Kreatives Berlin: Ein Design-Workshop mit berlin-re-cycle

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Fotos: Valerie-Siba Rousparast

Aus altem etwas neues zu machen, Dingen eine neue Funktion geben – das klingt eigentlich nach etwas Berlin-typischem, oder nicht? Man denke dabei an die unzähligen Gebäude entlang der ehemaligen Mauer, die im Laufe der frühen neunziger Jahre von Künstlern und Subkultur entdeckt wurden. Aus den leerstehenden alten Fabrikgebäuden wurden Clubs, Kunsträume oder Ateliers.

Aber auch die vielen Cafés und Bars, die vollständig mit Oma’s Mobiliar ausgestattet werden und die urbanen Spielplätze, wie der Klunkerkranich oder Holzmarkt, die fast vollständig aus Holz- und Metallresten gebaut wurden, sind nur weitere Beispiel dafür, dass Berlin eine Stadt ist, die sich ständig erneuert, wiederverwertet und neu interpretiert.

Stuart N.R. Wolfe ist einer der kreativen Köpfe in Berlin, der diesen Geist der Wiederverwertung vollkommen verinnerlicht hat. Für sein Projekt berlin-re-cycle hat er unverwertetes Material gefunden, dass es in Berlin zuhauf gibt: alte, verlassene Fahrradleichen. Die Straßen sind voll damit und Stuart sah in ihnen eine ganz besondere Materialquelle. Durch seine Arbeit als Bildhauer und Möbeldesigner hat er schon oft mit ungewöhnlichen Materialien gearbeitet. Mit den Einzelteilen der Fahrräder hat er nun sein Repertoire erweitert und kreiert aus ihnen etwas äußert praktisches: Lampen.

Frank by Frank
on August 24th, 2016
in Produkte, Stories

Voguing in Berlin

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Foto: Denis Koone Kuhnert

Berlin ist dynamisch, Berlin tanzt und das zu jeder Tages- und Nachtzeit. Teil der Tanzszene hier ist das Voguing, das immer beliebter wird und inzwischen längst kein Underground-Phänomen mehr ist.

Ursprünglich kommt der Tanz aus der LGBT-Szene New Yorks und ist von den Laufstegen der Haute Coture inspiriert. Übertriebene Bewegungen werden zu starken, ausdruckvollen Gesten des Selbstausdrucks. Mitglieder der Szene fühlen sich jeweils einem der sogenannten “Houses” zugehörig, die gleichzeitig organisatorischen, wie familiären Charakter haben.

Valerie by Valerie
on August 24th, 2016
in Party

Eine Festival Liebesgeschichte

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TH!NK? Festival, Foto: Arvid Wünsch

Manchmal begegnet man der Liebe an den ungewöhnlichsten Orte, in höchst unerwarteten Momenten. Auf einem Festival ist man umgeben von Tausenden von Menschen, die nur Feiern, Tanzen und Trinken im Kopf haben. Knutschen und hinter der Düne Sex haben kommt natürlich auch vor, aber sich verlieben? Dafür ist es oft doch einfach zu laut, zu voll, zu ungehalten. Aber warum soll einem nicht auch dort jemand besonderes über den Weg laufen, der mehr ist, als nur ein flüchtiger Flirt im Moment des Rausches?

Unserer Gastautorin Nicole erging es so auf dem TH!NK? Festival, welches an einem See im Umland von Leipzig stattfand. Nachdem sie sich in ihren vorherigen zwei Stories für iHeartBerlin eher von ihrer zynischen Seite gezeigt hat, geht es in ihrem neuesten Artikel viel gefühlvoller und romantischer zu, wer hätte es gedacht? Aber lest mehr im englischen Teil des Artikels.

by Guest Author
on August 23rd, 2016
in Stories

Wie schmeckt Mexico?

Las-Catrinas

Wenn es um ferne Länder geht, die man noch nie vorher besucht hat, ist es schwer sich von den gängigen Klischees zu befreien. Bei Mexico muss ich zum Beispiel erstmal an Frida Kahlos Augenbrauen, Maya-Pyramiden und scharfe Burritos denken. Allgemein stellen sich die meisten wohl bei mexikanischem Essen erstmal Guacamole, Tacos, Quesadillas und Burritos vor. Das aber so essentielle und köstliche Zutaten wie Vanille, Kakao, Agave und viele mehr in Mexico erst überhaupt entdeckt und zum Kochen verwendet wurden ist nur wenigen bekannt.

Auf der Mexico-Food-Tour, an der wir vor ein paar Tagen im KaDeWe teilnehmen durften, konnten wir auch ein paar kulinarische Wissenslücken schließen. In der 6ten Etage und Feinkostabteilung des größten Kaufhauses Europas ist bis zum 3. September ein großes Mexico Special. Ausgestellt werden nicht nur außergewöhnliche, mexikanische Produkte, die man sonst selbst in Berlin nicht so einfach finden würde. Während des gesamten Zeitraumes zaubern die begabtesten Köche Mexikos einzigartige Gerichte zum Probieren und Nachkochen.

Als kleinen, visuellen Vorgeschmack auf diese geschmackliche Mexico-Reise haben wir uns ein paar besondere Produkte geschnappt und für euch abgelichtet. Unsere Highlights gibt es nach dem Klick.

Claudio by Claudio
on August 22nd, 2016
in Essen

Vanishing Berlin: Wenn Veränderung auf Nostalgie trifft

Alfred Bajon-Spandau-2010

Fotos: Alexander Steffen

Sollte man sich mit Menschen unterhalten, die seit Jahrzehnten in Berlin wohnen, werden sie höchstwahrscheinlich unterstreichen, wie sehr sich Berlin durch die Jahre verändert hat. Leider wird das nicht auf eine positive Art und Weise gemeint. Während jeder seine eigene Meinung über die Ursachen der Situation vertritt, würden alle zustimmen, dass die Gentrifizierung diese Entwicklung beeinträchtigt hat. Hiermit habe ich nicht vor, eine Debatte darüber zu initiieren, wie man sich mit dem Phänomen der Gentrifizierung auseinandersetzen soll. Das Hauptaugenmerk will ich stattdessen auf das Projekt Vanishing Berlin von Alexander Steffen legen. Letzterer, gebürtiger West-Berliner, hat 2009 angefangen, Fotos von Berlins charakterisierenden Orten aufzunehmen, wie zum Beispiel Brachen, Ladenfronten, Brandmauern usw., die mehr und mehr aus dem Stadtbild verschwinden. Während manche der Photos aussehen, als ob sie vor Jahrzehnten gemacht wurden, sind eigentlich alle in den letzten sieben Jahren entstanden. Alexander ist eher an dem Prozess der Veränderung, als an der Vergangenheit an sich interessiert. Sein nächstes Ziel ist es, durch die Crowdfunding-Kampagne von Vanishing Berlin dieses Material zusammen mit anekdotischen Erinnerungen als Fotobuch zu veröffentlichen.

Nikos by Nikos
on August 19th, 2016
in Fotos, Produkte

Wenn Wände sprechen könnten…

Berlin Flesh Mural  (1)

Fotos: Million Motions Medienproduktion

“If walls could talk” – so lautete das Thema des Projektes von Talenthouse Kreativplattform, das zur Produktion und Einreichung von 396 Designs aus knapp 60 Ländern führte, um ein neues Wandbild in Berlin zu erschaffen. Aus diesem innovativen und äußerst heterogenen Material wurde das Werk von Marcus Haas ausgewählt und zum beachtlichen Wandgemälde mit Hilfe von der Kunstgruppe Xi-Design und den Künstlern Size Two und Mario Mankey gemacht. Das Gemälde stellt einen großen Fleischbrocken dar, der durch ein Messer in zwei Teile geschnitten wird. Auf dem Messer ist “Berlin 1961-1989″ graviert. Demnach erzählt das Mural eine der prägnantesten Geschichten Berlins. Marcus Haas erläutert, dass die Teilung des Fleischbrockens durch das Messer auf die Teilung der Stadt in Ost- und Westberlin hindeutet. Schaut man sich das Kunstwerk genauer an, wird man schnell merken, dass sich die Stadtgrenze und die Berliner Stadtteile in der Faserung des Fleisches widerspiegeln. Das Kunstwerk kann für die nächsten 3 Monate in der Bernauer Straße neben dem Mauerdenkmal bewundert werden.

Nikos by Nikos
on August 18th, 2016
in Kunst

Berlin 24/7: Ein Guide für Nachtmenschen

Berlin by Night by all.x

photo: all.x

Während meiner Studienzeit in einer winzig kleinen aber -nur im Sommer- feinen deutschen Stadt, dachte ich, dass der zentrale Unterschied zwischen dem Leben in der Hauptschadt und dem Leben in einem Ort, in dem sich das Atmen sauberer Luft manchmal viel zu komisch anfühlte, im Nachtleben liegt. Allerdings sind die Berliner Parties, auf denen die richtige Drogenkombination zur Euphorie trotz der monotonen Techno-Takten, sowie zu existentiellen Krisen dem Tag danach führt, nicht das einzige, was Berlin von anderen Städten unterscheidet. Glücklicherweise ist Berlin so viel mehr als das.

Der wesentliche Unterschied liegt eher in den Möglichkeiten, die einen erwarten, sobald der Sonnenuntergang kommt und die Stadt ein total anderes Outfit anzieht; weniger fancy, aber immer stylisch; stylisch nicht auf eine lass-uns-aufm-Friedhof-treffen-Art und Weise, sondern im Sinne von Authentizität.

Sei es auf deine Schlaflosigkeit, deinen ständig unbefriedigten Bedarf danach, alle Facetten dieser Stadt zu entdecken, deine biologischen Bedürfnisse, oder einfach auf dein teenage-klingendes FOMO zurückzuführen, Berlin ist immer hier für dich. Dieser Guide ist für diejenigen, denen Berlin in den Nächten Gesellschaft leistet. Mehr in der englischen Version…

Nikos by Nikos
on August 18th, 2016
in Bars, Cafés, Charlottenburg, Essen, Friedrichshain, Kreuzberg, Mitte, Prenzlauer Berg, Restaurants, Shops, Sonst so, Wedding, Wellness

Berlin ist… rau

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Die “Berliner Schnauze” ist nicht von ungefähr überall in Deutschland bekannt. Die Berliner sind berühmt für ihren rauen Tonfall und ihre einzigartige Art, Wut, Antipathie und Ungeduld jederzeit und schonungslos auszudrücken. In dieser verbalen Grobheit steckt allerdings auch eine Menge Authentizität und eine Direktheit, die die meisten Menschen hier schnell zu schätzen lernen. Wenn einem in Berlin jemand etwas nettes sagt, dann weiß man zumindest, dass man gerade ein ehrliches Kompliment bekommen hat.

Valerie by Valerie
on August 16th, 2016
in Stories

Wie du deine FOMO in Berlin überwindest

FOMO

Es ist allgemein bekannt, dass unsere Generation von bindungsängstlichen, Handy-süchtigen Digital Natives einige neue, lustige Neurosen entwickelt hat. Eine davon ist die so genannte FOMO – Fear of Missing Out. Aber wovor hat man da genau Angst?

Man muss kein Social-Media-Addict sein, um von FOMO geplagt zu sein, allerdings kann dies den Effekt deutlich verstärken. Nämlich, wenn du dein Instagram, Snapchat und Facebook so oft öffnest, dass du das Gefühl hast, dass ständig etwas tolles passiert. Es gibt aber eine wichtige Regel, die man in Berlin ganz schnell beherzigen sollte: komm mit deiner FOMO klar.

Valerie by Valerie
on August 15th, 2016
in Stories

#CamerasandDancers in Berlin mit loewe7

Camerasanddancers in Berlin by Thai Huang 20

Fotos: Thai Hoang

Am Wochenende bin ich über eine großartige Fotostrecke von Thai Hoang gestolptert, die ich euch heute gerne zeigen würde. Einige kennen den jungen Fotografen vielleicht durch seinen Instagram Account loewe7, mit dem er auch letztes Jahr Teil unserer #berlin Ausstellung war. Als Teil des monatlichen Instameets #CamerasAndDancers organisiert durch Jacob Jonas The Company hatte Thai die Gelegenheit eine Gruppe von 5 Tänzern durch Berlin zu folgen und sie dabei zu fotografieren, wie sie vor klassischen Berlin-Kulissen ihr Können zum Besten geben. Die Idee dieses Instameets ist wirklich wunderbar, die Tänzer auch und ebenso die tollen Fotos von Thai!

Frank by Frank
on August 15th, 2016
in Fotos