100 Jahre Geschichte des Ersten Mai in Berlin

Berlin, Maidemonstration der SPD

Foto: Bundesarchiv, Bild 102-09700 / CC BY-SA 3.0

Der Erste Mai, da ist das große Straßenfest in Berlin, richtig? Naja, gewisser Maßen quasi. Während sich das MyFest in Kreuzberg wirklich mehr wie eine große Party mit Fressbuden und Konzertbühnen anfühlt, hat der Tag der Arbeit aber eigentlich eine ganz andere Geschichte. Seinen Ursprung hat er in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in den USA, wo Arbeiter sich mit Protesten für den 8-Stunden-Tag durchsetzten. Ende der 1920er sollte dieser Tag auch in Deutschland eingeführt werden, doch das gelang erst den Nazis in den 30ern. Bis heute jedoch ist der Tag der Arbeit als nationaler Feiertag bestehen geblieben. Über die Jahrzehnte hat er sich jedoch sehr unterschiedlich entfaltet, von festlichen Paraden, zu politischen Demonstrationen bis hin zu brutalen Ausschreitungen hat es alles gegeben. Hier in Berlin war der 1. Mai noch bis zur zweiten Hälfte der 2010er assoziiert mit hohem Polizeiaufgebot, Sturmtrupps und aggressiven Demonstranten. Die ursprüngliche Bedeutung, den harten Kampf der Arbeiter, dass fühlt sich heutzutage auf dem MyFest etwas vergessen an.

Wir haben euch eine kleine Fotografische Revue von 100 Jahren 1. Mai zusammengefasst…

Frank by Frank
on April 30th, 2017
in Stories

Sexy Spuk: Eine Geistergeschichte der erotischen Art

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Vor kurzem hat der in Barcelona lebende Filmemacher Noel Alejandro sein neuestes Werk veröffentlicht: Den Erotikfilm “Call me a Ghost”. Der 18-minütige Kurzfilm handelt von einem Mann, der von einer übernatürlichen Kraft besucht wird. Doch anstelle einer eher typischen Narration mit Psycho-Spielen und Horror-Elementen zu folgen, stellt dieser Film einen freundlichen Geist vor. Schon bei ihrem ersten Zusammentreffen entsteht eine ungewöhnliche Anziehung. Die Suche nach einem Ausweg aus seiner unmittelbaren Traurigkeit und die Aussicht auf physischen Kontakt zu einer anderen Person, führt den Protagonisten dazu, sich seinem Verlangen und seiner Lust hinzugeben. “Kann Lust eine Waffe werden, um tief sitzende Traurigkeit zu bekämpfen?” Mit “Call me a Ghost” führt Noel Alejandro Melancholie, Ernsthaftigkeit und Sex zusammen mit seiner wunderschönen Bildersprache zu einem Kurzfilm, der dir die Scham vor deinem eigenen Voyeurismus nimmt. Beim Zuschauen kamen wir nicht umhin, die Gesichter der Schauspieler Valentin und Pierre wieder zu erkennen. Für jeden, der sich im freizügigen Berliner Nachtleben auskennt oder schon einmal einen Blick auf  die Fotos von unseren Freunden bei Pornceptual geworfen hat, wird womöglich ebenso einen Deja-vu-Moment haben.

Andy by Andy
on April 29th, 2017
in Videos

Das richtige Outfit für Berliner Clubnächte

Berlin Nightlife Outfits

Foto: Pornceptual

Pornceptual, House of Red Doors, Revolver, und quasi jede Berghain-Klubnacht – Fetisch und Sex-Partys überschwemmen die Hauptstadt. Noch eher eine Nischen-Sparte vor einigen Jahren, ist verrückte, sexy Mode auf den Tanzflächen nun zur Normalität geworden. Die Frage lautet also nicht länger: “Was wirst du heute Abend tragen?”, sondern wohl eher: “Wie viel wirst du heute Abend tragen?”. Sich komplett aus ziehen, ist einfach, aber sich genau für die richtige Menge Stoff entscheiden, damit alle nur noch: “Oh wow! Krass!” herausbringen, das ist die eigentliche Fashion-Challenge! Für jeden, der in diesem Spiel gern mitspielen will, aber sich noch nicht so ganz gerüstet fühlt für diese weniger-ist-mehr Fashion-Spektakel, haben wir eine kleine Kollektion von sexy Looks zusammen gestellt, die niemals aus der Mode kommen.

Andy by Andy
on April 28th, 2017
in Mode, Party

Die großartigsten Parties in Berlin

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Berlin, die Welthauptstadt des Hedonismus. Aus aller Welt kommen Menschen, um hier ihre persönliche Phantasie auszuleben, und wenn es auch nur für eine Nacht auf der Tanzfläche ist. Doch bei so vielen Clubs, die zur Auswahl stehen, mit jeweils ganz bestimmtem Publikum und verschiedenen DJ-Bookings, kann es ziemlich verwirrend werden. Und bevor du dich zu einer Party aufraffst, die sich als Flop herausstellen könnte, gehst du erst gar nicht und verbringst deinen Abend alleine zuhause auf der Couch mit Grey’s Anatomy – und das können wir wirklich nicht zulassen! Natürlich ist nicht jeder Club ein Garant für eine atemberaubenden Nacht, aber Berlin bietet so einige Partyreihen, die zwar nicht jedes Wochenende stattfinden, aber, wenn du weißt wo und wann, zeigen, was diese verrückte Stadt so alles in sich hat. Im englischen Teil findet ihr eine kleine Liste von Parties, die sicher kein Flop werden, und wo auch für jeden ‘was dabei ist.

Andy by Andy
on April 28th, 2017
in Party

Die Schönheit der Vier Jahreszeiten in Berlin

Spring in Berlin by Steffimarla

Fotos: Steffimarla

Wenn es um das Wetter in Berlin geht, dann haben wir Berliner doch einiges zu nörgeln. Winter zu kalt, Frühling zu nass, Sommer zu heiß, Herbst passt irgendwie auch nicht. Aber eigentlich gibt es doch in all den Jahreszeiten auch schöne Dinge, die es nur hervorzuheben gilt. Keiner macht das aus unserer Sicht besser als die Instagrammerin Steffimarla. Mit ihrer schönen Bildästhetik, ihrem Faible für Natur und einem guten Auge für unsere schöne Hauptstadt fängt sie immer genau den richtigen Moment am richtigen Ort ein und kreiert somit ein Bild von Berlin, was zu jeder Jahreszeit ganz wunderbar aussieht. Wir haben euch mal eine Auswahl unserer Lieblingsmotive zusammengestellt.

Michalina by Michalina
on April 26th, 2017
in Fotos

Dating in Berlin: Liebe Sprachbarriere

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Illustration: Berk Karaoglu

Als wäre das Daten in einer fremden Stadt, oder noch besser: in einem fremden Land, nicht schon herausfordernd genug, kommt zu all den kulturellen Gewohnheiten und Unterschieden auch noch die sogenannte Sprachbarriere hinzu. Klar setzt man besonders am Anfang gerne auf die allgemein verständliche Körpersprache, aber irgendwann geht es dann doch mal um etwas mehr und man muss sich schnell auf die für beide Parteien am einfachsten zu praktizierende Sprache einigen. In den meisten Fällen, und ganz besonders hier in Berlin, ist das oft Englisch. Doch auch wenn beide Seiten einigermaßen gut Englisch sprechen, ist die Sprachbarriere noch lange nicht überwunden. Unsere Gastautorin Nicole, ihres Zeichens englische Muttersprachlerin, hat sich mit den Herausforderungen der interkulturellen Kommunikation auf Englisch im Kontext vom Daten etwas auseinandergesetzt und ist in ihrer eigenen praktischen Anwendung auf recht verblüffende Erkenntnisse gestoßen. Mehr dazu im englischen Teil.

by Guest Author
on April 24th, 2017
in Stories

Die Highlights des Gallery Weekend 2017

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Andrea Wan

Das kommende Wochenende und das darauf folgende Gallery Weekend sind unsere letzte Chance, uns nochmal ein bisschen kulturell zu bilden, bevor der erster Mai uns alle zu faul (und vermutlich auch betrunken) dafür machen wird. Wie jedes Jahr nehmen wieder unzählige Galerien daran Teil und es gibt soviele Ausstellungseröffnungen, die sich diesmal sogar auf 2 Wochenenden verteilen, dass da einem schnell der Überblick verloren geht. Wir haben euch aber mal unsere Highlights zusammengestellt. Mehr dazu im englischen Teil.

Michalina by Michalina
on April 21st, 2017
in Kunst

Für Dich, du Neuberliner

Boxhagener Platz

Das Leben als Neuberliner, so aufregend es vielleicht zunächst erscheinen mag, ist oftmals auch entmutigend und schwierig. Deshalb hat sich unsere Gastautorin Matilde, ihres Zeichens selber Neuberlinerin, einen kleinen, motivierenden Text dazu ausgedacht, den ihr im englischen Teil lesen könnt.

by Guest Author
on April 20th, 2017
in Stories

Tanzen Gegen das Ende der Welt

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Foto: Paulio Sovari

Wer hätte gedacht, dass Ballett, eine Kunstform, die mal dazu da war die Königshäuser Europas mit Pirouetten und Sprüngen in märchenhaften Szenarien zu unterhalten, irgendwann mal zum Kommunikationsmedium für soziale Fragen wird.

Aber genau dem widmet sich Nacho Duato, Intendant des Staatsballett Berlins und Choreograph der aktuellen Premiere “Erde”. Darin widmet sich Duato dem Klimawandel und den ökologischen Fragestellungen dahinter auf höchst ästhetischer und dennoch frappierend emotionaler Art und Weise.

Als Doppelpremiere geht an dem Abend auch die Choreographie von Hofesh Shechter über die Bühne. Mit „The Art of Not Looking Back“ hat der gefeierte britisch-israelische Choreograph nun dem Staatsballett Berlin eine seiner Arbeiten überlassen, die er mit der Compagnie selbst einstudiert.

Claudio by Claudio
on April 19th, 2017
in Theater

Ein Jonglierakt: 5 Jobs auf einmal

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Foto: Averie Woodard

Auch wenn es auf diesem Blog manchmal vielleicht so wirkt, als wäre das Leben in Berlin hier sorgenfrei und easy-going, vergessen wir dabei manchmal, dass es für manch einen hier nicht nur eine große Anstrengung ist, richtig anzukommen, sondern auch eigenständig auf beiden Beinen zu stehen. Klar, es gibt auch viele Menschen hier, die ein Sorgenfreies Leben genießen, weil ihnen die Eltern ein leichtes Leben finanzieren, und daran ist auch nichts falsches. Nur hat nicht jeder dieses Glück. Einen Job zu finden, von dem man auch Leben kann, ist nämlich noch schwieriger, als eine permanente Bleibe zu sichern. Und so kommt es schnell vor, dass man sich mit mehreren kleinen Jobs gleichzeitig abmühen muss, um sich über Wasser zu halten. Das ist zwar abwechselnd und kann Spaß machen, aber es ist auch ein absoluter Jonglierakt. Mehr dazu im englischen Teil…

Michalina by Michalina
on April 18th, 2017
in Stories