Voguing Trotz Aller Umstände: Fotos vom Superheroes Ball

Voguing Trotz Aller Umstände: Fotos vom Superheroes Ball

Letzte Woche hatten wir das absolute Vergnügen, den ersten IRL-Voguingball in Berlin seit dem Lockdown mit zu präsentieren. Gastgeber war der charmante David Milan, der uns bereits im vergangenen Jahr den großen Pride-Ball und den Ocean-Ball geschenkt hat, über die wir auch berichtet haben. Austragungsort war wieder einmal das Säälchen am Holzmarkt – es ist einfach der perfekte Ort für einen Ball dieser Größe!

Das Thema dieses Balls war Superhelden, was zweifellos das spezifischste und spielerischste Thema der Serie war. Natürlich gab es eine Menge klassischer Superhelden und Bösewichte wie Spiderman und Catwoman. Aber der Aufruf zur Teilnahme forderte die Leute auf, kreativ zu sein, so dass man auch Alltagshelden wie Krankenschwestern, alleinerziehende Mütter, Aktivisten sehen konnte – wir sahen dort sogar die ersten trans-Präsidentschaftskandidatin.

Da wir immer noch in einer Pandemie leben, waren die Umstände für die Veranstaltung ganz anders: Normalerweise kommen über 1000 Menschen zu diesen Bällen, aber um die aktuellen gesetzlichen Sicherheitsvorkehrungen einzuhalten, durften diesmal nur die Teilnehmer und einige wenige House-Mitglieder den Veranstaltungsort betreten. Die üblichen Zuschauer konnten einen professionellen Live-Stream des Balls entweder von zu Hause aus oder beim Public Viewing in Neuzeit Ost in Zusammenarbeit mit Mobile Kino verfolgen. Die vorgeschriebenen Distanzierungs- und Gesichtsmaskenregeln mussten ebenfalls eingehalten werden, was während der Aufführungen schwierig war, als die Energie der Voguers die Oberhand gewann, aber ich denke, das Publikum hat sich recht gut daran gehalten.

Es war ein großartiger Ball, mit vielen atemberaubenden Performances, großartigen internationalen Teilnehmern und einem starken Publikum. Natürlich haben wir für euch ein paar Eindrücke mitgenommen, die ihr unten genießen könnt!

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Das Studio of Wonders erfüllt eure Selfie-Träume

Das Studio of Wonders erfüllt eure Selfie-Träume

Ein üppiger Dschungel, in dem es keine Touristen gibt? Ein leerer U-Bahn-Waggon und ein superhohes Dach mit traumhafter Aussicht ohne Besucher? Ja, diese Orte gibt es wirklich in Berlin und sind nicht Teil einer dystopischen Fantasie. Und sie warten darauf, dass Sie Ihr Foto mitnehmen!

Der Leipziger Platz, der kleine Bruder neben dem Potsdamer Platz, hat nun eine neue Attraktion zu bieten – das Studio of Wonders. Das Selfie-Paradies tritt in die Fußstapfen einer neuen Welle von Selfie-Galerien, die sich weltweit zu einem anhaltenden Trend entwickelt haben. Geboren aus dem Ideal Instagrams, ständig neue aufregende Fotografien zu liefern, um sie einem Online-Publikum zu zeigen, hilft das Studio of Wonders seinen neugierigen Besuchern, neue Inhalte mit 20 verschiedenen ungewöhnlichen Szenen auf 500 geräumigen Quadratmetern zu schaffen.

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Zusammen Getrennt: Das Physikalische Erweitert Das Virtuelle

Zusammen Getrennt: Das Physikalische Erweitert Das Virtuelle

photos: Red Rubber Road. 

Heute möchten wir eine Fotoserie mit euch teilen, die ein bisschen das Gegenteil unserer gestrigen “Finally Together Again”-Serie ist, die ein physisches Miteinander feierte und zeigt, wie bedeutsam es in diesen schwierigen Zeiten sein kann. Was für unser Team, in dem alle Mitglieder in Berlin leben, möglich war, ist nicht dasselbe für die Kollegen, Freunde, Familien, Liebenden, die während der Pandemie nicht im selben Land leben. Das Künstlerduo AnaHell und Nathalie Dreier war eines derjenigen, die durch die Quarantänemaßnahmen verschiedener Länder getrennt waren. Wir haben ihre Quarantäneserie zu Beginn des Lockdown veröffentlicht, und das hat wirklich einen Nerv getroffen. Diese Serie wurde eigentlich viel früher in einem anderen Kontext produziert, aber sie fasste die bizarre Atmosphäre der frühen Phasen der Pandemie-Maßnahmen perfekt ein.

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Endlich Wieder Zusammensein: Ein Fotoshoot mit AA Collected

Endlich Wieder Zusammensein: Ein Fotoshoot mit AA Collected

Fotos: Lovis Ostenrik. 

In was für einer ungewöhnliche Zeit wir uns befinden. Ich bin aufgeregt und nervös zugleich bei dem Gedanken, dass wir mit absoluter Sicherheit sagen können, dass dieses Jahr definitiv keinem anderen unserer Lebensjahre gleicht. Nach so vielen Einschränkungen ist das, was in anderen politisch unterdrückten Teilen der Welt Alltag sein kann, für uns alle hier eine neue Erfahrung gewesen. Drinnen zu bleiben, seine Freizeitaktivitäten stark einzuschränken und unsere Freunde und Familie für eine ungewisse Zeitspanne nicht sehen zu können, war eine neuartige Herausforderung.

Noch nie habe ich Körperkontakt so sehr vermisst, wie in den vergangenen drei Monaten. Zuerst fühlte es sich unhöflich an diesen Abstand von 1,5 m einzuhalten. Jetzt ist er so tief verwurzelt, dass ich fast schreckhaft wegspringe, wenn ich einer älteren Person zu nahe komme. Man kann sich vorstellen, welche Spuren das in unseren Kommunikationsgewohnheiten hinterlässt. Angesichts all der Regeln, an die wir uns halten, und der Selbst Quarantäne, auf die wir uns geeinigt haben, schafft es der Gedanke daran, Freunde zu treffen, meine Herzfrequenz in die Höhe zu treiben.

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Auf Abstand: Ein Enthüllender Blick auf Social Distancing

Auf Abstand: Ein Enthüllender Blick auf Social Distancing

Fotos: Aja Jacques. 

Aja Jacques is one of the artists from our Uncensored Berlin exhibition that we hosted back in 2018 and that dealt with censorship of artists through social media platforms. Aja was not only one of our muses acting as a model for several of our photographers, but she also exhibited her own photos. Her new project “At A Distance” is a series of analog nude self-portraits she took with several fellow Berliners in prominent public places – at a safe distance of two meters. We talked with her about the series and about how the quarantine has been for her so far.

Auch wenn die Pandemie und die Quarantäne für Künstler*innen und Kulturschaffende wirtschaftlich ziemlich verheerend waren, so waren sie auf jeden Fall eines nicht: uninspirierend. In den letzten Wochen haben wir ganz wunderbare Einsendungen von Fotograf*innen und Künstler*innen erhalten, die sich alle mit den verschiedenen Aspekten der Pandemie und ihrem Einfluss auf unser Leben beschäftigen, darunter die Stay At Home-Serie, die Corona-Comics und ein kurioser Techno-Song. Das jüngste Projekt, das wir Ihnen heute vorstellen wollen, befasst sich speziell mit einer der Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus: der sozialen Distanzierung.

Aja Jacques ist eine der Künstlerinnen aus unserer Ausstellung Uncensored Berlin, die wir 2018 veranstaltet haben und die sich mit der Zensur von Kunst durch Social-Media-Plattformen beschäftigte. Aja war nicht nur eine unserer Musen, die mehreren unserer Fotografen als Modell diente, sondern sie stellte auch ihre eigenen Fotos aus. Ihr neues Projekt “At A Distance” ist eine Serie analoger nackter Selbstporträts, die sie mit mehreren Berliner Kolleginnen und Kollegen an prominenten öffentlichen Orten aufgenommen hat – in einem Sicherheitsabstand von zwei Metern. Wir sprachen mit ihr über die Serie und darüber, wie die Quarantäne für sie bisher war.

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Dresscode: Die Gegensätzlichen Outfits von Berlinern am Tag und bei Nacht

Dresscode: Die Gegensätzlichen Outfits von Berlinern am Tag und bei Nacht

Fotos: Kseniya Apresyan. 

Die neue Portraitserie der Fotografin Kseniya Apresyan zeigt ein charakteristisches Merkmal Berlins – die Freiheit, die für viele fast gleichbedeutend mit dem Nachtleben der Stadt ist. Aber erwartet hier keine Fotos von der Tanzfläche – dieses Projekt bringt die Partygäste zurück in die Realität und schafft faszinierende Bilder ihres jeweiligen Lebensstils.

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Stay At Home: Portraits von Berlinern in ihren Fenstern

Stay At Home: Portraits von Berlinern in ihren Fenstern

Fotos: Lovis Ostenrik. 

In den letzten Wochen wurde es fast zu einem Mantra: Bleib zu Hause! Angela Merkel hat es gesagt, Virenexperte Drosten hat es gesagt, deine Mutter hat es gesagt, wir haben es gesagt. Jeder hat es in den Ohren und auf den Lippen.

Aber was bedeutet es für alle, zu Hause zu bleiben? Es ist sicherlich nicht für jeden das Gleiche. Wenn man allein in einer dunklen Einraumwohnung im Hinterhof lebt, kann es durchaus irgendwann anfangen, sich klaustropobisch anzufühlen. Aber wenn man das Glück hat, in einem großen hellen Altbau mit Balkon (oder noch besser: Garten) zusammen mit seinen Lieben zu wohnen, kann es am Ende auch ganz gut gehen. Egal, ob es ein großes oder nur ein kleines Opfer ist, die Bedeutung als eine der wichtigsten Maßnahmen zur Bekämpfung dieser Pandemie ist nicht von der Hand zu weisen.

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Der unerwartete Komfort des banalen Lebens zu Hause

Der unerwartete Komfort des banalen Lebens zu Hause

Fotos: Roger Sabaté.

Was für eine verdammte Achterbahnfahrt. Ich bin sicher, die meisten von euch werden zustimmen, dass die letzten drei Wochen zu den intensivsten gehören, die wir je erlebt haben. Es ist kaum übertrieben, dass das, was jetzt gerade passiert, die größte gemeinsame globale Erfahrung ist seit… jemals? Ich glaube nicht einmal, dass die Weltkriege tatsächlich jedes einzelne Land der Welt sofort betroffen haben, wie es diese Pandemie gerade tut. Und ich schätze, dass selbst frühere Ausbrüche nicht so weit und so schnell gingen, denn damals war die Welt einfach viel weniger vernetzt als heute.

Aber während es draußen in der Welt verrückt ist, geschieht das, was die meisten Menschen im Moment wirklich erleben, auf einer viel kleineren Fläche. Für uns geschieht jetzt alles in unseren eigenen vier Wänden. Und wenn ihr, wie wir auch eure Arbeit aus dem Home Office verrichtet, dann ist aktuell der weiteste Weg, den ihr euch zu Zeit davon entfernt wohl der kurze Weg zum nächstgelegenen Supermarkt. Unsere Welt fühlt sich an, als sei sie bemerkenswert geschrumpft.

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Dystopisches Berlin: Fotos einer Leeren Stadt

Dystopisches Berlin: Fotos einer Leeren Stadt

Fotos: Robert Kleinfeld. 

Berlin ist eine Stadt, in der Tag und Nacht immer viel los ist. Normalerweise. Aber natürlich ist das Jetzt eine Ausnahme. Dies sind ungewöhnliche Zeiten. Auch wenn die meisten von uns zu Hause eingesperrt sind, haben einige von uns immer noch die Pflicht, weiterhin nach draußen zur Arbeit zu gehen.

Der Fotojournalist Robert Kleinfeld ist einer von ihnen. Auf dem Höhepunkt der Disziplin der Berliners, Einsicht zu bewahren, ging er auf die Straße, um eine leere Stadt, leere U-Bahnen, leere Straßen einzufangen. Es sieht ziemlich ähnlich aus wie der Schauplatz eines dystopischen Films, in dem der größte Teil der Menschheit verschwunden ist. Nur ein paar einsame Seelen sind übrig geblieben. Es hat eine so unheimliche Atmosphäre, dass wir nie erwartet hätten, unser geliebtes, farbenfrohes Berlin darin zu sehen.

Wir wollen hier und jetzt nicht zu sehr auf die Situation eingehen. Ich denke, die letzten Wochen haben uns viel gegeben, worüber wir uns Sorgen machen und nachdenken müssen. Aber die Dinge werden sich verbessern, das wissen wir. Vielleicht nicht so schnell, wie wir hoffen, vielleicht nicht innerhalb eines Tages. Aber bald. Lasst diese eingefangenen Momente eines menschenleeren Berlins eine Erinnerung daran sein, wie zerbrechlich unsere Welt tatsächlich ist und dass wir nicht die kleinsten Dinge als selbstverständlich hinnehmen können.

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Kunst in Zeiten der Quarantäne – Red Rubber Road

Kunst in Zeiten der Quarantäne – Red Rubber Road

Fotos: Red Rubber Road. 

Eines unserer Uncensored Berlin Künstlerduos hat kürlzich eine Fotoserie herausgebracht, die für unsere aktuelle Situation nicht passender sein könnte. Sie entstand bereits Jahre vor der aktuellen Pandemie und ist Teil des laufenden Projekts Red Rubber Road der Fotografen AnaHell und Nathalie Dreier.

Bereits 2018 litt Ana an einer schweren Krankheit und wurde für mehrere Wochen in der Infektionskrankheiten-Isolationsstation des Berliner Lazaretts in Quarantäne gehalten. Die Besucher mussten Schutzkleidung tragen, was eine recht beklemmende Atmosphäre erzeugte. Dies regte jedoch die Idee an, ihre Serie Red Rubber Road direkt auf der Isolierstation bei einem von Nathalies Besuchen fortzusetzen. Die inszenierten Selbstporträts haben eine recht spielerische und humorvolle Ausstrahlung, die ihnen half, die bedrückende Stimmung aufzuhellen.

Die Künstler beschlossen, die Serie angesichts der aktuellen Situation nun zu veröffentlichen, um den Optimismus zu zeigen, den die Kreativität in Momenten der Krankheit und Isolation vermitteln kann.

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