Portraits einer Berliner Straße: 100 Bewohner der Eisenacher Straße in Schöneberg

Portraits einer Berliner Straße: 100 Bewohner der Eisenacher Straße in Schöneberg

In den letzten 15 Jahren haben wir hier auf iHeartBerlin so viele wunderbare Porträtserien über Berliner*innen gemacht: ob nackt, kreativ, U8-fahrend, durchs Fenster oder verliebt – es gibt sie wirklich in allen Lebenslagen zu finden und zu portraitieren.

Heute möchten wir euch eine brandneue Porträtserie mit dem Titel “Eisenacher Hundert” vorstellen, und dieses Mal hat das Konzept gleich einen doppelten Clou parat. Nicht nur, dass alle in dieser Serie porträtierten Personen in derselben Straße wohnen, sie repräsentieren auch alle unterschiedlichen Altersstufen zwischen 1 und 100. Dies könnte also die generationenübergreifendste Serie sein, die wir bisher vorgestellt haben.

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Fantastic Playground Berlin Opening Recap

Fantastic Playground Berlin Opening Recap

Wie einige von euch bereits wissen, befinden wir uns gerade mitten in unserer neuen Gruppenausstellung Fantastic Playground Berlin, die ihr noch bis Samstag im Marcell von Berlin Flagship Store in der Friedrichstraße 172 besuchen könnt. Wir haben diese Ausstellung schon lange geplant und können es immer noch nicht fassen, dass sie endlich zustande gekommen ist und so viel toller aussieht, als wir es uns jemals hätten wünschen können.

 

Diese Ausstellung ist wirklich etwas Besonderes für uns, denn zum ersten Mal hatten wir ein Thema, das es uns erlaubte, so etwas wie eine Retrospektive unserer Arbeit für iHeartBerlin in den letzten 15 Jahren zu schaffen. Berlin ist ein Spielplatz der Ideen – das war für uns schon immer ein wichtiges Thema, denn wir haben all diese wunderbaren und inspirierenden Projekte aus den verschiedenen kreativen Szenen, die Berlin ausmachen, vorgestellt. Es ist so vielfältig, lustig und bunt. Für uns ist das die Essenz von Berlin und der Grund, warum diese Stadt so besonders ist. Man hat das Gefühl, dass jeder seinen Platz auf dieser wilden Spielwiese finden kann.

 

In dieser Ausstellung vereinen wir zum ersten Mal Künstler*innen aus verschiedenen Disziplinen wie Illustration, Fotografie, Bildhauerei, Street Art und Design, und wir bringen die Welten des Nachtlebens, der Architektur, des Vergnügens, des Voguing, der Comics, der Keramik, des Essens, der Performance, des Drag und so vieles mehr zusammen. Dies ist auch unsere kulturell vielfältigste Ausstellung mit Künstler*innen aus der Ukraine, Dänemark, Kolumbien, Venezuela, Syrien, Israel, Spanien, Italien, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, den USA, Portugal, Australien, Deutschland und natürlich einigen mehr.

 

Es ist immer ziemlich nervenaufreibend, wenn man eine Ausstellung mit so unterschiedlichen Kunstwerken zusammenstellt, weil man nie weiß, wie das alles zusammen aussehen wird. Aber wir sind sehr zufrieden mit der fertigen Ausstellung, vor allem, weil sie im wunderschönen Marcell von Berlin Flagship Store so toll aussieht. Die bisherige Resonanz unserer Besucher*innen ist so positiv, dass es uns wirklich stolz macht.

 

Die Eröffnung am Samstag war ein ganz besonderes Highlight für uns und vielleicht die schönste Veranstaltung in unserer langen Veranstaltungsgeschichte. Wir hatten eine Gruppe von Performer*innen eingeladen, die den Gästen während der ganzen Nacht ein unvergessliches Erlebnis boten: Man konnte die Dragqueen Santana Sexmachine bemalen, sich von Stevie Stevie schminken lassen, sich mit einer verrückten alten Dame unterhalten, die von Guttergucci gespielt wurde, sich von den Ballroom-Mitgliedern Darwin und Maurice in das Voguing einführen lassen und den Geschichten der Burlesque-Künstlerin Chiqui Love lauschen. Im weiteren Verlauf des Abends gab es außerdem atemberaubende Vorführungen an der Stange von Pole Robyn und Chiqui sowie eine Bauchtanzshow des einzigartigen Darvish. Und ich übertreibe nicht, wenn ich sage: Die Leute waren ganz aus dem Häuschen.

Natürlich möchten wir uns bei vielen wunderbaren Personen und Institutionen für diese Ausstellung und für diese tolle Eröffnungsnacht bedanken: Zuallererst möchten wir uns beim Bezirksamt Mitte, Visit Berlin und der Agentur Mttr für die großartige Möglichkeit bedanken, dies zu tun, und wir schätzen das Vertrauen, das sie alle in uns hatten. Wir möchten uns auch beim gesamten Team von Marcell aus Berlin bedanken, die uns so sehr unterstützt haben, dass wir ihre fantastischen Räumlichkeiten auf den Kopf stellen durften. Wir möchten uns bei allen teilnehmenden Künstler*innen und Performer*innen bedanken, ihr seid die Essenz dieser Show, die Essenz von iHeartBerlin und die besondere Zutat, die Berlin so einzigartig macht. 

 

Wir danken unseren Sponsoren BRLO und Zubrowka Vodka für die Bereitstellung ihrer köstlichen Getränke. Wir möchten uns bei unserem Team und unseren Freunden bedanken, die uns geholfen haben, unsere Idee in die Realität umzusetzen: Nick, Omar, Martin, Hossam, Giulio, Baran, Eleonora, Esper, Lyza, Leyla, und Freddie. Ein besonderer Dank geht auch an unsere Dj Shira Kela für den Soundtrack des Abends und an Caris von C+ für ihr köstliches, bewusstes veganes Essen.

 

Und natürlich möchten wir uns bei allen bedanken, die zur Eröffnung und zur Ausstellung gekommen sind. Ihr habt mit eurer guten Laune und eurem Enthusiasmus für unseren Fantastic Playground Berlin die Ausstellung zu einem besonderen Erlebnis gemacht.

 

Ihr könnt die Ausstellung noch bis Samstag in der Friedrichstr. 172 (Obergeschoss) noch bis Samstag, 11. Juni, Di-Fr 10-19h und Sa 10-17h besuchen und die Arbeiten von folgenden Künstler*innen bewundern (und sogar kaufen):

 

Kseniya Apresyan, Josefine Aspvik, Mischa Badasyan, Laura Breiling, Dorit Bialer, Javier Alejandro Cerrada, Annique Delphine, Luke Embden, Sophia Halamoda, Alessandra Mannisi, Rory Midhani, Nicola Napoli, Jessie Omamogho, Joseph Wolfgang Ohlert, Bruno Pinto da Cruz, Richard Quittenton, Benedikt Rugar, Andrej Russkovskij, Various & Gould, Very Ugly Plates, Xuehka

Berlin Aus Unbekannten Perspektiven

Berlin Aus Unbekannten Perspektiven

Fotos: KabGrafie.de

In unseren 15 Jahren iHeartBerlin haben wir in Sachen Berlin Fotos schon einiges gesehen und natürlich auch selber viel aufgenommen. Besonders die große Instagram Fotografie-Ära hat uns viele wunderbare Eindrücke unserer Stadt beschert, die uns viele unbekannte und überraschende Seiten Berlin’s gezeigt hat. Verständlicherweise ist es also etwas schwierig, uns heute noch mit Berlin Fotos zu beeindrucken. Dachten wir jedenfalls.

Vor ein paar Wochen haben wir eine Mail von Mark Rautenberg bekommen, der uns auf seine Berlin Fotografien aufmerksam gemacht hat. Wir bekommen solche Einsendungen immer mal wieder und sind natürlich immer dankbar und froh, wenn wir die Arbeiten von kreativen Berliner*innen auf unserem Blog teilen können, besonders weil wir damit auch neuen oder weniger bekannten Kreativschaffenden eine Plattform geben können. 

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Halloween und ein Trip Down Party Memory Lane

Halloween und ein Trip Down Party Memory Lane

Ihr wisst, dass wir eine gute Party lieben, und ihr könnt euch vorstellen, dass es eine Herausforderung war, die letzten 1,5 Jahre durch den Club Lockdown quasi ausgesperrt gewesen zu sein. Es hat uns schon eine Weile unter den Fingernägeln gejuckt, und als unsere ehemalige iHeartBerlin-Partyautorin Suz uns fragte, ob wir mit ihr eine Halloween-Party im Backyard veranstalten wollten, war es so gut wie klar, dass wir die Gelegenheit ergreifen würden.

Backyard hat einen Platz in unseren Herzen, weil wir hier so viele Partys gefeiert haben, allen voran die legendären Last Days Partys. Diejenigen von euch, die schon länger hier sind, erinnern sich vielleicht noch an unsere berühmten Partyfotos, die wir damals veröffentlicht haben. Das war sicherlich etwas, das iHeartBerlin und seinen Platz in der Berliner Blog- und Magazinwelt geprägt hat.

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Voyeur. Berlin. Kinky: KitKat-Fotograf Gili Shani fängt kinky Berliner in ihren Häusern ein

Voyeur. Berlin. Kinky: KitKat-Fotograf Gili Shani fängt kinky Berliner in ihren Häusern ein

Fotos: Gili Shani. 

Nachdem Berliner Clubs während der anhaltenden globalen Pandemie ihre Türen für ihre Besucher schlossen, mussten viele Kink-Liebhaber, die in diesen Heiligtümern ihre Zuflucht fanden, kreativer werden, um ihre inneren Gelüste aufrechtzuerhalten. Der legendäre KitKat-Pool musste der Hausordnung folgend durch Badewannen und Musik ersetzt werden. Die aufkommenden Lockdown-Regeln wurden härter und das Ende des Tunnels wurde immer unschärfer auf dem Weg.

In dieser schwierigen Zeit fotografierte Gili Shani, der als einziger im KitKat Club fotografieren durfte, für sein Buch Voyeur. Berlin. Kinky. 250 Menschen in ihren Häusern, die bereit waren, ihren Kink zu zeigen. Er fuhr durch ganz Berlin, um diese intimen Momente einzufangen, die von der vorpandemischen Kink-Szene inspiriert sind. Mit einem sexuell anzüglichen Frontcover, auf dem ein Tattoo mit der Aufschrift “Fuck” zu sehen ist, ist das Buch bereits vielversprechend. Durch Shanis Linse spiegeln diese häuslichen Aufnahmen nichts anderes wider als einen Moment in KitKat; ein Mann in einem Harness, der vor der Kamera kniet und eine Domina, die bereit ist, jemandem auf einem anderen Foto den Hintern zu versohlen. Schließlich kann man den Berliner aus dem Club holen, aber nicht den Kink aus den Berlinern.

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FUCK 2020 – Das Neue Magazin von Pornceptual

FUCK 2020 – Das Neue Magazin von Pornceptual

photo: Nonothing. 

Pornceptual bringt seine vierte Magazinausgabe FUCK 2020 heraus – der Titel fängt eine Stimmung ein, die viele von uns nachempfinden können – und bringt uns inklusive pornografischer Kunstwerke von über 100 Mitwirkenden aus 33 Ländern und 5 Kontinenten.

Zweifelsohne hatte die Pandemie im vergangenen Jahr einen tiefgreifenden Einfluss auf unser Verhältnis zu Intimität, menschlicher Berührung und Sex. Durch die Linse der Pornografie und der Kunst erforscht FUCK 2020 solche Themen, indem es Künstlern eine Plattform bietet, deren Stimmen nicht immer gehört werden, besonders da die Bedrohung durch die Online-Zensur weiter zunimmt.

“Das vergangene Jahr war zwar turbulent, aber Sex war nicht immer Teil der Erzählung”, schrieb das Pornceptual-Redaktionsteams. “Wir können nicht zulassen, dass diese Geschichten vergessen werden, insbesondere die von marginalisierten Sexualitäten.

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Historische Fotos aus dem 20. Jahrhundert von Berlin im Schnee

Historische Fotos aus dem 20. Jahrhundert von Berlin im Schnee

Bundesarchiv, Bild 102-12737 / CC-BY-SA 3.0. 

Wir können uns gar nicht sattsehen, wie toll Berlin im Moment verschneit aussieht. Das war wirklich erheiternd in den letzten Tagen, vor allem als sich die Sonne dazugesellt hat. Das haben wir wirklich gebraucht. Es hat uns bewusst gemacht, wie lange es her ist, dass Berlin so verschneit war. Ich weiß gar nicht mehr, wann das letzte Mal war, es fühlt sich wie eine Ewigkeit an.

Aber wenn wir ganz weit zurückgehen, werden wir feststellen, dass Schnee in Berlin früher wesentlich üblicher war. Beim Scrollen durch historische Fotos haben wir eine ganze Menge schön eingefangener Momente von Berlinern im Schnee gefunden. Wie ihr wisst, lieben wir es, auch die Geschichte Berlins in den Blog einzubeziehen, sei es über die geteilte Stadt im Jahr 1981, Berlins verruchtes Nachtleben in den 1920er Jahren oder dieses sehr beliebte kolorierte Nachkriegsvideo. Der Blick in die Vergangenheit lässt einen die Gegenwart umso mehr schätzen und auch in eine mögliche Zukunft unserer geliebten Stadt blicken.

Mit Szenen vom Schneemannbauen, Schlittenfahren, Schneeschaufeln und einfach nur dem Herumtollen in der wunderschönen weißen Winterlandschaft fühlen wir uns ganz ausgelassen und fangen so viel Spaß ein, wie wir haben können. Wir alle wissen, dass er jeden Moment wegschmelzen kann. Genießt den Schnee!

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Grüße aus Berlin 1981 – Fotos einer Geteilten Stadt

Grüße aus Berlin 1981 – Fotos einer Geteilten Stadt

Fotos: Maarten van den Berg.  

Mit diesem Beitrag möchten wir ein ganz besonderes Juwel mit euch teilen, das uns von unserem Leser Maarten aus den Niederlanden zugesandt wurde. Wir sind besonders begeistert von dem, was er uns geschickt hat, da wir bisher nicht wirklich etwas aus diesem Teil der Geschichte Berlins auf dem Blog hatten – zumindest nicht speziell aus diesem Jahrzehnt. Die Geschichte, die er mit uns geteilt hat, handelt von seinem Besuch in Berlin im Jahr 1981 – einer Zeit, in der die Wiedervereinigung noch nicht einmal am Horizont zu sehen war, einer Zeit, in der Berlin noch eine geteilte Stadt war, in der die Wunden dieser Teilung noch immer offen waren. Während seines Besuchs machte er Straßenfotos sowohl vom Westen als auch vom Osten Berlins, und natürlich viele Eindrücke von der Mauer, die damals eine Art Touristenattraktion zu sein schien. Es ist beeindruckend, die Stadt, an die wir heute so gewöhnt sind, in diesem Zustand zu sehen. So viele dieser ehemals toten Gebiete Berlins sind jetzt in das Stadtleben integriert und mit neuen Plätzen und Gebäuden gefüllt, die uns die Narben vergessen lassen, die sie einmal waren.

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Fremde Berliner: Eine Portrait Serie in den Straßen Berlins

Fremde Berliner: Eine Portrait Serie in den Straßen Berlins

Mit den neuen Social-Distancing-Maßnahmen während des verlängerten zweiten Lockdowns ist die Idee, jemand Fremden zu treffen, so ziemlich ein Widerspruch. Aber wie kommt es, dass das Verlangen nach sozialen Interaktionen gerade jetzt so groß ist? Ist es die Jahreszeit, ist es die Verlockung des Verbotenen oder ein einfacher Fall von “man weiß nicht, was man hat, bis es weg ist”?

Die visuelle Künstlerin Tanya Sharapova hat sich entschieden, diese Idee als Reaktion auf den zweiten Lockdown zu erforschen, der sich als eine so seltsame und prüfende Zeit erwiesen hat. Der erste Lockdown hat bereits eine Reihe von Künstlern dazu veranlasst, wunderbare Fotoserien herauszubringen, wie die Fensterfotos von Lovis Ostenrik, die Tag/Nacht-Outfits von Kseniya Apresyan, die nackten Social Distancing Porträts von Aja Jacques und die Together A Part-Serie von AnaHell und Nathalie Dreier. Der zweite Lockdown war jedoch ruhiger, was den kreativen Output angeht – auch für uns selbst. Daher sind wir froh, Tanyas Serie “Strangers” hier mit euch teilen zu können.

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16 Großartige Kreative Reaktionen auf die Pandemie aus Berlin

16 Großartige Kreative Reaktionen auf die Pandemie aus Berlin

Dieses Jahr war ganz schön anders, nicht wahr? Es ist eine Menge verrücktes Zeug passiert, aber wir können uns alle darauf einigen, was das Bezeichnendste war: die Pandemie. Wenn man mir vor einem Jahr gesagt hätte, dass dies passieren würde, hätte ich es wahrscheinlich nicht geglaubt. Aber hier sind wir nun, 9 Monate nach dem globalen Ausbruch einer durch die Luft übertragenen Viruserkrankung, die die Welt auf den Kopf gestellt hat.

Natürlich hat uns diese Pandemie eine Menge negativer Dinge gebracht, aber ich möchte mich nicht auf diese konzentrieren – dafür kann man einfach die Nachrichten einschalten. Ich möchte mich auf die guten Dinge konzentrieren, insbesondere darauf, wie die Menschen auf positive Weise auf die Krise reagiert haben. Während viele von uns mit ihrem Leben, ihrer Arbeit und ihrer geistigen Gesundheit zu kämpfen hatten, haben einige Menschen ihre kreativen Energien gesammelt und sich großartige Dinge einfallen lassen, um die Tage aller anderen aufzuhellen und etwas Optimismus zu zeigen.

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