree am Ostbahnhof, der speziell Berlins BPoC-Community einen Ort der Zusammenkunft bietet, musste diese Woche seine Räumlichkeiten aufgeben – ungeachtet der rechtlichen Hintergründe oder der tatsächlichen Absichten hinter den Ereignissen, es gab nie einen schlechteren Zeitpunkt der Schwarzen Community in Deutschland einen Veranstaltungsort zu nehmen!

Die Stabilität der Ufermauer, auf der das Gebäude gebaut ist, wäre nicht mehr gewährleistet – so ein offizielles statisches Gutachten. Während rechtliche Erläuterungen die Dinge vielleicht etwas niedlicher klingen lassen – die Schließung eines Clubraumes auf einem mehr als lukrativen Grundstück… wir alle werden jetzt doch nur eine Sache annehmen, nicht wahr?  – dabei erscheint das Timing dieser Ereignisse jedoch fast wie ein ziemlich schlechter Witz. Wer auch immer die Anweisung gegeben hat, die Betreiber des YAAMs dazu zu bringen, die Innenräume des Venues zu räumen: “Du liest schon die Nachrichten oder?!”.

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